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JadeWeserPort: Frühlingsgefühle
12|04|2012



Werden womöglich die Chinesen das Hafenprojekt an der Jade mit bröckelnder Kaikante ersteigern?

Den Preis für das größte Wirtschaftsdrama im Norden dürfte Wilhelmshaven inzwischen Hamburg abgelaufen haben, denn die Querelen um den JadeWeserPort gehen in die nächste Runde.

Das Medienschweigen ist ungewöhnlich, nachdem die Elbvertiefung auch im niedersächsischen Landtag beschlossen wurde

David Mc Allister sah wohl sein Ministerpräsidentenfell mit einer der kommenden Tiden wegschwimmen, d. h. er schielt mit dieser Entscheidung schon auf die kommende Landtagswahl 2013 und wollte weder die Hamburger Hafenwirtschaft, noch seinen Cuxhavener Wahlkreis verprellen.

Für Wilhelmshaven bedeutet es neben der befürchteten Umweltschäden eine Katastrophe:
Zitat: " ... „Abgesehen von den ökologischen Folgen für die Anrainer der Elbe ist es auch ökonomisch für Niedersachsen und den neuen Jade Weser Port ein Debakel“, so Sokolowski weiter. ... "
[Quelle: BÜNDNIS 90 | DIE GRÜNEN | Wahlkreis Wilhelmshaven]

Mit der Vertiefung der Elbfahrrinne ist der im Bau befindliche Containerhafen in Wilhelmshaven sein Alleinstellungsmerkmal des einzigen Tiefwasserhafens wohl los und ob der Anreiz, auf 70 Prozent der Liegegebühren auf absehbare Zeit zu verzichten, ausreicht, um die Attraktivität eines Konkurrenzhafens in der Nordrange für interessierte Reeder zu erhöhen, ist mehr als fragwürdig.

Schon heute fahren die größten Containerriesen teilentladen Richtung Hamburg und darauf zu hoffen, sie kämen wegen des tiefen Fahrwassers nach Wilhelmshaven scheint nun endgültig Utopie zu werden.

Die bröckelnde Spundwand, die explodierenden Kosten und der Geschäftsführer Axel Kluth sind nun Themen, nicht etwa ein glanzvolles und rentierliches Vorzeigeprojekt, wie es die Dauerbefürworter gerne sich und den von ihnen stigmatisierten Miesmachern z. B. auf Facebook eintrichtern möchten.

Hier einmal ein paar Zitatfetzen: " ... Die Hafenwirtschaft hat von 2000 Arbeitsplätzen gesprochen und die werden sicher auch erreicht werden. Die ersten Antiport-Postings sprachen dagegen von nur 4 !! Arbeitsplätzen. ...


... Der Bürger aber sieht die Fortschritte beim Hafen und liest die entsprechenden Stellenanzeigen. Für Fehler an den Spundwänden können weder die Kommunal- noch die Landespolitiker etwas. ...

... Ganz Wilhelmshaven und besonders die vielen Arbeitslosen freuen sich auf den JWP. Nur die kleine Minderheit des Bürgerportals versucht den Hafen seit 10 Jahren mit allen Mitteln zu verhindern, die verbal möglich sind. Und jetzt, wo er nicht mehr zu verhindern ist, wird er aktuell und rückwirkend klein geredet und dämonisiert. ...

... Sobald die ersten 1000 Arbeitsplätze auf dem Gelände amtlich erreicht sind, erwarte ich eine Entschuldigung der Hafengegner für die bisherigen langjährigen irreführenden Negativberichte. Und ab 2000 Arbeitsplätzen ist wohl eine Verbeugung bei den Hafenplanern fällig. ...

... Ironie an: Gut, das wir das linkseinseitige Anti-Hafen-Portal haben. Sonst würden wir gar nichts wissen, über die Probleme mit den Spundwänden. Ironie aus. ...

... Der Hafen ist gebaut und er wird Erfolg haben, auch und gerade für die Arbeitsplätze in WHV. ... " ... usw.

Soweit die Resentiments auf einem der "sozialen Netzwerke" aber wo bleibt eigentlich der Aufschrei der Wilhelmshavener Hafenlobby, die doch sonst möglichst lautstark und beschwörend jede Formel wählt, um dem kränkelnden Hafenprojekt in jeder Hinsicht ein positives Image zu verleihen – wo bleibt die Stimme des "Hafen-Gurus" John H. Niemann von der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung?

Inzwischen soll es immer mehr Bedenken geben, dass die Einweihung des Containerhafens wie vorgesehen am 5. August stattfinden kann:
Zitat: " ... Die ungewöhnlich hohe Anzahl an Rissen in der Spundwand gefährden den Probetermin für Betreiber Eurogate, und es gibt immer mehr Zweifel an der Einhaltung des Eröffnungtermins am 5. August. ... "
[Quelle: Nordsee-Zeitung | 10-04-2012]

Auch  der Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft Axel Kluth rückt in den Fokus:
Zitat: " ... All diese Fragezeichen, die das Projekt umgeben, umgeben auch die Frage nach der Zukunft des Geschäftsführers. Axel Kluth, so ist in Wilhelmshaven und in Bremen zu hören, scheint seinen Vertrag verlängern zu wollen. Der Geschäftsführer der Jade-Weser-Port-Realisierunggesellschaft äußert sich trotz Nachfrage nicht zu dem Thema. Keine Bestätigung, kein Dementi. Fakt ist, dass Kluth zum 1. August 2008 als Geschäftsführer der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft bestellt wurde. Das belegt ein Protokoll der Aufsichtsratssitzung vom 8. Mai 2008. Das Protokoll weist ein Gehalt von 350 000 Euro aus ...
[Quelle: Nordsee-Zeitung | 10-04-2012]

So dümpelt ein zum Milliardengrab mutiertes angebliches Containerhafenvorzeigeprojekt einer ungewissen Zukunft entgegen, aber Wilhelmshaven ist ja nicht allein, was die unkoordinierte "Versenkung" von Steuermitteln angeht.

Hamburg hat seine ausufernde Elbphilharmonie, in Fehmarn plant man einen umstrittenen Tunnel bis nach Dänemark, in Stuttgart explodieren die Kosten für einen unterirdischen Bahnhof ... alles ganz bestimmt wohlkoordinierte und rentierliche Projekte, die dann wohl oder übel von unseren Kindern und den nachfolgenden Generationen ausgelöffelt werden müssen.

Vielleicht kommen ja die Chinesen und kaufen es uns ab:
Zitat: " ... Wird der Hafen aber jemals diese Mehrkosten wieder einspielen? Nach der Pleite steigt ein Investor viel billiger ein und kommt schneller auf den Break Even. In China gibt es viel Geld, das dringend angelegt werden muss. SCHAUNMERMAL."
[Quelle: Kommentar | Nordsee-Zeitung | 10-04-2012]

Das sind doch ´mal echte Aussichten!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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