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DUH Plastikfreie Stadt
   

Die Untersichgucker
15|01|2014



Wer braucht schon physische Begegnungen, es gibt doch mobile Fernsprechgeräte.

Begegnungen einer besonderen Art

Weihnachten ist vorbei – mit enormer Steigerung des Kaufkraftpotenzials für Geräte, die lobesam der virtuellen Welt die Türen öffnen. Mit diesen Geräten weihnachtlich liebevoll ausgestattet, füllt ein weiterer Schub der Gläubigen an die kommerzialisierten Gesetze moderner Kommunikation den bereits verdichteten Pool seiner Mitglieder mit unverkennbarem Zeichen: dem Untersichgucken.

Diese seltsame Subspezies hat eine enorm weite Verbreitung in Bahnen, Bussen, Wartehallen, Cafés, Restaurants, Straßen, Krankenhäusern, Kirchen, Kinos, Schulen, Hörsälen und auf Familienfeiern. Ob stehend, sitzend, liegend, gehend - immer sind sie schon von weitem durch ihre absonderliche Körperhaltung erkennbar. Als mir das zum ersten Mal auffiel – vor einer ganzen Weile – dachte ich: schämen die sich? Sind sie introvertiert, anderweitig gestört? Oder welche Gründe mögen sie sonst hindern, an der realen Umwelt teilzuhaben?

Genaueres Hinsehen ergibt: alle Vertreter dieser Spezies halten in wesentlicher Übereinstimmung stets flache Dinger in der Hand, unterschiedlich in Form, Farbe und Größe, die bei der Berührung der Oberfläche offensichtlich Botschaften vermitteln. Nicht nur: diese Kästchen scheinen ihre Träger zu beherrschen, ja, ihnen geradezu zu verbieten, auf die reale Umwelt zu blicken. Eine mächtige Gottheit scheint die Untersichkucker gegen alle Impulse aus der realen Umwelt, gegen Freude, Begeisterung, Emotionen abzuschirmen. Irgendwie wirken sie veramt. Fähigkeiten, von denen ich bisher immer dachte, dass sie zur Kommunikation gehören, wie Blickkontakte, Mimik, Hin- oder Abwenden, Sprache, Laute, scheinen nicht mehr relevant zu sein. Offenbar bewirkt diese Form moderner Kommunikation die Verarmung individueller Körpersprache und die Gleichschaltung ihrer Zuchtobjekte mit dem Ziel, sie gefügig zu machen, nur noch das als wahr anzusehen, was an Informationen aus den Kästchen zu ihnen kommt.

Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ erscheint mir da schon ganz schön nahe.

Dr. Gisela Gerdes

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