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War Gauck Stasi-Informant?
17|03|2012



Polarisierend und umstritten: Joachim Gauck.

Was feststeht, ist, daß Gauck „IM-Kandidat“ „Larve“ war.

Es wurde ein sogenannter „IM-Vorlauf“ bei der Staatssicherheit angelegt. Die Staatssicherheit war an weiteren Kontakten und Gesprächen mit Joachim Gauck interessiert. Nach einem Gespräch des Hauptmanns Terpe mit Gauck in dessen Wohnung wurde Gauck, der bis dahin bereits Kontakte mit der Stasi hatte, zum „IM-Kandidat Larve“ heraufgestuft.

Zustande gekommen waren der Kontakt auf Initiative der Staatssicherheitsbehörde, Gauck hatte dagegen keine Einwände vorzubringen, solange die Gesprächspartner einen gewissen Rang vorzuweisen hätten. Mit niederen Mitarbeitern hatte Gauck davor schlechte Erfahrungen gemacht, so berichtete er gegenüber Hauptmann Terpe in dem Gespräch im Jahre 1988.

Feststeht auch, daß Joachim Gauck zu DDR-Zeiten besondere Privilegien genoß, wie z.B. ein besonderes Fahrzeug, um in den Westen fahren zu können [einen VW Bus !!, es wurden extra DDR-Devisen dafür bereit gestellt] und dort seinen Sohn besuchen zu können, und überhaupt die Erlaubnis, gelegentlich in den Westen reisen zu dürfen. Auch durfte sein Sohn in die DDR vorübergehend einreisen, um seinen Vater zu besuchen. Dies war unter anderem ein Zugeständnis der Staatssicherheit in dem oben genannten Gespräch 1988.

Daß er von westlichen konservativen Politikern seit der „Wende“ stets als „Bürgerrechtler“ der DDR-Zeit tituliert wird [und mit Sicherheit einer der GANZ WENIGEN Bürgerrechtler, die den CDU CSU FDP-Leuten recht war und ins Konzept passte], einer Bezeichnung, der Gauck selbst nie widersprochen hat, erscheint in diesem Kontext als zumindest erstaunlich.

Ein tatsächlicher Bürgerrechtler, wie z.B. Heiko Lietz, am 14.3.12 in der ARD-Sendung „Anne Will“, sagte hierzu: Er habe in den gesamten 80er Jahren Joachim Gauck in der Bürgerrechtsszene und bei entsprechenden Veranstaltungen „nicht wahrgenommen“. Viele weitere Bürgerrechtler wundern sich ebenfalls über dessen Zugehörigkeit zur Gruppe der löblichen „Widerstandskämpfer“, der sogenannten Bürgerrechtler.

Nun zu ein paar Einzelheiten:

„Aussprachebericht“ des Stasi-Hauptmanns Terpe über das Gespräch mit Joachim Gauck in dessen Privathaus am 28.7.1988 von 10:30 – 12:00 Uhr. Gauck, bei der Stasi zukünftig unter dem Tarnnamen „Larve“ als aussichtsreicher Kandidat für eine „IM-Tätigkeit“ als Aktenvorlauf geführt, erklärt Hauptmann Terpe zunächst, warum er bisherige Gesprächsangebote der Stasi in jüngerer Zeit nicht erwidert habe: „Bei vielen MfS-Mitarbeitern glaubt Gauck neurotische Züge zu erkennen, klärt er Terpe auf. Mit wie vielen Stasi-Leuten pflegte der Pastor Umgang, um sich ein solches Urteil bilden zu können?“ [zitiert aus einem Zeitungsbeitrag vom 28.4.2000 von Peter-Michael Diestel http://www.freitag.de/politik/0018-wiedersehen-herr-gauck].

Weiter Zitate aus dem Zeitungsartikel aus dem Jahre 2000:
„Ausführlich sprach Pastor Gauck [mit der Staatssicherheit] über den Kirchentag in Rostock - mit Billigung seiner Kirche, seines Bischofs? Hatte Gauck in Vorbereitung des Kirchentages mit der Stasi zu tun? … Pastor Gauck rühmte den Dialog zwischen Christen und Marxisten, wie er mit Vertretern des Bereiches Marxismus/Leninismus auf dem Rostocker Kirchentag stattfand, und sprach sich für dessen Weiterführung aus. Er bedauerte, dass der SED-Chefideologe Reinhold daran nicht teilgenommen hatte. ...Pastor Gauck wünschte sich für die DDR stabilisierende Veränderungen Gorbatschowscher Art. Er befürchtete, dass sich die positiven Zielsetzungen der DDR sonst nicht realisieren lassen. Gauck als DDR-Stabilisator....“.

Weiterer Gegenstand des Gesprächs zwischen Gauck und Staatssicherheits Hauptmann Terpe das Problem der „Ausreisewilligen“:
Terpe: "Gauck äußerte, dass er selbst in seiner Gemeinde dahingehend wirksam werden will, dass er die ihm dort bekannten Übersiedlungsersuchenden durch Gespräche, mehrmalige Gespräche beeinflussen will, damit sie in der DDR bleiben." Terpe dankte dafür.“

Zusammenfassung:

Wie aus zwei Zeitungsrecherchen aus dem Jahre 2000 und auch aus seiner eigenen „Gauck“-Akte hervorgeht, hatte unser designierter Bundespräsident und zehnjährige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde umfangreiche Kontakte mit der DDR-Staatssicherheit im Jahre 1988. Diese Kontakte werden von den Medien aber bis heute geleugnet oder einfach ignoriert. Als Jakob Augstein [„Der Freitag“] bei beckmann [15.3.12] dieses Thema ansprach, wurde er sofort zusammen von Gauck-Nachfolgerin Birthler und Bild-Redakteur Blume mit Worthülsen und an den Haaren herbei gezogenen Vorwürfen „über“ geredet. Man ließ ihn gar nicht mehr zu Wort kommen. Was nicht sein darf, darf nicht sein. Was im Falle Wulff wunderbar funktionierte, ein „Lauffeuer“ von relevanten Fakten und Details durch gleich mehrere Leitmedien der Bundesrepublik, scheint im Falle Gauck ebenso zu funktionieren, allerdings nichts als Lauffeuer und Information, sondern als sich gegenseitig ansteckendes verschworenes Schweigen oder gar als Niederreden berechtigter Zweifel.

Jakob Augstein sprach bei eckmann auch den Eindruck an, den Gauck zu Beginn seiner „politischen“ Laufbahn Anfang der 90er bei Journalisten unisono hinterließ: „Eitelkeit, daß es nur so kracht!“.

Bild-Blume spielte dies herunter mit der wohl mehr rhetorischen Wendung, ein Amtsinhaber [Bundespräsident] könne doch eine „operative Eitelkeit“ ganz gut gebrauchen, um seine Positionen gut gegenüber anderen durchsetzen zu können. Die ebenfalls bei beckmann geladene Ex-Biathlethin Verena Bentele [als Wahlfrau für die SPD] brachte es noch besser auf den Punkt: Es sei doch nicht schlecht, „wenn man ein bißchen auf sich selbst“ achte. Schließlich ginge es doch beim politischen Geschäft vorrangig darum, den anderen seine eigene Meinung möglichst gut „zu verkaufen“.

Gauck mag zu DDR-Zeiten die evangelische Kirche gewählt haben, um sich selbst gut in Position zu bringen, manche persönliche Vorteile zu haben und einen gewissen Freiraum für sein eigenes Leben innerhalb der DDR-Diktatur zu ermöglichen. In den 90er Jahren leistete er willfährig Hilfe für die konservativen Politiker als in der Tat wirklich sehr mächtiger Leiter eines riesigen und brisanten Aktenstapels, eines Teils zumindest der Hinterlassenschaften des damaligen Inland-Geheimdienstes [„Horch und Guck“]. Inland meint hier die eigenen Bürger.

Jetzt ist er in unserem neoliberalen Zeitalter voll angekommen. Dieses klingt zwar eigentlich schon wieder aus, bzw. führt zum Zusammenbrechen sämtlicher Strukturen unserer Gesellschaft, Demokratie und Solidarität, die nach dem Fiasko und der Katastrophe der Nazi-Herrschaft und des Zweiten Weltkrieges in der Bundesrepublik zumindest ab den 70er Jahren entstanden war. Seit der Herrschaft von Helmut Kohl wuchsen die immer enger werdenden Verflechtungen zwischen Politik und „der Wirtschaft“ [gemeint ist aber nur ein kleiner Teil der Wirtschaft, nämlich die Großkonzerne – die kleinen Selbständigen bleiben außen vor bzw. werden kaputt reguliert]. Das Ganze gipfelte zumindest vorerst in der Causa Wulff, als zum ersten Mal ein Bundespräsident wegen persönlicher Verfehlungen gehen mußte.

Demos, Kritik an den Herrschenden [dem Kapitalismus nahe Stehenden], Solidarität mit Schwachen und Armen, ganz zu schweigen von den Arbeitslosen, sind nicht gefragt in unserer „hippen“ neoliberalen neureichen Obermittelschicht. Hier haut man verbal und auch gesetzlich gern auf die Schwachen, die angeblich alle an ihrem Leid selber schuld seien.

In diese Kerbe wird nun die nächsten fünf Jahre unser von sämtlichen Regierungs- und „Oppositions“-Parteien herbei gerufene „Wende-Pastor“ hauen und den Geist des Kapitalismus schwören, getarnt unter dem viel- und nichtssagenden Begriff der „Freiheit“.

Freiheit für die Reichen. Und Verantwortung [nur] für den Rest. Das ist das altbekannte und in die Hirne der Deutschen seit 20 Jahren durch die neoliberalen Medien [inzwischen mehr oder weniger alle] eingehämmerte Rezept gegen Verlust unseres Wohlstands und gegen ein Ende der permanenten weiteren Ausbeutung der Natur und der Ressourcen. Nachhaltigkeitsbefürworter werden als Miesmacher, Querulanten, „Bedenkenträger“, „Bürokraten“, „Fortschrittsfeinde“ und so weiter beschimpft.

Keiner darf den schönen Traum des immerwährend fließenden Honigs platzen lassen. Vor allem aber den Traum, daß alle von dem Wohlstandskuchen etwas abbekämen. Das ist den meisten Wählern offenbar immer noch nicht bewußt, welcher Bär ihnen da seit Schröder und dann der Großen Koalition aufgebunden wird. „Zukunftssicher“ soll unser Sozialsystem werden. Es soll abgeschafft werden, das ist gemeint.

Gauck wird ein willfähriger, weil intellektuell vielleicht nicht wirklich hochbegabter, aber rhetorisch genug nebulöser Prediger und Einpeitscher für den Endspurt der neoliberalen Gesellschaftszerstörung sein, ohne daß er es vielleicht merkt. Es wird ihm aber auch egal sein. Einwände gegen seine Person oder auch gegen die gegenwärtige Politik der Einheitspartei Deutschlands [SPCDCSFDPU] wird Gauck jedenfalls souverän mit seiner „operativen Eitelkeit“ hinwegfegen.

Am Sonntag werden wir deshalb um eine neoliberale Führungsfigur reicher sein in unserem Land.

Und um eine Chance ärmer, das Volk wieder zu einer Einheit zu entwickeln, statt es in mehrere Teile zu spalten [treu dem Grundsatz „teile und herrsche“ = divide et impera (lat.)].

Aber die Bürger dürfen ihren Präsidenten sowieso nicht selbst wählen. Sie dürfen zuschauen und beklatschen. So wie die „Abgeordneten“ ihre Parteiführung im Chinesischen „Parteitag“, wie gerade diese Woche eindrucksvoll in Bildern übermittelt.

Und wir sind um zwei Oppositions-Parteien ärmer. Allerdings nicht erst seit der Gauck-Nominierung.

Eine trotzdem schöne Rest-Republik-Zeit
wünscht

Heidi Berg


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