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JadeWeserPort: Märchenstunde
27|04|2012



... mal sehen, was Emanuel Schiffer [Eurogate] und Axel Kluth, derzeitiger Chef der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, in der nächsten Zeit noch alles erzählen werden.

Der Eröffnungstermin steht, sagt Herr Bode in einem "Schönwetterstatement", während der Reporter von Radio Bremen sagt, dass die Meinungen zwischen Politik und Journalisten noch nie so weit auseinander lagen, wie am 26. April 2012.

Aber ersteres waren ja auch nur die Aussagen zweier Politiker nach einer Aufsichtsratssitzung der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG in Bremen, ohne Anwesenheit von Eurogate.

Diesen politischen Schönwetterreden entgegen steht, dass noch nicht einmal die ganze Kaje untersucht wurde, die bis zum heutigen Tage schon mehr als 150 Risse zählt [aktuelle Zahl am 26.04.2012: 175].

Nun soll eine Betonwand vor die eigentliche Spundwand gesetzt werden und schon am 30. Juni 2012 fertig sein. Die im Zulauf befindlichen 4 Containerbrücken können laut Aussagen von Wirtschaftsminster Jörg Bode [Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr] und dem Bremer Staatsrat Dr. Heiner Heseler [Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien  Hansestadt Bremen] auf die Kaje gestellt werden, was Eurogate ein bischen differenzierter sieht.

Wer das glauben soll, natürlich die Steuerzahler, die am Ende, so Fachleute, auch die Zusatzzeche von mindestens 40 - 50 Millionen Euro zahlen müssen, weil die Versicherung höchstwarscheinlich nicht einspringen wird. Was man zu vermeiden versucht ist klar: weitere Hiobsbotschaften, also weiter schlechte Presse für ein Milliardenprojekt, das schon jetzt, und das sagen nicht nur die bekannten Kritiker, buchstäblich ins Wasser gefallen ist.

Der neue Oberbürgermeister Andreas Wagner machte am 26. April auch schon einmal alles klar und lies über das kommunale Heimatblatt verkünden:
Zitat: " ... Das Bauvorhaben sei – mit Ausnahme der Risse in der Spundwand – im Zeit- und Kostenplan. Das sei bei öffentlichen Bauvorhaben durchaus nicht selbstverständlich. ... "

... und fügt hinzu:

Zitat: " ... Er bemühe sich im Verbund mit dem Land darum, eine Machbarkeitsstudie für einen zweiten Containerhafen an der Jade auf den Weg zu bringen, die in ein Planfeststellungsverfahren einmünden könnte. Allein dafür würden aber 15 Millionen Euro benötigt. ... "

... weil Wilhelmshaven es ja so dicke hat ... was sind da schon 15 Millionen Euro wenn eine Verschuldung von ca 100 Millionen offiziell auf "Boomtown" zuschnellt und geschätzte 150 - 200 Millionen Euro an Verbindlichkeiten, also Schulden, in den Wilhelmshavener Gesellschaften schlummern.

Vielleicht ist es ja Amtsamnesie, die das Oberkommunaloberhaupt derzeit beschleicht, aber von Einhaltung des Zeitrahmens kann überhaupt nicht die Rede sein, wenn ein Hafen schon um 9 Monate auf Bitten des Betreibers verschoben wurde, ganz zu schweigen von den geplanten Startterminen vorher.

So ist das neue Oberkommunalorgan auch ein bischen wie die alten, denn schon in der Vergangenheit wurden alle Probleme wider jeglicher Fakten und Vernunft schöngeredet und das lokale Printorgan wie immer mittendrin.

Märchen und Superlativen lassen sich eben besser medial transportieren, als bittere Wahrheiten zu Ungunsten der Steuerzahler.

Auch die Schadenssumme wurde geringer, schrumpfte von 40 - 50 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro, um dann wieder auf 40 - 50 Millionen Euro anzusteigen – soviel zum Wahrheitsgehalt offizieller Aussagen.

In Wilhelmshaven blüht derweil die Gerüchteküche und man lacht eher über den Versuch, die rosarote Brille flächendeckend zu verteilen und damit ein Tuch des Verschweigens von Problemen über ein gescheitertes Projekt zu legen.


Es war einmal ein Lärmschutzwall, denn der im Bild befindliche wurde kurz nach seiner Fertigstellung wieder abgerissen.

Schon bei dem Versuch eine Lärmschutzwand aufzustellen scheiterte die JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG kläglich, riss die nagelneue ab, um dann wieder von vorn zu beginnen, diesmal mit dem Bau einer Betonwand.


So sieht der geplatzte Traum eines Containerdorfes aus, in dem einmal 5.000 Arbeiter wohnen sollten und das jetzt niemand mehr haben möchte, man munkelt, nicht einmal mehr Schrotthändler!

Aber auch der Wilhelmshaven Traum vom Bau eines Containerdorfes für 5.000 Bauarbeiter steht dem professionellen Taten der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG in nichts nach ... ein paar Probecontainerwohnungen stehen bis heute auf dem ehemals florierenden Campingplatz am ehemaligen Geniusstrand ... wahrscheinlich soll es ein Mahnmal werden, so unsere Interpretation.

Diese Überschrift des lokalen Heimatblattes am 26. April 2012 sagte auch einiges:
Zitat: " ... Chinesen interessierten sich für Hafen ... " ... genau Vergangenheit "interessierten" ... da hat wohl jemand etwas zu laut über eine löchrige Spundwand geplaudert!

Es ist auch lustig, das die selbsternannten politischen Leader Wilhelmshavens den Kommunismus als solches in die dunkelste Ecke verbannen, während man sich brüstet, mit Dr. Johnson Lee, einem hochrangigen Funktionär der Kommunistischen Partei, Geschäfte machen zu wollen - Geld stinkt eben nicht!

Vielleicht sollten diese Politiker [auch unsere Kommunalstrategen] Tuchfühlung mit Kalabrien aufnehmen, denn die Mafiosis haben ein ganz eigenes Rezept zur Schuldenbekämpfung: Wer sich über mein Gebiet bewegt, der bezahlt Wegegeld und zwar nicht zu knapp – das bischen Korruption!

Der Startermin steht? ... und wers glaubt, wird seelig?

Die Mär vom "irgendwann rentierlichen Produkt schlauer Hafengeister" wird uns noch lange begleiten, so wie die Hamburger der Bau der Elbphilharmonie.

Fortsetzung des Märchens an der Jade folgt - g a r a n t i e r t !


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

P.S.: ... ganz aktuell vom NDR [27|04|2012]:
Zitat: " ... Eurogate hüllt sich in Schweigen
Seit der gestrigen Entscheidung herrscht bei Eurogate eisiges Schweigen. Der künftige Betreiber des Terminals wolle sich derzeit nicht zu der Problematik äußern und berate sich mit seinen Anwälten, hieß es auf Anfrage des NDR. Eurogate hatte immer wieder kritisiert, dass die geplante Sanierung mit einer Betonwand nicht ausreiche, und hatte sich das in einem eigenen Gutachten bestätigen lassen - ein Gutachten, das von falschen Voraussetzungen ausgehe, hieß es bei der gestrigen Entscheidung für eine Betonwand. Die Gutachter hätten nicht alle maßgeblichen Informationen über die Kaje gehabt, sagte Bode, der Vorsitzender des Rege-Aufsichtsrats ist. Der alternativ diskutierte und von Eurogate favorisierte Plan, eine zweite Spundwand zu rammen, werde nicht weiter verfolgt. "Das würde die Betriebsfähigkeit des Hafens beeinträchtigen", so Bode.

Zahl der Risse in der Spundwand gestiegen
In der Zwischenzeit sei die Zahl der Risse in den stählernen Spundwandbohlen auf 175 angestiegen, hieß es Donnerstagabend. Die Ursache sei bisher nicht bekannt. Die rund 600 Meter lange Betonwand soll vor den am stärksten betroffenen Bereich gebaut werden. ... "


[Anm. d. Red.: ... na sowas!]



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