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Profit statt Patientenwohl +++
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Bild: screen.arteLängst übernehmen große Konzerne wie Rhön, Helios, Sana und Asklepios flächendeckend ehemals kommunale oder kirchliche Kliniken und verändern damit die Krankenversorgung grundlegend. Zunehmend werden auch Arztpraxen aufgekauft ... [... zum Video]
GRUPPO|635 | hufenbachKranken-haus-Deal stinkt zum Himmel - Fusions-Fake in Wilhelmshaven auf Kosten der Steuerzahlerinnen: Was ist das eigentlich, so ´ne Fusion? ... irgendwie auch ´ne interessante Angelegenheit, in diesem Fall der Zusammenschlussversuch zweier Krankenhäuser ... [... mehr]
Bild: GRUPPO|635 | hufenbach Nichts ist so umstritten, wie die Aufstellung vergangener Heroen in Metallform auf formschönen Sockeln bei Sonnnenschein. In Wilhelmshaven gibt es ganz bestimmt wichtigere Probleme zu lösen, als ein ehemaliges Bismarck-Denkmal zu reaktivieren ... [... zum Video]

   

Oberzentrumsarroganz trifft Realität
14|12|2015



Nichts geringeres, als die Zukunft des Klinikum Wilhelmshaven, setzt Wilhelmshavens Politprominenz gerade aufs Spiel.

Nun ist amtlich, dass der geplante Krankenhausbau für Wilhelmshaven eine Nummer zu groß ist.

Vorauseilender Gehorsam war das Motto von Volksvertretern, die den neoliberalen Strategien eines Oberbürgermeisters folgen, obwohl dessen Weg inzwischen diverse wirtschaftliche Rohrkrepierer pflastern.

Schon aus der Vergangenheit ließ sich ablesen, dass der großindustrielle Wahnsinn in Wilhelmshaven für die Jadestadt auch zukünftig keine signifikanten Früchte tragen wird.

Trotz dieses Wissens und vor allen Dingen, weil im Rat kaum jemand sitzt, der überhaupt mit Krankenhausfachwissen glänzen kann, steht der Plan, zwei Krankenhäuser unter einem Dach zu vereinigen und alles wird gut, weiterhin auf tönernen Füßen. Mit dem bisherigen Abstimmungsverhalten, haben sich die zustimmenden Kommunalpolitiker sehenden Auges selbst die Falle zur Zwangsprivatisierung gestellt. Sie verschulden die Stadt bis zur Handlungsunfähigkeit und Kunst, Kultur und Soziales bleiben zwangsläufig auf der Strecke.

Viele Bürger Wilhelmshavens und die Opposition im Rat der Stadt aus Grünen, der BASU und der FDP sind inzwischen zu Recht wütend.

Auch die Ausweitung der Ermittlungen der Oldenburger Staatsanwaltschaft im Rahmen eines Schuldenerlasses von 11 Millionen Euro für einen privaten Verein mit privat haftenden Mitgliedern, im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang des ehemaligen Reinhard-Nieter-Krankenhauses und dem ehemaligen St. Willehad Hospitals, sind ein Zeichen für Ungereimtheiten, die man auch von der zustimmenden Politiprominenz hätte in Augenschein nehmen müssen.

Auffällig ist, dass das Lokale Heimatblatt die Ermittlungsausweitung bis heute nicht einmal ansatzweise erwähnt.

In dem Artikel aus der Nordwestzeitung heisst es dazu:
Zitat: "... In dem Ermittlungsverfahren geht es um den Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit der Übernahme des katholischen St.-Willehad-Hospitals durch das städtische Reinhard-Nieter-Krankenhaus. Konkret wird die Frage untersucht, ob prominenten Wilhelmshavener Bürgern Kreditrückzahlungen in Höhe von etwa sieben Millionen Euro erlassen wurden. ..."
[Quelle: nwzonline.de | 05-12-2015]

Das passt zum "output" einer lokalen Berichterstattung, die unangehnehme Dinge gern verschweigt oder die Realität verzerrt, bis nichts mehr geht und erst dann reagiert, wenn massenweise Abonnenten kündigen.


Frank Germeroth lässt sich bei eventuellen Verhandlungen über die Zukunft der Medizinlandschaft garantiert keinen Nasenring verpassen.

Den Kontakt zur nahegelegenen und bestens aufgestellten Klinik "Nordwestkrankenhaus Sanderbusch" brach man von Wilhelmshavener Seite schon früh ab und einen gemeinsamen Geschäftsführer mit dem Namen Frank Germeroth, der Krankenhaus wirklich aus dem Effeff kann, wollte man sich in Wilhelmshaven gar nicht erst vorstellen, weil, Wilhelmshaven ist ja Oberzentrum!

Den Brief der Ärzteschaft, d. h. die sachdienlichen Hinweise aus der eigenen Belegschaft im ehemaligen Reinhard-Nieter-Krankenhaus ignorierten die Verantwortlichen genau so, wie die kritischen Stimmen im Rat der Stadt. In der CDU wurde sogar selektiert, d. h. die zu kritische Ursula Biester mußte den Aufsichtsrat verlassen und verließ wenig später auch die Partei.

Dabei hatte man sich doch auf die Fahnen geschrieben, das, was in der Vergangenheit in der Brost Ära schief lief, völlig transparent wieder in geordnete Bahnen lenken zu wollen. Bis heute konnten in dem Verfahren gegen die ehemaligen Verantwortlichen die juristischen Schritte nicht abgeschlossen werden, unter anderem auch wegen eklatanter Verfahrensfehler.

Millionen Steuermittel für die Tonne?

Allein mit der letzten Tranche von 5 Millionen Euro, für die Analyse, ob das neue Krankenhaus, so wie vorgestellt, überhaupt gebaut werden kann, hat man sich den Weg verschlossen, die Kunsthalle am derzeitigen Standort erhalten und die Museumsschiffe am Bontekai wiederherstellen zu können oder die Zukunft der Schullandschaft nicht auf den St. Nimmerleinstag verschieben zu müssen.

Durch den eingeschlagenen Weg wird Wilhelmshaven vorsätzlich ohne Zukunftsgarantie weiter in die Verschuldung getrieben. Man opfert Wilhelmshaven inzwischen auf dem Altar der Eitelkeiten, alles für ein Krankenhaus?

Jetzt muss Wilhelmshavens Politprominenz in Sanderbusch selbstverschuldet zu Kreuze kriechen, denn der Landkeis Friesland hat sich durch den Kauf des St. Joseph Hospitals in Varel fachlich gesehen bravurös aufgestellt. Die zukünftige Holding aus Nordwestkrankenhaus Sanderbusch und St. Joseph Hospital hebt sich inhaltlich und strukturell deutlich vom ehemaligen Reinhard-Nieter-Krankenhaus ab und ist dadurch zukunftsfähiger, als der jadestädtische Alleingangsversuch ohne schlüssiges Gesamtkonzept.

Ignoranz auf höchstem Niveau

In Wilhelmshaven übt man sich derweil in Schnellschusskonzepten, plant trotz nicht vorhandener Fallzahlen ein Peritanalzentrum Level 2, obwohl die Geburtenzahlen rückläufig sind. Das schon vorhandene und längst etablierte Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. stößt man vor den Kopf, indem ein zweites ohne echte Bedarfsanalyse vorbei am schon bestehenden im ehemaligen Reinhard-Nieter-Krankenhaus zu etablieren versucht. Nach Konzept oder echter Zusammenarbeit sieht das eher nicht aus, sondern nach kopfloser Panik oder wie bei "unserer Politprominenz": "Wünsch dir was".

Mit beiden Schritten erhofft man sich dann Wachstum – ja nee, is klar – das ist wie bei der Sparkasse Wilhelmshaven, wo man verspricht, mit weniger Personal und Filialen mehr Service darstellen zu können.

Kommt jetzt die Privatisierungsdebatte?

Wilhelmshavens Politprominenz wird alles tun, um vor der Wahl keine Diskussion anzustimmen, die das kommunale Krankenhaus irgendwie mit privaten Krankenhausträgern in Zusammenhang bringen könnte. Nach der nächsten Kommunalwahl, am 11. September 2016, ist noch Zeit genug.

Allein bis Ende 2016 wird die Stadtkasse durch den Betrauungsakt für ein fiktives Neubaukrankenhausprojekt um etwa 40 Millionen Euro erleichtert worden sein, Geld, das Wilhelmshaven nie wieder sieht.

Es wird Zeit, die Reißleine zu ziehen

Wenn die Politik nicht reagiert, werden die sogenannten "Freiwilligen Leistungen" wohl auf ein nie gekanntes Minimum zurückgefahren. Das dürfte bei den Wählern unter Zuhilfenahme weiterer Steuererhöhungen, besonders gut ankommen.

Lage zunehmend dramatischer

Private Krankenhausträger werden erst dann in Erscheinung treten, wenn gewährleistet ist, dass am Standort Wilhelmshaven Subventionen fließen. Aber auch dann ist nicht gewährleistet, ob ein neues Krankenhaus in der Größe überhaupt benötigt wird, weil die vorausgesagten Statistiken in Sachen Demografie so gedeutet werden, dass die Bevölkerung Wilhelmshavens abnehmen wird. Das wiederum bedeutet, dass man Sanderbusch und Varel langfristig Patienten wegnehmen müsste, um überhaupt noch ansatzweise überleben zu können. Wie soll das gehen, so ganz ohne realistisches Konzept, ohne die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Ärzten oder dem Nachbarn, und wenn sich schon heute viele Wilhelmshavener dem ehemaligen Reinhard-Nieter-Krankenhaus verweigern?

In Zukunft wird zur Erlangung von Zuschüssen für Krankenhäuser auch Qualität zum Maßstab und es ist fraglich, ob Wilhelmshaven in der Liga überhaupt mithalten kann. Bis jetzt setzt man in Wilhelmshaven lediglich auf das Anwachsen der Fallpauschalen, wählt als Konzept Konkurrenzverschärfung und das Prinzip Hoffen und Bangen? Es ist absehbar, dass das nicht reicht.

So wie das Klinikum Wilhelmshaven heute aufgestellt ist, bedeutet das Verdrängung und nicht etwa ein Miteinander.

Nicht nur die Arroganz gegenüber dem Nordwestkrankenhaus zeugt davon, sondern auch die panische Etablierung eines weiteren Tumorzentrums, oder wie es die Nordwestzeitung so schön formuliert:
Zitat: "Neues Tumorzentrum als Familiensache ...
... Dr. Tanja Trarbach wurde als neue Leiterin benannt. Sie ist die Lebensgefährtin von Klinik-Geschäftsführer Reinhold Keil. Das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch bedauert den Wilhelmshavener Alleingang. ..."
[Quelle: "nwzonline.de | 27-08-2015]

Der oberste Wirtschaftsförderer Andreas Wagner schmort nun seit der Veröffentlichung der Realität im Lokalen Heimatblatt vom Samstag zusammen mit der Politprominenz, die sich für einen Krankenhausneubau entschieden hat, in der eigenen Falle, in die man sie sich sehenden Auges manövriert hat.

Frank Germeroth sitzt nun in der Krankenhauslandschaft rund um Wilhelmshaven bestens aufgestellt am längeren Hebel. Er hat Wilhelmshaven immer wieder Gesprächsbereitschaft signalisiert und das Oberzentrum hat mit seiner Arroganz fleißig abgewunken und echte Chancen trotz des Wissens um die hochdefizitäre Klinik ausgeschlagen.

Langjährig gepflegten Tradition

Missmanagement und Misserfolg haben sich unter der Ägide der Vertuschung jahrzehntelang in Wilhelmshaven etablieren können, alles angeblich zum Wohle der Bürger. Aktionismus, Panik und das Geschäft mit der Angst haben das Oberzentrum inzwischen fest im Griff.

Man übt sich weiterhin in dilettantischer Selbstinzenierung:
Zitat: "... Meilenstein: Klinikum Wilhelmshaven unterzeichnet Kooperationsvertrag mit Berliner Charité. Umfassende Versorgung von Krebspatienten wird weiter ausgebaut ..."
[Quelle: Newsletter 33/2015 | Klinikum Wilhelmshaven | 11-12-2015]

... mal ganz ehrlich, wen, der sich mit Krankenhäusern bestens auskennt oder wen vom schon bestens etablierten und vernetzten Tumorzentrum Nordwest-Niedersachsen e.V. soll diese Augenwischerei noch beeindrucken?

Fazit:

Die Politprominenz hat sich verrannt und lässt sich förmlich am Nasenring hängend in der Arena der Eitelkeiten vom Oberbürgermeister Andreas Wagner vorführen. Die Volksvertreter, die diesem Krankenhaushirngespinnst zugestimmt haben, wollen ihren Irrtum nicht öffentlich revidieren, weil das einem Gesichtsverlust mit Folgen für die kommende Kommmunalwahl gleichkäme oder: Politiker können einfach nicht irren.

Das Verhalten der Wilhelmshavener "Volksvertreter" erinnert stark an einen Roman von George Orwell:
Zitat: "Farm der Tiere (Originaltitel: Animal Farm) ist ein Roman von George Orwell, erschienen im Jahr 1945. Inhalt ist die Erhebung der Tiere einer englischen Farm gegen die Herrschaft ihres menschlichen Besitzers, der sie vernachlässigt und ausbeutet. Nach anfänglichen Erfolgen und beginnendem Wohlstand übernehmen die Schweine immer mehr die Führung und errichten schließlich eine Gewaltherrschaft, die schlimmer ist als diejenige, welche die Tiere abschütteln wollten. ..."
[Quelle: wikipedia.org | Farm der Tiere]

Viele von denjenigen, die bei der letzten Kommunalwahl antraten, um grundlegende Veränderungen für die Kommune in Gang zu setzen, verkehren ihre eigenen Ziele nun schlicht ins Gegenteil und machen es noch schlimmer.

Für die Zukunft gilt:

Wer das politische Personal zukünftig nochmal wählt, das den neoliberalen Ausbilanzierungsvorstellungen Andreas Wagners und seiner "Getreuen" fast bedingungslos folgt, hat es auch verdient.

Wilhelmshaven muss sich grundlegend verändern. Das Oberzentrum könnte sich durch eine echte Zäsur selbst reinigen. Nur Mut liebe Wähler!

Ahoi - Empört Euch!


Wolf-Dietrich Hufenbach
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