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Knickt Uni Düsseldorf vor Schavan-Lobby ein?
24|01|2013



Mit der Verlustigung von Anette Schavan wittern CDU Antagonisten schon Stoff für den Machtverlust der Angela Merkel.

Was unsere Politiker sich leisten, um an der Macht zu bleiben, stinkt inzwischen zum Himmel.

In diesem Falle zum nordrhein-westfälischen: Noch vor ein paar Tagen tickerten die Nachrichtenagenturen: „Die Universität Düsseldorf hat nach einem Zeitungsbericht den Plagiatsvorwurf gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan abgeschwächt. Den Vorwurf, Schavan habe in ihrer Doktorarbeit absichtlich getäuscht, erhebe die zuständige Promotionskommission nicht mehr, berichtet die «Süddeutsche Zeitung»...
[Quelle: Süddeutsche Zeitung | 18-01-2013]

Die Unileitung sprach nur noch von „bedingtem Vorsatz“, also sie hätte „billigend in Kauf genommen [beim Übernehmen der Zitate ohne Nennung der geistigen Urheber, Anm. des Verf.] mit ihrer Zitierweise gegen gängige Regeln wissenschaftlichen Arbeitens zu verstoßen.“ … .

Korinthenkackerei um einen klaren Sachverhalt herum, nur um eine Politikerin zu schützen?

Nun gab der von allen Mächtigen vor und hinter den Kulissen unter Druck gesetzte Fakultätsrat bekannt: Mit 14 Ja-Stimmen und einer Enthaltung eröffnet die Universität ein Plagiatsverfahren gegen Schavan:
Universität eröffnet Plagiatsverfahren gegen Schavan

Aber: Der Dekan der philosophischen Fakultät legt Wert auf den Zusatz: Das Verfahren sei ergebnisoffen. Also, es könne auch eine positive Entscheidung für Frau Schavan dabei heraus kommen, ist damit gemeint. Welches Spiel wird hier weiter gespielt?

Was war passiert?

Bundesbildungsministerin „Prof. Dr.“ Annette Schavan hatte parallel zu ihrer politischen Karriere in den Anfangsjahren [5 Jahre JU-Vorsitzende in Neuss] zur Briefkopfverschönerung ein pädagogisches Studium an der Uni Düsseldorf betrieben, welches sie nicht mit dem dafür vorgesehenen Magister-Abschluß beendete, sondern aufgrund einer Sondergenehmigung [Beziehungen machen offenbar auch so etwas möglich] gleich direkt mit einem Doktor [wofür andere Studenten bzw. Magister mindestens ein Jahr Vollzeit benötigen]. Wirtschaftliche Arbeitsweise kann man so etwas nennen. Der Professoren-Titel wurde ihr übrigens [viel später] nur ehrenhalber verliehen,  auch diesen hat sie sich nicht selbst erarbeitet. Orientiert an ihrer zukünftigen Führungsposition einer eigentlich prinzipientreuen und „wertkonservativen“ Partei [CDU], hat Annette Schavan diese Adelstitel des Wissenschaftsstandorts Deutschland sich von anderen erarbeiten lassen. Die Frau kann delegieren, das steht außer Zweifel.

Mit ihrem eigenen Gewissen scheint sie etwas laxer umzugehen. Ihre Doktor- und zugleich Studiumabschlußarbeit trägt den hochtrabenden Titel „Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit u. Erfordernissen heutiger Gewissensbildung“ [1980]. Frau Professorin ehrenhalber erklärte, „nach bestem Wissen und Gewissen“ gearbeitet zu haben, ja sie behauptet sogar, "sehr genau gearbeitet" zu haben.

Die für jedermann einsehbare anonyme Untersuchung ihrer Arbeit im internet kommt zu einem anderen Ergebnis:
Auf mindestens 94 von 325 Seiten hat Frau Doktor plagiiert, d.h. Sie hat Gedanken und Formulierungen, also Forschungsergebnisse ANDERER Wissenschaftler in ihrer eigenen Arbeit wiedergegeben, OHNE auf die Fremdverfasser hinzuweisen, so daß automatisch der Eindruck entstehen muß, daß es IHRE EIGENEN GEDANKEN UND FORSCHUNGSERGEBNISSE seien. Ihre Verteidigung im Mai 2012, „Man könne nie ganz ausschließen, dass ähnliche Gedanken oder Formulierungen auch in anderen Werken stünden“, kann man angesichts der ihr im internet nachgewiesenen Kopierereien schon als unverschämt bezeichnen. Diese Frau hat scheint's überhaupt kein Gewissen!

Der Sinn und Zweck einer ganzen Doktorarbeit besteht aber nun gerade darin, daß diese die Fähigkeit des wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens des Verfassers nachweisen soll. Frau Schavan hat aber in ihrer „Arbeit“ nur das zusammen getragen, was andere bereits heraus gefunden und formuliert haben. Und hat dies kaschiert [Betrug]. Ihre Arbeit geht hinsichtlich der Qualität über das eines normalen Schüler-Referats in der Oberstufe nicht hinaus.

Durch Tragen des „Doktortitels“ möchte sie aber die Aura dieses Titels für sich nutzen, insbesondere für ihre politische Karriere [da ist sie nicht die einzige]. Als Herr Guttenberg des Plagiierens überführt wurde, „schämte“ sie sich sogar öffentlichkeitswirksam für diesen angesichts ihrer eigenen „Doktor-Leistung“. Daß dieses Fremdschämen in Wirklichkeit ein Eigenschämen hätte sein sollen, wissen wir erst jetzt nach Lektüre IHRER „Arbeit“. Von Eigenschämen bei ihr aber bis heute keine Spur. Die Geilheit der Macht übertüncht bei ihr offenbar jegliche weiteren Gefühle von Anstand und Eigenkontrolle.

Wir wissen jedenfalls jetzt:

Wenn Schüler zukünftig beim Abschreiben bei ihrem Tischnachbarn erwischt werden, können sie sich ganz gelassen auf unserer aller Bundesbildungsministerin direkt berufen und jetzt auch noch auf die Uni Düsseldorf und sagen:

Ja, ja, abgeschrieben habe ich schon. Aber ich hatte keine bewußte Täuschungsabsicht!

Oder man könnte es auch umdrehen:
Mitglieder unserer Bundesregierung leiden unter partiellen Bewußtseinsstörungen. Partiell im Sinne von eingeschränkt auf eigene Fehlleistungen.


Die „Abmilderung“ des Urteils über Frau Annette von und zu Kopierhausen vor ein paar Tagen nahm die Leitung der Universität Düsseldorf übrigens nicht nur „zufällig“ ein paar Tage vor der gestrigen geheimen Klausurentscheidung vor, sondern auch zeitnah zu dem Druck durch – private - Spitzenorganisationen wissenschaftlicher Verbände [durch Gelder des Ressorts von der zu beurteilenden Dame gefördert] vor, nämlich nachdem die „Allianz der Wissenschaftsorganisationen zu Grundsätzen der wissenschaftlichen Qualitätssicherung, Susanne Schilden, Pressestelle Hochschulrektorenkonferenz [HRK] von der Universitätsleitung bei der Behandlung der Causa Schavan forderte: „verfahrensrechtliche Korrektheit [der Uni], … Mehraugen-Prinzip, die Trennung von Begutachten, Bewerten und Entscheiden sowie eine angemessene Berücksichtigung des Entstehungskontextes voraus, dessen inhaltliche Bewertung nur auf der Basis einschlägiger fachwissenschaftlicher Expertise vorgenommen werden kann.“ Der „Allianz“ gehören neben der Hochschulrektorenkonferenz [HRK] alle namhaften Forschungsgesellschaften an [finanzieller Fördertopf Bundesministerium für Bildung und Forschung, Leitung: Annette Schavan].

Sie hätten es auch einfacher formulieren können:
Wenn Ihr die Schavan nicht freisprecht [mich], gibt’s Ärger für Euch [Uni], indem WIR EUCH einfach mal vorwerfen, IHR würdet nicht wissenschaftlich und rechtlich korrekt arbeiten. Wer ist denn hier noch oben, und wer unten? Ein privater Wissenschaftsverband von CDU Gnaden kanzelt eine deutsche Universität ab, damit an einer ihrer Getreuen nichts kleben bleibt trotz nachgewiesenen Betrugs.

Es ist die pure Arroganz der Macht [der Mächtigen].

Der Wert „Wissenschaft“ [Verfassungsrang Art. 5 GG] ist der CDU keinen Pfifferling mehr wert. Aber schmücken mit deren Lametta möchten sie sich Alle! Weil's in der Bevölkerung ja so gut ankommt [und man dieser dadurch Kompetenz vormachen kann] und Wählerstimmen bringt. In Dienste der Machterlangung und -erhaltung ist eben heute alles erlaubt. Sogar Tolldreistigkeit, Frechheit und Wahrheitsverbiegung.

Frau Merkel ist ja verdächtig ruhig dabei. Sie hat ihre schützend Hand noch nicht in den Ring geworfen à la „ich habe ja schließlich keine Bildungsministerin [mit Bildung] eingestellt, sondern nur eine nette Annette!“. So in etwa könnte das klingen in Abwandlung der bekannten Guttenberg-Verteidigung.

Wie gut jedenfalls, daß Annette gegen andere sehr streng ist, nur gegen sich selbst nicht. Aber Lance Armstrong hat auch lange gebraucht, bis er zugeben konnte, daß er gepfuscht hat im Wettbewerb mit anderen. Also, Annette, Du kannst Dich ja schon mal bei Oprah Winfrey vorsorglich anmelden, oder bei ihrem Pendant Günter Jauch zu bester deutscher Sendezeit!

Eine schöneWoche
wünscht
Prof. Prof. Prof. Dr. Dr. Dr. gh*. Heidi Berg

Anmerkung:
*g.h. = gaudihalber [auf lateinisch ic. = iocus causae]                   

Beispiel aus der "Doktorarbeit":
Fundstellen aus der Plagiatsdokumentation:
Hier kann man deutlich wahrnehmen, wie der Original-Text umformuliert wurde, um es als eigenen Text erscheinen zu lassen, aber auf wie billig primitive Art! Wer ein Original so umformuliert, muß eine Täuschungsabsicht haben, oder er hat das ganze mit der Doktor-Arbeit und dem wissenschaftlichen Arbeiten überhaupt noch nicht verstanden [und verwechselt es eben mit einem Schüler-Referat, wo selbständiges Denken noch nicht gefordert wird].

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