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Hurra, die Chinesen kommen
28|09|2012



Chinesen am Tag der offiziellen Einweihung auf dem JWP - natürlich völliger Zufall.

Gerade unsere auf-rechten Politiker, die nicht müde werden, in Sahra Wagenknecht die rote Gefahr für das schöne Heimatland zu beschwören, sinken auf die Knie, wenn Mammon winkt, mag er noch so rot sein.

Gute Geschäfte mit Diktaturen hat Tradition. Mubarak, Gaddafi, die Saudis, lupenrein, wenn´s um die Kohle geht. Geld stinkt nicht, weiß schon der Vatikan.

Die Bundestagsabgeordneten der Linkspartei werden vom rechtsblinden Verfassungsschutz überwacht und bespitzelt, wenn aber die Kommunisten aus China kommen und Geld dabei haben, werden sie mit Küßchen begrüst. Man nennt sie dann einfach Investoren und macht sie zu einer Gattung, die wie ehöht außerhalb aller Ideologien und Kulturverhältnisse segensreich schwebt, um über alle Braven das Füllhorn des Glücks auszugießen - und wer´s glaubt, wird selig. Der Investor wird zum Apostel der kapitalistischen Glaubenslehre. Hosianna!
 
Wer ein Haus baut, ist ein Investor. Er investiert für seinen Wohlstand. Die riesigen Summen, die immer genannt werden, wenn von Investitionen geredet wird, sind Umbuchungen in Sachwerte, die einen Eigentümer haben. Wenn dann das Geld nicht mehr "alleine arbeitet", entstehen eventuell Arbeitsplätze, wenn der Investor nicht die Belegschaft reduziert, die er vorfindet. Die Sättigungsbeilage bleibt beim Eigentümer, selbst wenn die Kartoffelschalen ein armes Schwein mit durchfüttern.
 
Die großen Investitionssummen sind ein Bluff, der die Leute beeindrucken soll damit sie stolz sind, daß gerade sie solcher Beträge wert sind, daß gerade bei ihnen dieser Geldregen runter geht, selbst wenn dahinter die mieseste Form von Industrie steckt. Die Leute werden veräppelt und die es besser wissen, äppeln mit. Zu den Leuten gehören leider auch viele Politprovinzler, die ihre Parteisprüche verinnerlichen und sich an der Seite der Investoren Größe gaukeln.

Dann glänzen die gut gecremten Doppelkinne vor Freude, den Beutemachern den Weg zu ebnen:

"Sehet an, ein echter Investor. Die Macht sei mit ihm."
 
"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten".
[Karl Kraus]
 
Hurra, die Chinesen kommen. Und sie haben nichts anderes im Sinn, als den Deutschen den Wohlstand zu mehren. Weil es der eigenen Bevölkerung schon so glänzend geht, sind jetzt wir mal dran. Vielleicht machen die ja hier das, wozu wir zu blöd sind, bauen riesige Containebrücken oder schmieden Heizkessel für Kraftwerke. Oder sie zeigen uns, wie man effektiv Windräder macht und Solarzellen produziert. Und was sie noch nicht können, gucken sie sich einfach ab. Weil, wir setzen es ja eh nicht um.
 
Unlängst war Frau Merkel mit großer Handelsdelegation in der Volksrepublik um wirtschaftliche Cooperationen anzuschieben, was immer das heißt. Und obwohl die gar nicht da waren, soll sie auch die Menschenrechte angesprochen haben - Smoke on the Water.
 
In einem Bericht des Auswärtigen Amtes, zu den " Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Deutschland " ist zu lesen:
"Deutschland ist mit Abstand Chinas größter Handelspartner in Europa. ...
... Zudem ist China das größte Lieferland Deutschlands. Deutschland importiert vor allem elektrotechnische Erzeugnisse, Spielwaren, Textilien, Bekleidung sowie Maschinen und Anlagen. Da deutsche Unternehmen mehr Waren aus China beziehen als dorthin geliefert werden, besteht im bilateralen Handel aus deutscher Sicht seit 1989 ein Defizit."
 
Ein Dr. Hendrik Luchtmeier, Wirtschaftsreferent der deutschen Botschaft in Peking, formulierte für die chinesischen Investitionen in Deutschland folgendes:
[Zitat]: "Vor wenigen Tagen kaufte das chinesische Unternehmen Sany die gutpositionierte deutsche Firma Putzmeister [3000 Angestellte]. Dieses Beispiel zeigt: chinesische Firmen entdecken Deutschland als Ziel für strategische Investitionen. Die Haltung der deutschen Regierung ist dabei klar: Chinesische Investitionen sind sehr willkommen. ..."
[Quelle: Wirtschaftsreferent erklärt Investitionen in Deutschland | 16-02-2012]
 
Und der deutsche Botschaftsreferent fährt fort im schönsten, neoliberalen Duktus, nach dem Motto Nathan Mayer Rothschilds: "Buy When There's Blood On The Streets", und stellt dafür eine klare Strategie vor, die auf drei Säulen, wie er möchte, fußt.

Das ist so hammerhart, daß ich es vollständig zitiere.

[Zitat]: 1. Währungsrisiken diversifizieren: Wegen der derzeitigen Schuldenkrise in manchen EU-Mitgliedsstaaten sind Firmen in der EU unserer Meinung nach derzeit unterbewertet. Daher wäre im Moment ein idealer Zeitpunkt, um einen Teil der 3,2 Billionen US-Dollar [2,4 Billionen Euro] schweren Währungsreserven in Euro anzulegen.
 
2. Technologie-Upgrades: Investitionen in Deutschland und in Europa schaffen chinesischen Unternehmen Zugang zu Knowhow und hochqualifizierten Arbeitskräften.

3. Aufbau globaler Marken: Immer mehr chinesische Produkte erreichen hohe Qualitätsstandards. Doch die meisten von ihnen haben keinen bekannten Namen und verlieren dadurch Gewinnmarge. Würden sie in Deutschland produzieren, könnten sie auf ihre Produkte "Made in Germany" schreiben und so von der Herkunftsbezeichnung profitieren.
 
Das ist so dummdreist, das kann nur aus der Röslerschen Freibeuterpartei stammen. Was allen gehört, verteilen wir schnell mal unter uns, bevor´s einer merkt. Wirtschaftsliberal nennen die ihr Enteignungskomplott. Dafür hat man sie angeheuert, Volksvermögen in Privathand zu transferieren. Dafür war Rösler ja auch schon in Griechenland, um die in Not geratenen von ihrem lästigen Eigentum zu entbinden, der ehrenwerte Makler seiner Geldgeber.
 
Und Rösler tröstet die noch skeptischen Deutschen via "Abendblatt":
"So betonte Rösler, potenzielle Investoren hätten häufig mit veralteten Vorstellungen zu kämpfen. Es sei ein überholtes Klischee, dass ein Produktionswerk in Deutschland gekauft, abgebaut und dann in China wieder errichtet werde."
 
Für wie bescheuert hält der seine Mitmenschen, wenn er mit den Bildchen seiner Fröschiwelt versucht Ängste abzubauen, die keiner hat? Nein Phillip, die bauen in unserer Wohnung nicht die Küche aus, sondern:
[Zitat] "... Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft [Ernst & Young] kann Deutschland in den kommenden Jahren mit verstärkten Investments aus China rechnen. Demnach will jedes zweite Unternehmen im Ausland investieren, 14 Prozent in Deutschland. Davon planen neun Prozent Unternehmenskäufe in Deutschland. ..."
 
Übrigens sind Ernst & Young die gigantisch profitierenden Begleiter von ÖPP-Projekten, der Privatisierung öffentlicher Einrichtungen. ... Noch Fragen?
 
Gerade erst hat der reichste Mann Chinas, Sany-Chef Liang Wengen, der in die Führungsriege der kommunistischen Diktatur aufsteigen soll, in Deutschland eine Fabrik gekauft. Die Firma Putzmeister, einen Baumaschinenhersteller und weltweit führenden Großpumpenhersteller. Betriebsrat und 3000 Mitarbeiter erfuhren es erst hinterher aus der Presse.
 
Dazu titelt die Kontext Wochenzeitung: "Putzmeister in Kommunistenhand" - und schreibt:
"Liang steht symbolisch für das heutige China: kapitalistisches Wirtschaften unter Anerkennung der führenden Macht der Partei. Die will das 1,3 Milliarden Einwohner zählende Land zu einer wirtschaftlichen Weltmacht aufbauen. Langfristige Entwicklungen im Auge, kauft China Grund und Boden für Nahrungsmittelanbau, sichert sich gezielt Rohstoffe und weiß, welche Hochtechnologien es benötigt. In puncto Maschinenbau ist Deutschland da hochinteressant für China."
 
Was passiert, wenn man sich in chinesische Abhängigkeit begibt, weil man glaubt die billigste Werkbank der Welt gefunden zu haben und nur von heute auf morgen denkt, beschreibt Jens Berger in seinem Artikel:
"Handelskrieg um Seltene Erden."

Eine kurze Zusammenfassung seiner Ausführungen.
[Zitat]: "Vor den 1960ern wurden die Metalle der Seltenen Erden fast ausschließlich aus den monazithaltigen Sanden und Erzen Brasiliens, Indiens und Südafrikas gewonnen. ... Doch 1985 änderte sich die Welt der Seltenen Erden. China startete die strategische Ausbeutung dieser Ressource und verdrängte schnell die weltweite Konkurrenz. Heute beträgt die Weltförderung rund 120.000 Tonnen, wovon 97% auf China entfallen."
 

Mit dem Provinzhafen an der Jade, versucht man nun auch die Chinesen anzulocken ... ist ja noch viel Platz!

Die Versäumnisse des Westens, der schielende Blick auf das schnelle Geld und die eingeborene, großkotzige Überheblichkeit der echten Zivilisationsträger, haben diese Entwicklung gefördert. Man hätte ja höhere Löhne zahlen müssen, was der gering geschätzten eigenen Bevölkerung zugute gekommen wäre. Und auch diese wirtschaftsboykotierenden Umweltstandards brauchten nicht eingehalten zu werden. Und so sah man tatenlos zu, wie sich China mit Kampfpreisen den Markt frei schoß und ein Monopol für Seltenen Erden errichtete.
 
"Alternativen gibt es zuhauf", schreibt Jens Berger. "So selten sind die Seltenen Erden gar nicht. China verfügt zwar über ein Fördermonopol, aber über lediglich rund 36% der weltweit nachgewiesenen und förderbaren Reserven".

Aber:
"Das Land der Mitte ist vielmehr erpicht darauf, nicht Rohstoffe, sondern High-Tech-Produkte zu exportieren. Die Welt steht – so hört man – an der Schwelle zum Greentech-Zeitalter. Gerade in der Umwelttechnik spielen die Seltenen Erden aber eine gewichtige Rolle – sie stecken in den Elektromotoren der Windräder, den Motoren und Akkus der Hybridfahrzeuge, in Solarzellen und auch in modernen Katalysatoren und Energiesparlampen. Ohne den Zugang zu Seltenen Erden können diese Komponenten nur in China gefertigt werden, und es ist mehr als fraglich, ob China es zulassen wird, dass diese Zukunftstechnologien überhaupt von westlichen Unternehmen gefertigt werden dürfen."
 
Dazu muß man die Entwicklungen vor Ort studieren und kopieren um zu wissen, was man wo und wann zu konkurrenzlosen Preisen liefern kann. Übernommene Techniken weiter zu entwickeln und zu verbessern, war seit jeher eine asiatische Domäne.
 
"Merkels Traum vom Greentech-Giganten Deutschland, so sie den denn noch verfolgt, wäre dann vorerst ausgeträumt", meint Jens Berger.
 
Müßte man diese Überlegungen nicht einbeziehen, wenn man sich so unbändig freut, daß die Chinesen hier in der Windenergie und der Solartechnik Fuß fassen?
 
Der doofe Jubel:
"Oh, ein Investor kommt", den das boomtownsche Heimatblatt so gern verbreitet und in den die örtlichen Politverweser geltungssüchtig einstimmen, hat etwas von den degenerierten Enkeln, die das Erbe ihrer Väter verjubeln und deren einzige Anstrengung darin bestand, [Extra3] "den Geburtskanal heil zu überstehen".

 
Es ist nicht nur euer Land, das ihr verwüstet und verscherbelt.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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