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JadeWeserPort: Die großen Schiffe von Maersk fahren weiterhin Bremerhaven an
19|09|2012



Die Maersk Kowloon am Containerterminal Bremerhaven.

Wenn tiefe Fahrwasserträume platzen.

Wilhelmshaven wirbt mit dem einzigen tiefen Fahrwasser als Anreiz für die Reeder, damit nur die weltgrößten Schiffe am Containerterminal Wilhelmshaven festmachen.

Das bringt Umsatz und klingt doch ganz logisch, denkt sich der gemeine Bürger, aber auch der gemeine Feierabendpolitiker. Glauben heisst aber nicht wissen und so kommt es, wie es kommen musste, der Hafenbetreiber und die Reeder geben den Ton an, nicht Wunschträumereien.

Maersk, der weltgrößte Reeder, wird nicht, wie immer wieder von den Protagonisten betont seine größten Schiffe an den tideunabhängigen Containerhafen an der Jade schicken, sondern weiterhin nach Bremerhaven.

In einem Artikel der Nordseezeitung heisst es:
Zitat: " ... „Wir haben keine Pläne, einen Dienst aus Bremerhaven abzuziehen“, sagt Thilo Heinrich, Vertriebschef von Maersk Deutschland. Geplant seien stattdessen so genannte „double calls“, also Anläufe beider Häfen. Die Ladung, die diese Schiffe transportieren, müssen sich die Häfen allerdings teilen. ... "

... und es kommt, wie von den Hafengegnern prophezeit noch schlimmer:
" ... Wilhelmshaven soll vor allem so genannte Transshipment-Ladung aufnehmen – also Ladung, die zwischen Überseeschiffen und kleineren Zubringerschiffen umgeladen wird. Deshalb lohne sich der Anlauf für „Emma Maersk“ und ihre Schwestern nicht, erklärt Heinrich: Diese laufen nämlich selbst drei Ostseehäfen an; die für Osteuropa und Skandinavien bestimmte Ladung muss also nicht umgeladen werden. ... "
[Quelle: nordsee zeitung | 14-09-2012]

Das könnte auch die Reaktion auf die Forderung von Eurogate sein, noch einmal über die um 75 Prozent gesenkten Hafengebühren nachzudenken, was die JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft "dankend" ablehnte.

So wenige Tage vor der Eröffnung wirft dieser Vorgang kein gutes Licht auf die nachbarschaftlichen Beziehungen zu Bremen und Bremerhaven - es wirkt ein wenig, als habe man sich in Wilhelmshaven wieder einmal verzockt.

Da ist es kein Wunder, das auch andere Zeitungen die Situation vor Ort realistischer deuten, als das lokale Heimatblatt:
" ... Auf der Kaimauer haben sich ein paar Möwen entleert, ansonsten ist der Beton noch ganz unberührt. Acht rot-blaue Containerbrücken ragen fast 130 Meter hoch in den Sommerhimmel. Sie sind die größten der Welt. Dahinter: hektarweise nichts, ein paar Sandhügel, ein wenig Asphalt, viel leere Fläche. ... "
[Quelle: ftd.de | 17-09-2012]

Dabei hatte man doch mit einer Jornalistenreise am 3. und 4. September 2012 alles rhetorisch klarschreiben lassen wollen, natürlich nur mit ausgesuchten Journalisten.

In der Einladung hiess es typisch grosspurig:
Zitat: " ... Mit der Eröffnung steht Wilhelmshaven vor neuen Herausforderungen. Der neue wirtschaftliche Motor wird unsere Entwicklung in allen Bereichen der Stadt nachhaltig prägen und neue Zukunftschancen bieten. ... "

Verändert hat der Containerhafen Wilhelmshaven schon jetzt. Entgegen der Einschätzung der Hafenvisionäre verschuldet sich das Oberzentrum an der Jade von Sekunde zu Sekunde. Man spielt wie in der Schuldenkrise auf Zeit und versucht sich in Bilanzschönung, indem man das städtische Vermögen in die Gesellschaften und Eigenbetriebe verschiebt, um die kommunale Pleite noch etwas aufzuschieben, damit der gemeine Wähler nichts merkt.

Die erwartete Schönschreibberichterstattung endete in einer hauptsächlichen Medienpartizipation an einem Artikel der Deutschen Presseagentur [dpa], also weniger, in flächendeckenden Lobeshymnen auf einen Jahrhunderthafen - wie auch, allein beim Betrachten seiner Kaje mit über 268 Schlosssprengungen, die man zuletzt gar nicht erst weiterzählte und mit Unterwasserbeton notdürftig kaschierte.

Am Freitag ist denn endlich Eröffnung, aber an der Jade träumt man trotz aller Rückschläge stur norddeutsch weiter und umzu, außer in Hamburg, Berlin, Stuttgart oder Köln weiss man immer öfter:
Ein Image lässt sich eben nicht erzwingen!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

Lesen Sie dazu auch:
14|09|2012: Maersk bleibt an der Weser
12|09|2012: Zwei Schrottschiffe überschatten JWP-Eröffnung
06|09|2012: JadeweserPort PR-GAU!

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