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Bild: GRUPPO635.com_hufenbachWilhelms-havens OB Wagner tritt nicht wieder an Beim Neujahrs-empfang schloss Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner eine zweite Amtszeit aus. Zu den Vorwürfen um seinen Urlaub sagte er hingegen wenig ... [... zum Video]
GRUPPO|635 | hufenbachWichtigkeit: Landesbühne Nord - Sehr geehrter Herr Minister, wir schreiben Ihnen deshalb, weil das hervorragend arbeitende Theater mit seinen hochmotivierten Schauspielerinnen und Schauspielern einen bedeutsamen weichen Standortfaktor insbesondere ... [... mehr]
Bild: GRUPPO|635 | hufenbach Nichts ist so umstritten, wie die Aufstellung vergangener Heroen in Metallform auf formschönen Sockeln bei Sonnnenschein. In Wilhelmshaven gibt es ganz bestimmt wichtigere Probleme zu lösen, als ein ehemaliges Bismarck-Denkmal zu reaktivieren ... [... zum Video]

   

Ein Radziwill für alle
10|10|2013



Noch hinter dem Gerüst versteckt, aber schon fertig, ein stark vergrößertes Motiv von Radziwill.

Der Unterschied zwischen Kultur und Kultur.

Kultur muss aus sich selbst entstehen und nicht von oben herab verordnet werden.

Wir dachten schon, bei "Step-Plus" wäre nun eine Erkenntnis für einen eigenen kulturellen Startschuss entstanden, sozusagen das kulturelle Leuchtturmprojekt im Oberzentrum vom Nordwesten Deutschlands.

Aber, die Stadt hat lediglich die "Kreativwirtschaft" entdeckt, als Dellenfüller für gescheiterte industrielle Leuchtturmprojekte.

Was wir nicht haben, das wisssen die Wilhelmshavener nur zu gut, nämlich selbst erwirtschaftetes Geld aus einer nachhaltigen Wirtschaft. Ganz klar, dass da wenig Spielraum für Kultur bleibt, weil, kein Geld.

In Wilhelmshaven definiert sich Kultur als nochmal "erfundene" Retorte. Dann wird noch ein Placebo druntergemischt und fertig ist ein neuer lauwarm aufbereiteter Konsumbrei, der alle begeistern soll. Diese ausgetretenen Pfade werden dann fleissig vom Lokalen Heimatblatt publiziert und fertig ist das Wunder, das Boomtown ganz weit nach vorne katapultieren wird - wers glaubt?!

Die neue Leiterin der Kunsthalle, damals noch unter Eberhard Menzel, hatte zumindest interessante Pläne und einige erinnern sich vielleicht noch an ihre Neujahrsansprache, wo auch die Südstadt Potential hatte. Inzwischen ist aber auch in der Wilhelmshavener Kunsthalle monetäre Ernüchterung eingekehrt, so jedenfalls unser Eindruck.

Das durch "Step Plus" erkannte Potential der Kulturwirtschaft, wie die Kreativwirtschaft allgemeinverständlicher ausgedrückt wird, resultiert wohl eher aus einer Pressemitteilung der Landesregierung vom 7. Oktober 2013. Man möchte "Kulturschaffenden vor Ort mehr Spielraum geben", heißt es dort, natürlich auch, damit eine Grundlage für Förderungen und damit auch Fördermittel geschaffen werden kann.

Dafür wird erstmal eine Studie angefertigt:
Zitat: " ... Um genauere Kenntnisse zu einer noch zielgerichteteren Förderung der „Breitenkultur" und des ehrenamtlichen Engagements vor Ort abzuleiten, erarbeitet die Universität Hildesheim derzeit eine Studie für das Land. ... "
[Quelle: Pressemitteilung der Landesregierung | 07-10-2013]

Dass immer wieder Radziwill quer über den Jadebusen importiert wird, um überhaupt einen Hauch von Kultur "atmen" zu können, liegt wohl an der Phantasielosigkeit der Politprominenz, die ihr Geld lieber in Leuchtturmprojekten wie dem JadeWeserport begräbt oder in Milliardenprojekte globaler Konzerne steckt, wie das als hocheffizient gepriesene Kohlekraftwerk auf dem Rüstersieler Groden, also, eine etwas größer dimensionierten Dampfmaschine.

Das viele erwirtschaftete Kohlekraftwerksgeld, was dann der Mischkonzern GDF-Suez in irgendwelche Steueroasen verbringt, fehlt dann auch den Kulturschaffenden vor Ort, bis auf eine offizielle jährliche 50.000 Euro Spende für eine PR-Aktion. Zum Wohle der Stadt? - wohl eher zur Selbsbeweihräucherung mit publiziertem Wohltätigkeitscharme.

Ein paar Anzeigen bekommt dann noch das Lokale Heimatbatt und übrig bleibt so gut wie gar nichts für die eigentlichen Kulturschaffenden, die aus sich heraus Kunst leben, damit wir sie erleben können.


Die alte Kuranlage, die abgerissen werden soll, wurde durch die Kulturschaffenden regelrecht wiederbelebt.

In Dangast gibt es Kreativwirtschaft aus sich selbst heraus schon länger und was sie bewirken kann, zeigt die BI-Dangast oder der Kunstraum, eine Gruppe unterschiedlichster Menschen, die auch im Rahmen eines Protestes zusammenfanden.

Da werden Skulpturen geschweisst, man zeigt Gesicht, Bücher geschrieben, illustriert, gemalt, musiziert, informelle Kunst eines Syrer gezeigt, oder man demonstriert gegen den Abriss der Kuranlage und somit auch gegen die Selbstverwirklichung größenwahnsinniger Kommunalpolitiker, die es nicht nur in Wilhelmshaven zu geben scheint. Dort will man ein "Kulturwelterbe-Portal" mitten ins Watt bauen, mit genau dem Kulturverwalter [Johann Taddigs], der schon in Bensersiel genau dieselbe Idee höchstwahrscheinlich als siebtes Weltwunder präsentierte. Wie so oft war das Vorhaben eine "Blase" und modert jetzt weitgehend ungenutzt in der Sturmflutzone vor sich hin.

Entgegen alle Unkenrufen entsteht aus solch einer Künstlerformation auch ´mal ein Positionspapier, dass aber, trotz bekundetem Willen für mehr Bürgerbeteiligung irgendwie so gar nicht bei den Protagonisten des Naturwelerbe-Portals ankommt - seltsam oder politisches Tagesgeschäft voll am Bürger vorbei?

Auch in Dangast wird sich dieses Bauwerk nicht versichern lassen und so ist höchstwahrscheinlich nur eines sicher: eine teure Unterhaltung, falls der Investor wegen fehlender Einnahmen um Unterstützung bettelt oder eine Abschreibe-Immobilie im Naturwelterbe Wattenmeer als Mahnmal hinterläßt.

Warum sich die Politprominenz immer auf die gleiche Weise und mit dem Griff in die Mottenkiste präsentiert, ist bei dem vielbeschworenen Potential des Oberzentrums Wilhelmshaven komplett unverständlich. Gesichtskontrolle scheint in Boomtown auch wichtiger zu sein, als gelebte Demokratie, denn da wird schon ´mal selektiv vom offiziellen Stadtfest ausgegrenzt und zwar vereint!

Warum sich in dieser Stadt keine Subkultur [Anm. d. Red.: ... bitte nicht im negativen Sinn interpretieren!] entfaltet erklärt sich von selbst und liegt wie so oft an den wenigen, die Kultur für sich definieren, obwohl zur Kunst auch der Streit gehört, wie das Wasser hier an der Nordseeküste zum Deich oder das Salz zur Suppe. Wir erleben hier in Wilhelmshaven eine moderierte "Dauerharmonie", bei der jeder "echte" Künstler" irgendwann "abko..en" würde, weil man vor lauter Jubeltiraden über Retortenkunst gar nicht dazu käme Kunst aus sich heraus zu produzieren. Es ist gerade deswegen bemerkenswert, dass es einige trotzdem tun!

Jetzt hängt dort an der Hauswand ein stark vergrößerter Radziwill, den man quer über den Jadebusen auch live erleben könnte, entweder im Kurhaus Dangast oder im Radziwill Haus, was einem echten Erlebnis entsprechen würde. Das ihn ein Künstler an die Wilhelmshavener Hauswand gemalt hat, macht die Sache irgendwie nicht besser, denn das hätte auch ein gut ausgebildeter Theatermaler "mit links" gekonnt.

Wilhelmshaven fehlt es an einer eigenen Identität, die schon aus sich heraus entstehen müßte, dann gäbe es auch so etwas wie eine Kulturvielfalt. Beides fehlt - schade eigentlich! Statt dessen sollen wir dem "Opulenten Frühstück", diversen "Maritimen Gipfeln", militärische Traditionen, Fregatten Aus- und Einlaufmanövern, oder "Logistiktagen" huldigen, um unsere eigene Identität in einen wohlproportionierten "Mainstream" downzugraden, um gar nicht erst auf den Gedanken zu kommen, sich zu empören.

Wenn ein Radziwill für alle dem Anspruch einer eigenen Identität genügt und das auch noch Kunst sein soll: Nein danke!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven


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