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Brainstorm
27|11|2012



Die PR rund um den angeblichen Jahrhunderthafen ist mannigfaltig.

Kleine Ursache, große Wirkung. Kann eine Information, ein kleiner flatterhafter Gedanke, in einem Hirn gewaltige Sturmschäden auslösen?

Die Frage muß bejaht werden, denn das Ergebnis liegt vor.

Das vormals sachlich kritische Rundfunkmedium Radio Jade ist nach dem Weggang von Michael Diers dem allgemeinen, örtlich euphorischen Blenderblabla zum Opfer gefallen. Alle [Noch]Bestandteile des Senders werden fest eingebunden. Eine gute Sülze ist schnittfest und bröckelt nicht.

Und so vermeldet Radio Jade die unglaubliche Sensation:
"Wihelmshaven: Erster Export-Container verläßt JWP"
... und berichtet, daß ein allererster Container, voll mit Schokolade, den vorweihnachtlichen Containergroßhafen Jade-Weser-Port in Richtung Taiwan verlassen will. Verantwortlich für diesen großartigen Auftakt zu weltweitem Export via Boomtown ist der bekannte Seehafenterminalalleininhaber Horst Bartels. Auf Radio Jade klingt das so:
"Verantwortlich für die Verschiffung ist die Seehafenlogistik des Nordfrost Seehafen-Terminals."

Und Radio Jade fährt initialzündelnd fort:

"Nordfrost Geschäftsführer Horst Bartels hofft durch den Exportstart auf eine Initialzündung für den Umschlag im Hafen."

Ausgehend von der wissenschaftlich komplexen Fragestellung:
"Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?", könnte man vermuten, daß der Bartelschen Prognostik ein ebensolcher, brainstormiger Zusammenhang zugrunde liegt.

Es geht um den bekannten Schmetterlingseffekt, einem Effekt, dem man zutraut, durch geringfügig veränderte Anfangsbedingungen im langfristigen Verlauf völlig andere Entwicklungen einzuleiten. Man glaubt, daß in komplexen, nichtlinearen dynamischen Systemen eine große Empfindlichkeit auf kleine Abweichungen in den Anfangsbedingungen besteht. Danach könnte ein einzelner Schokocontainer einen Exportsturm entfachen, der um den ganzen Planeten wirbelt.

An einem einfachen Rechenbeispiel soll nachstehend auch für den arglosen Radiohörer eine Möglichkeit geboten werden, boomtownsche Exporthypothesen mathematisch zu begleiten

Verwiesen sei hier auf die sogenannte "Logistische Gleichung" [siehe Wikipedia], die für unsere Darstellung einer dynamischen Handelsentwicklung, eben dem Exportknaller, textlich etwas angepaßt wurde.

Um bei der Berechnung der "Handelsentwicklung" im Folgejahr die Prozesse zu berücksichtigen, multipliziert man
die aktuelle Entwicklung sowohl mit dem Vermehrungsfaktor als auch mit dem "Bremsfaktor" .

Man erhält damit die logistische Gleichung
.

Um die folgenden mathematischen Untersuchungen zu vereinfachen, wird die "Handelsgröße" oft als Bruchteil der Maximalgröße angegeben:


Außerdem werden , und zusammengefasst zum Parameter :


Damit ergibt sich die folgende Schreibweise für die logistische Gleichung:


Hierbei ist die Kapazität des "Logistikzentrums". Das heißt, es ist die Entwicklung, die bei geeigneter Wahl von dem Fixpunkt der Dynamik entspricht.

Siehstewohl, so einfach geht´s.

Damit ist auch der laienhafte Medienkonsument spielerisch in der Lage, die beeindruckenden Zahlen einer Entwicklung von den Anfängen her selber prognostizieren zu können. Er ist auf das einfache Für-wahr-halten eventuell angeberisch sinnloser Verlautbarungen nicht mehr angewiesen, er kann sich solche Prognosen selber erstellen. Egal, was Radio Jade so in die Runde funkt.

Der mündige Bürger erhält damit eine gedankliche Gehhilfe, die ihn sicherer über Stock und Stein springen läßt, seiner glanzvollen Zukunft entgegen.

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

Links:
26|11|2012: Erste Fracht erreicht JWP über Landweg
26|11|2012: Erster Container mit Ulmer-Schokolade vom JWP verschifft

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Kommentare

Hajo Kruda |  Wilhelmshaven
Ich wollte es ja nie einfach so glauben - verstanden hatte ich es allerdings schon gar nicht, damals - aber so angewendet macht die Mathematik am Ende doch Spaß! Mit der angebotenen Gehhilfe will ich dranbleiben, danke Wilhelm Schönborn.




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