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Zu Besuch in der Realität
25|07|2012



Bei der Zuteilung von Barem auf Pump beginnt für viele eine ganz besondere Art von natürlicher Selektion.

Ich stand vor einem der stählernen Bankbeamten in der Kassenhalle eines Geldinstitutes und lauschte auf das Klickern im Inneren des seelenlosen Kundendienstlers, der mir so das Drucken meiner Kontoauszüge anzeigte.

Ich musste mich notgedrungen einmal wieder näher mit den roten Zahlen auf den Papierchen befassen. Meine Kontrollauszüge lasse ich stets von dem schweigsamen und ausdruckslosen Gegenüber ausfertigen – der schaut mich nicht so arrogant tadelnd von oben herab, oder so bedauernd mitleidig lächelnd von unten herauf an, wenn es wieder einmal schön rot auf den Fähnchen leuchtet.

JUrplötzlich riss mich der belustigte Ton einer rasiermesserscharfen Stimme aus meinen sinnigen Betrachtungen. Es war ein Ton, den zu hören ich liebe, wie wenn jemand versucht, mir eine Kette aus Stacheldraht um den Hals zu legen.

Er kam von schräg vor mir.

„Hallooooooooo … wo sind wir denn hier“ fragte großäugig und spitzohrig UND ziemlich laut amüsiert ein Bankmensch am Nachbarschalter einen Kunden, der klein und wie zerbrochen in Begleitung einer schwangeren jungen Frau, vor ihm an der, vom Modedesigner Bugozzoni, nach dem neuesten Trend für Geldinstitutseinrichtungen gestalteten Barriere stand. Ein gediegenes, blank poliertes und in das Exotenholz eingelassene Messingschild [oder war es aus Gold?] wies die Besucher dezent darauf hin.

Wo wir uns befanden, das wussten alle in der feudalen Halle des Geldinstitutes Anwesenden – die Kunden wie die Mitarbeiter.

Worum es zwischen den beiden Personen, oder besser den Dreien, dort am Tresen ging – DAS erfuhren alle die, die sich in Hörweite der Szene befanden, auch unverzüglich. Ob sie es nun wollten oder nicht. Daten- und Persönlichkeitsschutz schien dieser taillierte Krawattenschniegel in Diensten der Bank für etwas zu halten, das nur Kunden ab einer bestimmten Guthabenhöhe zustehen würde.

Die  junge Frau an der Seite des Mannes war seine Tochter – das erfuhr auch jeder von dem „freundlichen“ Kundenberater, auch ungeachtet dessen, ob er es wissen wollte oder nicht.

Es ging um etwas für die meisten der Umstehenden sicherlich ganz banales, für Vater und Tochter aber sichtbar wichtiges Anliegen.

Die Tochter war wegen eines Kleinkredites in die Bank gekommen, um die, für die zu erwartende Mutterschaft notwendigen, Anschaffungen tätigen zu können. Sie bat verzweifelt um eine äußerst bescheidene Summe, um die Anforderungen bewältigen zu können. 

Dass man andere Menschen bitten sollte, wenn man von ihnen etwas erwartet oder erhofft, dass hatten die Eltern der schüchternen jungen Frau ihr schon Zuhause, und die Lehrer ihr bestimmt schon in der Schule beigebracht – dass man Bankmenschen erst flehentlich und mit Überbordschmeißen der eigenen Würde auf Knien um etwas bitten muß, bevor man vielleicht bei ihnen Gehör findet, da war das Leben gerade dabei, es sie zu lehren.

Gehör hatte sie denn ja gefunden – das bankige Schlitzohr stand ja vor ihr – aber auch postwendend von eben diesem eine kalte Abfuhr kassiert.

Sie hatte schon einen Minimalkredit in der Tilgung, der aber in den letzten Zügen lag.

Ein Auto, einen gebrauchten Kleinwagen hatte sie sich vor 2 Jahren zulegen müssen, um nach längerer Arbeitslosigkeit eine Arbeitsstelle im 20 Kilometer entfernten Nachbarort antreten zu können. DAS war der casus cnactus – die ihr durch den zusätzlichen Kredit drohende Überschuldung, wie ihr vorgehalten wurde.

Der Vater in ihrem Rücken bot der Bank seine Bürgschaft an, die sein Gegenüber, der ‚dipl. Betriebswirt’, wie es auf dem Brustschildchen zu lesen stand, mit dem lapidaren Hinweis, dass er, der Vater ja selber Schulden habe, und außerdem der Bank keine ausreichenden Sicherheiten bieten könne, unbehandelt ad acta legte.

Irgendwie hatten die Beiden da schräg vor mir schlechte Karten – und irgendwo hatte der Bankmensch ja nicht so ganz Unrecht mit dem, WAS er von sich gab, in punkto Soll und Haben oder Schuld und Bürgschaft – nur WIE und mit welchen Begleitworten er es sagte, dafür allein hätte ich ihn lebenslang aus dem Verkehr gezogen.
 
Verschuldet – UND zugleich für andere Bürge sein, DAS geht nicht … das habe ich zumindest geglaubt, bis mich die Realität lehrte, dass dieser Grundsatz in unserem Lande nur für arme Schlucker gilt, nicht aber für die Oberschicht und für den Staat selber. Wobei der „Staat“ immer so etwas Anonymes ist, in dessen Namen sich JEDE Schurkerei ungestraft vollbringen läßt. An Beispielen in neuerer und mittelalter Geschichte mangelt es ja beileibe nicht. Da braucht man ja gar nicht bis nach Pilatus zurückschauen.

Die Verfehlungen von Koch, Kohl, Kiep, Lambsdorf, Schäuble und anderer Größen im Zuge so mancher Spenden- und Schmiergeldaffäre hat die Gesamtheit des Volkes immer wegstecken und verkraften können – nur DAS, was da jetzt im Zuge der europäischen Bankensanierung  mit Zustimmung der Volksvertreter abgeht, DAS ist nicht mehr nur einfach wegzustecken – DAS kann auch nicht mehr verkraftet werden, nicht von der gegenwärtigen und nicht von den nachfolgenden Generationen der deutschen Bevölkerung.

Unsere Kinder, Enkel und Urenkel werden verkaufte Generationen sein – von ihnen verhökerte, verschacherte, verratene Generationen sein, meine Damen und Herren „Volksvertreter“.

Wenn das Verschludern deutschen Vermögens nicht gestoppt, nicht verhindert wird, dann werden die Parlamentarier der Jetztzeit in den Geschichtsbüchern von Morgen als des Volkes Verräter benannt werden. Und jetzt frage ich öffentlich, wie kann und wie darf jemand – ganz gleich ob Person, Institution oder Körperschaft – der schon mit  zu mindestens 80% seines [fiktiven] Vermögens verschuldet ist solche immens hohen Bürgschaften zugunsten teils hochkrimineller Institutionen eingehen?
 
Es kann keiner – es DARF keiner tun – wer es in unserem Lande macht, ganz gleich ob als Privatperson oder als Klein- bzw. Mittelstandsunternehmer, der landet unweigerlich wegen Betruges, wegen eines Verbrechens, vor dem Kadi und wird entsprechend bestraft werden.

Zu recht, sollte man sagen – nur warum gilt dieses Recht nicht für diejenigen, die ein solches Recht, eine solche Ordnung, in unserem Staate etabliert haben – für die Regierenden und die Volksvertreter in den Parlamenten?

Meine Damen und Herren Abgeordnete, meine Damen und Herren Regierende – kommen sie zur Besinnung, bevor man sie künftig Volksverräter nennen wird und nennen darf.

Ewald Eden

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