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Der angebliche Gauck-Streit in der Koalition:
23|02|2012



Die Netzgemeinde, aber auch hochrangige Politiker, sind gespalten in der Sache Gauck.

Ablenkungsmanöver oder Selbstbeschau?

Warum solch ein Bundespräsidenten-Kandidat den Geschwister-Scholl-Preis verliehen bekam, wirft ein Licht auf die Verleiher dieses Preises und strickt weiter an der Legendenbildung von dem NS- und Anti-Honecker-Widerstandskämpfer, der er nie gewesen ist

Er wird auch immer wieder als Bürgerrechtler der DDR bezeichnet. Diesen Titel kann auch Frau Merkel beanspruchen, die – wie Gauck – ebenfalls in den letzten Minuten der noch existierenden DDR auf den – dann nicht mehr gefährlichen, sondern nur noch honorigen Zug der Bürgerrechtsbewegung aufgesprungen ist.

Merkel war unmittelbar vor ihrem Beitritt zur CDU Propaganda-Leiterin bei den Jung-Pionieren der SED. Die Unterlagen darüber sind merkwürdigerweise komplett verschwunden. So wie Helmut Kohls Doktorarbeit und sämtliche Aufzeichnungen der Kohl-Regierung im Bundeskanzleramt, als im Moment der Wahl Gerhard Schröders sämtliche Magnetbänder im Bundeskanzleramt gelöscht wurden. Gauck war zwar nicht wie Merkel vor seinem „jump on the bandwaggon“ [die ersten Präsidentenwahlkampf-Planwagen der Amerikaner noch zu Cowboy-Zeiten],  also vor seinem Sprung auf den sicheren Zug der von der Stasi im Oktober 1989 nicht mehr bedrohten Bürgerrechtsbewegung ein Wechsler von SED direkt zur CDU, sondern sicherlich schon immer ein Gegner des DDR-Regimes. Aber nicht weil sein Herz für Menschenrechte und Gerechtigkeit schlug. Er war gegen das DDR-System, weil es seinen konservativen Wertvorstellungen nicht entsprach.

Das ist etwas ganz anderes, als z.B. die ganzen evangelischen Pastoren in Dresden und Leipzig, die Montagsgebete schon viele Jahre organisierten und dem echten Widerstand in der DDR eine einigermaßen sichere Heimat und Bühne boten, wenn man da von Sicherheit überhaupt reden kann. Selbst bei dem Montagsgebet in der Leipziger Nikolaikirche kurz vor dem Fall des DDR-Regimes, an dem Tag, der sogar verfilmt wurde mit dem Titel „Nikolaikirche“, als das Militär bis unter die Zähne bewaffnet die Montagsdemonstration einschüchtern sollte, als Gottseidank dann trotzdem kein einziger Schuß fiel, an dem Tag war die Nikolaikirche anfangs zu 70% mit Stasi-Spionen besetzt. Unter den Betenden fand sich zu dem Zeitpunkt noch kein Theologe Gauck, der da seinen Mund mutig aufgemacht hätte. Es ist von ihm auch keinerlei öffentliche Äußerung oder ähnliches aus der noch unruhigen Zeit der Rest-DDR bekannt.

Joachim Gauck hat mit Sicherheit noch nie in seinem Leben ein gefährliches Flugblatt verfaßt. Und dann verteilt.

Höchstens vielleicht, um für die Vortragsreise seines geistigen Bruders Sarrazin zu werben.

Ihm den Geschwister-Scholl-Preis zu verleihen, verhöhnt den gesamten NS-Widerstand.

Zurück zu dem in den Medien seit der Nominierung des Großbürger-Rechts-lers Gauck permanent kolportierten „Streits in der Koalition“:

Über was sollen die Koalitionsspitzen sich denn nun gestritten haben?

Wenn es KEIN ABLENKUNGSMANÖVER ist, um die bundesrepublikanische Öffentlichkeit über das neoliberale Nominierungsmanöver unter Einschluß der zukünftigen Supergroßenkoalitions-Partner ab 2013 zu täuschen [CSUCDUFDPSPDGrüne gegen alle anderen], dann kann es damit nur folgende Bewandnis haben:

Angela Merkel ist machtsüchtig. Für sie dreht sich alles nur noch um den Vorgang, selbst Macht ausüben zu können, völlig lösgelöst von dem damit jeweils verbundenen Inhalt. Sie weidet sich so sehr täglich in ihrem Gefühl, Macht zu haben, daß das Manöver von dem blassen Dreikäsehoch Rösler, im Auftrag seiner Partei und dem hinter den Kulissen eigentlich Mächtigen Brüderle, dem inzwischen schon längst heimlichen Parteichef, auf den Zug der SPD und den Grünen aufzuspringen und Gauck mit zu unterstützen, bevor Merkel selbst mit irgendeinem Schachzug an die Öffentlichkeit treten konnte [ja, wen hätte sie eigentlich stattdessen vorschlagen wollen?]. Darüber schweigen sich die Kommentatoren und „gewöhnlich gut informierten Kreise“ aus.

Bei der SPD stellt sich übrigens die exakt dieselbe Frage: War die Entscheidung der SPD-SPITZE [die Parteibasis wurde nicht gefragt, sondern nur über die Presse informiert] für Joachim Gauck ein alleiniges machttaktisches Manöver, um Merkel zu schaden [dann hat es aber gehörig nicht funktioniert] oder ebenfalls ein perfekt getarntes Ablenkungsmanöver, um die Öffentlichkeit und die eigene Partei und Wähler über die längst neoliberale Gesinnung der ehemaligen Arbeiterpartei [davon ist NICHTS mehr übrig] zu täuschen?

Die Antwort darüber ist eigentlich egal, denn in beiden Fällen kann man nur Angst und Schrecken kriegen, von welchen Gestalten wir regiert [Merkel & Co.] oder mitregiert [SPD und Grüne] werden. Die Parteien SPD und Grüne haben ihre Oppositionsfunktion aufgegeben, zugunsten der Beteiligung an der so verlockenden Macht der Großen. Der Mächtigen und der Reichen. Die Schwachen und selbst die Mittelschicht in Deutschland hat keine Vertretung mehr außer der Links-Partei, die aber von den anderen einfach diffamiert, kriminalisiert und ausgegrenzt wird. Die Piraten sind noch nicht im Bundestag.

Die Griechenlandhilfe [130 Milliarden Euro] ist keine Griechenland-Hilfe, sondern ausschließlich eine Steuerzahler- und zukünftige Generationen finanzierte Gläubiger- und Superreichenhilfe. Sie wird am nächsten Montag wieder mit großer Mehrheit der Parteien-Clique von CSU bis Grüne im Bundestag abgesegnet werden. Die legale Korruption funktioniert inzwischen perfekt, Medien eingeschlossen. Wir sind nicht mehr weit von George Orwells 1984-Staat entfernt. Aber kaum einer merkt's. Und wer es artikuliert, wird selber ausgegrenzt und diffamiert. U.a. von „Bürgerrechtlern“ wie Herrn Gauck höchstpersönlich. Er mag weder Arbeitslose, noch Occupy-Beweger, noch Datenschützer, noch sonst irgendwelche Gestalten, die gegen die uneingeschränkte Macht der Besitzenden ist. Denn er gehört auch dazu. Sowohl materiell als auch geistig. Er ist ein 100%iger Großbürger. Und wird von den Medien stündlich als Ex-DDR-Bürgerrechtler kolportiert.

1984 ist bereits eingetroffen. Großbürger sind Bürgerrechtler im Sinne der Konservativen. Und Kleinbürger kommen auf die Streckbank. Sie heißt in Deutschland Hartz Vier.

Vom Regen in die Gaucke. Ist im internet irgendwo online zu lesen als Leserkommentar.

Vom Wulffen zum Gaucken. Gaucken ist Schwachen-Bashing. Die Verlierer in die Gülle-Grube.

Prost Mahlzeit!

Heidi Berg


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