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Jade Weser Klinikum
11|05|2012



Reinhard-Nieter-Krankenhaus: Schon bald Teil der Rhön-Klinik?

Das Reinhard Nieter Krankenhaus wird nicht privatisiert.

Der Rat der Stadt Wilhelmshaven habe das so beschlossen, außer der FDP von Herrn Teichman, so verkündet Andreas Wagner, der Oberbürgermeister, und stellt sich ausdrücklich hinter diesen Beschluß, das große, städtische Krankenhaus in kommunalem Besitz zu halten. Das vermeldet die hiesige Zeitung WZ.
 
Die Berufung der neuen Krankenhauschefin "ist ausdrücklich kein Schritt zur Privatisierung, sondern das Gegenteil", beteuert Verwaltungschef Wagner. Was meint er damit? Kommunal ist die Klinik doch schon. Heißt das, alles was schon teilprivatisiert ist, wird jetzt rekommunalisiert, alles zurück in Bürgerhand? Das wäre ja mal was. Könnte man aber auch deutlicher sagen.
 
Leider haben Beteuerungen von Politikern erfahrungsgemäß eine sehr geringe Halbwertzeit. Man denke nur an die monatelange Politparole: "Die Mehrwertsteuer wird nicht erhöht" - und was daraus wurde. Als auch der letzte Bürger an die Worte "Mehrwertsteuer" und "erhöht" gewöhnt worden war, strich man das kleine "Nicht" und setzte den verbliebenen, überwiegenden Teil des Versprechens um - keiner war mehr überrascht.

"Ach, da ging´s ja schon lange drum", sagten viele, denen der Verlust von fünf Buchstaben gering erschien.
 
So funktioniert das auch mit der Privatisierung, weil die dann auch noch alternativlos ist, dafür wird schon gesorgt. Und zum Wohle der Stadt wird man sich schweren Herzens entschließen - und "die Berufung" ausdrücklich als Chance für den Erhalt des ganzen Gebildes im Sinne der Einkommensabhängigen, für Zukunftssicherung und in Verantwortung für unsere kranken Menschen sehen - diesen Schritt jetzt mutig und gemeinsam zu gehen.

Drehbuch und Text sind fertig. Das muß auch gar nicht erst geprobt werden.
 
Die Berufung ist ausdrücklich kein Schritt zur Privatisierung, sondern genau das Gegenteil", den Satz muß man sich merken, um kommende Metamorphosen der deutschen Sprachgewandtheit richtig genießen zu können.
 
Zur Zeit heißt es noch:
"Nach dreijähriger Talsohle mit tiefroten Zahlen muss die Unternehmensgruppe RNK neu aufgestellt werden."


Aber Kollaps und Notarzt werden schon mal dezent angedeutet. Ein Krankenhaus für die Intensivstation? So fängt Retterglorie an. Und wenn die Neuaufstellung nun nicht gelingt? ... "Nachtigall ick hör Dir trapsen."
 
Auffällig ist, daß Andreas Wagner wie aus einem für ihn fertigen Bild spricht, in dem es gar nicht nur um das Wilhelmshavener Krankenhaus geht:
"Wir wollen das Wissen dieser hochqualifizierten Fachkraft beim Aufbau und der Optimierung von Krankenhäusern nutzen", sagt er in der Mehrzahl. Ist für ihn der Verbund der Krankenhäuser in Wilhelmshaven und Friesland schon Tatsache und Frau Aulkemeyer von der Rhön AG die Retterin aller?
 
In der WZ heißt es dazu:
[Zitat]: " ... Die Berufung von Andrea Aulkemeyer hat auch keine Auswirkungen auf die Kooperation mit dem Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch unter möglicher Einbeziehung der kirchlichen Kliniken in Friesland und Wilhelmshaven. „Frieslands Landrat Sven Ambrosy und NWK-Geschäftsführer Frank Germeroth waren in die Verhandlungen über eine neue RNK-Leitung eingebunden“, sagte Wagner." "Die Gespräche über eine Kooperation kommen gut voran. ... "
 
Wozu waren die eingebunden, wenn es nur um Wilhelmshaven geht?

Und dann kommt ein Satz, den man so und so verstehen kann:
"Wir brauchen einen Hauptverantwortlichen für jedes Krankenhaus."
Einer für alle, oder jeder seinen eigenen?
 
Man ist ja in den letzten Jahren immer skeptischer geworden, was die Worte und Planungen der Politiker angeht. Täuschen und Tarnen wird da gerne für diplomatisches Geschick gehalten, auch um seine Wähler in gleichmäßigem Dunst zu halten. Und was erst wie Verschwörungstheorie klingt, wird von den Veschwörungspraktikern meist noch in den Schatten gestellt.
 
Der Pressesprecher der Stadt Wilhelmshaven schreibt in einer Presseerklärung zur Einstellung der neuen, kaufmännischen Krankenhauschefin, "daß Frau Diplom-Kauffrau Andrea Aulkemeyer ab 1. Juni 2012 neue Geschäftsführerin des Reinhard-Nieter-Krankenhauses ist", und bestärkt ihre Qualifikation mit dem Hinweis, daß Frau Aulkemeyer fast 20 Jahre für die Rhön-Klinikum AG tätig war und deren Aufbau in verschiedenen Funktionen, zuletzt 10 Jahre als Vorstandsmitglied, begleitet und initiiert hat.

Aus fünfzig [ahem] Bewerbungen - klar, wer will nicht nach Wilhelmshaven - ist sie als Sieger hervor gegangen. Hat den mit 1,1 Millionen Euro Jahresgehalt dotierten Vorstandsjob bei der Rhön AG aufgegeben, um an einem städtischen, kommunalen Krankenhaus Karriere zu machen. Aber vielleicht wollte sie dort auch weg, weil sie die Wirtschaftsverwertung kranker Menschen nicht mehr ertragen hat.
 
Verstehen könnte man´s. Wenn man die Schlagzeilen der letzten Jahre sammelt, zu denen es die Rhön Kliniken geschafft haben, hat man wahrlich kein Ruhmesblatt vor sich. Das würde Bücher füllen. Wer sich dafür interessiert, sollte einmal www.nachdenkseiten.de googlen und dort in die Suchfunktion "Rhön Kliniken" eingeben. - "Da werden Sie geholfen". Aber Hallo!
 
Praxis von Rhön ist es, Krankenhäuser, die vorher vom Steuerzahler medizinisch und baulich aufgepeppt werden und dann vor Schulden nicht mehr aus den Augen gucken können, einzusammeln. Geduld muß man haben, alte Goldwäscherweisheit. Rhön hat Geduld. Und dann, wie geplant, schnappt der Schnäppchengeier zu. Zum Ersten, zum Zweiten und weg ist das Ding, für´n Appel und´n Ei. Und Bürgermeister und Land- und Stadtrat sind froh das Ganze vom Hals zu haben. Tauchen vielleicht später im neuen Rhön Klinikenverbund als Beirat wieder auf, weil man sich ja kümmern muß - möglichst kummerlos.
 
In deutschem Neusprech nennt man das dann wohl Wirtschaftsförderung, wenn so ein Investor, der nur so heißt, aber nix investiert, das hat ja vorher schon der Steuerzahler mit Hilfe seiner verantwortungsfreien Volksvertreter gemacht, das Volksvermögen übernimmt. Der "Investor" ist nur ein Beutemacher, dem man über Jahre zugearbeitet hatte. Der privatisiert sich das.
 
Erst wird spekuliert, dann organisiert, nochmal investiert, danach differenziert und spezialisiert ... und schließlich privatisiert.

Aber dann ist auch schon 2017.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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