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Bild: GRUPPO|635 | hufenbach Nichts ist so umstritten, wie die Aufstellung vergangener Heroen in Metallform auf formschönen Sockeln bei Sonnnenschein. In Wilhelmshaven gibt es ganz bestimmt wichtigere Probleme zu lösen, als ein ehemaliges Bismarck-Denkmal zu reaktivieren ... [... zum Video]

   

Der arme Franz
28|03|2013



Man wird das Gefühl nicht los, dass die katholische Kirche vor einem Scherbenhaufen steht und nur sehr wiederwillig bereit ist, diesen zu entrümpeln.

"Ich möchte eine arme Kirche und eine Kirche für die Armen", sagt der neue Papst und nennt sich Franziskus. Und er betont, daß die Kirche nicht politisch sei, sondern im Kern spirituell. ...

Was ist denn nicht spirituell? Wenn die gesamte Schöpfung aus dem Göttlich Geistigen hervorgeht und damit auch der schöpferische Geist im Menschen, ist jeder Autoreifen oder Dosenöffner im Kern spirituell.

Das Vermögen der Kirche unter die Armen zu verteilen wird er im Leben nicht schaffen. Und, daß die Kirche nicht politisch sein soll, ist ein Witz. Ein eigener Staat, eigene Soldaten, ein weltweites Bankennetz, Radio Vatikan und ständige Konsultationen mit Staatsvertretern, ob sie nun Kriegstreiber sind, wie Bush Jr. oder andere, ist politisch, auch wenn man es "Audienz" nennt.

Politik und Kirche als getrennt darzustellen, ist nur der Versuch die zwei Seiten einer Münze als verschiedene Währung zu verkaufen. Und, daß der neue Papst seine alten Schuhe aufträgt ist ein schönes Symbol, aber auch Banker tragen Jeans, wenn sie ihr schlichtes Menschsein darstellen.

Und weil die Kirche scheinbar nicht politisch sein will, bleibt auch der Nachschub an Armen gesichert. Die Chancen stehen gut. Die Armut galoppiert durch Europa, da kann der Menschenfischer schon jetzt mit dem Schleppnetz arbeiten. Die Geldvermehrer und ihre Politiker werden dem römischen Franz und seiner Kirche ganze Heerscharen zutreiben. Einer Kirche für die Armen. - Petri Heil. Natürlich kein Wort gegen die Armut, deshalb nennt er sich ja Franziskus.

Die Vermögensverteilungsorgie, die den Menschen als Krise verkauft wird, zu der sie angeblich beigetragen haben, schafft erst das Betätigungsfeld Armut, dem sich die römische Kirche zuwenden will.

Diese Arbeitsteilung von Politik und Kirche bringt Reinhard Mey in seinem Lied "Sei wachsam" singend auf den Punkt:
"Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: - Halt Du sie dumm, ich halt sie arm."

Franziskus von Assisi war wirklich arm, nannte die Armut seine Gebieterin. Darum war er für den Klerus keine Konkurrenz und für den Adel keine Gefahr. Klerus und Adel hatten damit ein keusches Feigenblatt, das ihr "Christentum" in Prunk und Protz und Prassen kaschierte, aber auch Franziskus vor den Häschern der Inquisition bewahrte - der Papst hatte seinen Orden anerkannt.

War Franziskus Anarchist? Dafür spricht seine Ablehnung des Adels, des Militarismus und des Klerikalismus. Wer war dieser Franz, der jetzt als päpstlicher Namensgeber herhalten muß?

Warum auch immer der Vater seinen Sohn Giovanni [deutsch: Johannes] "Französchen" nannte, es wurde sein Name bis heute, Franziskus. Mit dem Geld des Vaters führte der junge Franz ein ausschweifendes Leben, finanzierte die Feste mit seinen Altersgenossen und war so der Mittelpunkt der Partyszene von Assisi. Nach einem Kriegseinsatz gegen die Nachbarstadt geriet er in Gefangenschaft und saß über ein Jahr in Kerkerhaft, bis ihn sein Vater mit einem Lösegeld freikaufte. Völlig verändert begann Franz das Vermögen seines Vaters an die Armen zu verteilen, bis dieser ihn verklagte und Franz sich darauf von ihm lossagte und nur noch den Vater im Himmel anerkannte. Er stellte sich nackt auf den Domplatz, ernannte die Armut zu seiner Gebieterin, zog einen Sack an und wohnte in eine Felsennische.

Bei vielen braven Bürgern Assisis galt er als Freak, die ihn mit Dreck bewarfen, wenn sie ihn sahen. Er aber predigte, war ein begabter Redner und hatte großen Zulauf.

Sein radikaler Mut und die überzeugenden Inhalte seiner Rede brachten ihm schnell Anhänger, die ihm nachfolgten. Seine ersten Brüder waren hoch gebildete Menschen, wohlhabend und aus gesellschaftlich gesicherten Positionen, die besitzlos, von Almosen lebend, wandernd Christi Wort verbreiteten.

Franziskus Auftritte glichen Happenings, zu denen er sprang und tanzte und Geschehnisse zur Darstellung brachte. Vielleicht wie Ian Anderson von Jethro Tull. Franziskus nennt sich und seine Brüder "SchaustellerGottes", die das wahre Christentum wie Gaukler auf den Straßen und Jahrmärkten verkörpern sollen. Die Bruderschaft wird zur Massenbewegung.

Es war auch die Zeit, da Wolfram von Eschenbach an den Höfen seinen Parzival vortrug. Auch Parzival ist zunächst ein Sünder, der im Handlungsverlauf zur Läuterung gelangt. Der ein Ritter werden will, aber bezeichnenderweise darauf besteht, weiterhin unter der Rüstung sein Narrenkleid zu tragen.

Richard Wagner findet dafür Worte, die auch für Franziskus gelten können:
"Man könnte sagen, dass da, wo die Religion künstlich wird, der Kunst es vorbehalten sei, den Kern der Religion zu retten ... "

Auch Frauen folgten dem Beispiel Franziskus. Klara von Assisi, aus dem Adel stammend, widmete sich ebenso der Nachfolge Christi in radikaler Armut. Franziskus schnitt ihr die Haare ab und kleidete sie in ein ärmliches Gewand. Die Ordensregel der Klara wendet sich ab von der sonst üblichen Hierarchie und betont die Eigeständigkeit jeder einzelnen Ordensschwester. Beide wurden schon kurz nach ihrem Tode heilig gesprochen. Heute gehören Klarissen und Franziskaner zu den größten Orden der katholischen Kirche.

Das Testament des Franziskus verpflichtet die Brüder zu Armut und Besitzlosigkeit und verbietet den Aufstieg in den höheren Klerus. Die, die nach seinem Tode daran festhalten wollten, wurden verketzert und mit dem Scheiterhaufen geläutert, wie auch alle anderen Gemeinschaften, die ein eigenständiges Christentum leben wollten. Wie zum Beispiel die Katharer, von denen die Bezeichnung Ketzer für alle Abweichler von römischen Interessen abgeleitet wurde. Der Franziskaner Orden wurde nun klerikal, die Armut relativiert.

Ob dem heiligen Franz sein Aufstieg an die klerikale Spitze der römischen Kirche recht wäre, auch wenn nur als Pseudonym, ist sehr zweifelhaft. Die heilige Klara, weil von ihr Visionen berichtet wurden, wurde 1958 von Papst Pius IX zur Schutzheiligen des Fernsehens und Fernmeldewesens erklärt. ...

Und noch eine Frage drängt sich auf:
Warum wird ein Südamerikaner Papst? Müssen dort nach Chavez die "unchristlichen" Entwicklungen zurückgedreht werden?

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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