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Banter See-Konzept kommt die Stadt teuer zu stehen
04|06|2015



Der Banter See gilt bei vielen Wilhelmshavenern als der letzte Rückzugsort. Aber auch diesen will sich die Politprominenz einverleiben und vermarkten.

Im Umweltaussuchuss wurde endlich deutlich, was sich die Stadt mit dem politischen Plan wirklich aufgebürdet hat, der schon im Ansatz absurd erschien.

Inzwischen hat man festgestellt, dass allein die Kosten für die Sanierung der Flächen, die man bebauen oder umgestalten möchte, Millionenbeträge erreichen, die die Stadt nicht hat. Die Dekontaminierung von Grund und Boden, der nicht dem Bund gehört, muss die Stadt selbst tragen. Es gibt zwar einen landeseigenen Fördertopf, aber diese Mittel sind begrenzt. Die Sanierung rund um die Badelandschaft "Klein-Wangerooge", die noch etwa einen Monat dauern soll, kostet insgesamt etwas über 1 Mio Euro [genau: 1.002.000 Euro]. Davon sind 551.000,- Euro Fördermittel, den Rest trägt die Stadt Wilhelmshaven.

Ein weiterer Antrag für die Gesamtsanierung eines weiteren Tanks ist schon gestellt, aber ob man einen ähnlichen Fördermittelanteil bekommt, ist nicht sicher. Sollte es keinen Zuschuss geben, müsste die Stadt 1,128 Millionen Euro selbst aufbringen.

Zusätzlich versucht man in Wilhelmshaven noch europäische Fördermittel zu beantragen. Welchen Erfolg das haben könnte, lässt sich auch hier nicht abschätzen.

Bei der derzeitigen Haushaltslage dürfte es also schwierig werden, das "Primat der Politik" durchzusetzen, das die neue Bürgermeisterin Ursula Glaser großspurig im Lokalen Heimatblatt abdrucken lies.

So betrachtet ist nach der SPD nun auch die CDU in der Zone der Ratlosigkeit angekommen, denn Wahlversprechen sind nun nur noch sehr begrenzt oder mit einer Starrsinnigkeit durchzusetzen, die an die Unerschütterlichkeit von kleinen Kindern erinnert, die zwar etwas haben wollen, aber einfach nicht erkennen wollen, das die Realität eine ganz andere ist.

Der Banter-See-Park ist als Immobilienangebot im Wohnungsbereich gestorben, weil es sich die Stadt einfach nicht leisten kann, die Flächen, von Altlasten zu befreien. Diese "Bodenschätze" potentiellen Käufern jetzt noch zu verschweigen und damit "unterzujubeln", hätte sicherlich ein teures juristisches Nachspiel zur Folge.

Oberzentrum am Scheideweg

Gleichzeitig zur Untersuchung der Flächen ist ein ökologisches Gutachten in Arbeit, das sich dem Banter See selbst widmet. Der politische Wunsch ist es, den sogenannten Grodendamm zu öffnen. Dann könnten nicht nur Lastenschiffe sondern auch Luxusjachten den Banter See befahren – soweit die Träume der Politprominenz.


Die Wassersportvereine am Banter See machen gerade die leidvolle Erfahrung nach Strich und Faden um die Fichte geführt zu werden.

Vorsorglich hat man seitens Politik und Verwaltung schon ´mal die Pachtverträge der Wassersportvereine in solche Höhen geschraubt, so dass ein politisches Ziel in Reichweite käme, diese auf nur einer Fläche zusammenzulegen, weil sie sich ihre jetzigen Grundstücke aus der Eigenfinanzierung heraus nicht mehr leisten könnten.

Auch im Großen Hafen sollen die Liegegebühren nahe des Grodendamms kräftig angehoben worden sein. So würde auch hier kaum Widerstand zu erwarten sein, sollte doch ´mal Geld da sein, um allein eine Klappbrücke für 16 Millionen Euro zu bauen, damit die Eigentumswohnungsbesitzer oder Strandgänger nicht den Umweg über das dann entstehende Nadelöhr, die Kaiser-Wilhelm-Brücke, wählen müssten.

Rohrkrepierer Dauerhöhenflug

Schon beim Ansatz, den Banter See mit einem Bauplan "umzukrempeln" zu wollen, sahen einige FreiteitgärtnerInnen, ausgeschiedene LokalpolitikerInnen und BürgerInnen einen erheblichen Realitätsverlust bei der amtierenden Politprominenz.

Ein Streit zweier nicht kompatibler Freizeitgärtner soll Auslöser für die jetzigen Pläne der Verwaltung gewesen sein, so dass die gar nicht anders konnte, als z. B. die Brandschutzverordnung oder zu groß gebaute Lauben zu überprüfen.

Die berechtigte und teilweise hitzige öffentliche Reaktion ist nur umso verständlicher, wenn man die jetzigen Umstände zusammenfasst. Man wollte und will seitens Politik und Verwaltung die Gunst der Stunde ausnutzen, um Fakten zu schaffen, die den Ausführenden jetzt allein wegen der Kosten über den Kopf wachsen.

Oberbürgermeister Andreas Wagner ist ja schon bekannt für seine schön konstruierten neoliberalen Großtaten, die sich, wie z. B. "JetPortCity" schon im Vorfeld von selbst erledigen. Auch die Jade Werke zählen zu den fulminanten Niederlagen, die der amtierende Verwaltungschef und oberste Wirtschaftsförderer versuchte, über das Lokale Heimatblatt in die Köpfe der Bevölkerung zu transferieren.

Das Konto wirtschaftlicher Fehlschläge in Wilhelmshaven ist seit der letzten Kommunalwahl prall gefüllt. Es scheint, als solle es noch üppiger anschwellen, legt man die letzte politische Großmannstat zugrunde, die Berufsfeuerwehr in der sogenannten aber umstrittenen "Bunten Wache" an der Inhauser Landstraße unterzubringen. Ein Neubau wäre, nimmt man das Gutachten der der Wilhelmshavener Verwaltung zu Hilfe, gar nicht notwendig.

Es scheint, als wäre die Ausgabewut der Politprominenz deshalb nicht zu bremsen, die etwas über ein Jahr vor den nächsten Kommunalwahlen schon heftig in den Wahlkampf eingestiegen ist, weil man dann die Wahlversprechen nicht mehr einhalten kann, mit denen man in Wilhelmshaven Stimmvieh für CDU und SPD generiert.

Höchstwahrscheinlich inszeniert sich dann die jetzige Mehrheitsgruppe aus CDU und SPD über das Lokale Heimatblatt und schiebt den "Schwarzen Peter" dann in Richtung Landesregierung, wenn etwas wegen offensichtlichem Geldmangel nicht genehmigt wird.

Autosuggestion hilft über Realität hinweg

Vielleicht sollte diese Art von Politprominenz ´mal kräftig darüber nachdenken, das ein Oberzentrum, das 2035 nur noch 63.000 Einwohner haben könnte, nicht mehr die Wirtschaftskraft darstellt, die man sich in seinen Träumen nur allzu gerne suggeriert. Unterm Strich deutet sich an, das die alten Rezepte vom ewigen Wachstum ein Auslaufmodell sind.

Das verkaufte Chemieunternehmen INEOS soll z. Zt. keine Gewerbesteuer zahlen, was z. B. den Einbruch in dieser wichtigen Haushaltssparte mit erklären würde.

Dieses Wissen müsste jeden Wilhelmshavener Kommunalpolitiker signalisieren, dass sich Wilhelmshaven verändern muss, wenn nicht gar neu erfinden, allerdings nicht nur in schön dargestellten Imagebroschüren, sondern mit dem Blick für die Realität.

Man kann nicht immer betteln, das Wilhelmsahven geholfen werden soll, weil es der Stadt so schlecht geht, wie z. B. am 3. Juni 2015:
Zitat: " ... Bund und Land sollen Behörden nach Wilhelmshaven verlagern ...
... Das Bemühen um mehr Verteilungsgerechtigkeit entspreche dem Grundgesetz-Gebot von gleichwertigen Lebensverhältnissen im Land. Gottschalk verweist auf entsprechende Dezentralisierungs-Vorstöße in Bayern und Sachsen-Anhalt, aber auch in Niedersachsen gebe es schon gute Beispiele dafür. „Die deutliche Bevölkerungsabnahme außerhalb der Metropolen verlangt den Erhalt leistungsfähiger Zentren in der Fläche“, so Gottschalk. ... "
[Quelle: Lokales Heimatblatt | 03-05-2015 | Seite 7]

Leider hat Herr Gottschalk die Wirklichkeit auch noch nicht so recht in sein Wissen eingemeindet, denn die Städte wachsen kräftig und es werden zukünftig immer mehr Menschen dort leben.

Dr. Gottschalk sieht mit der Ausrichtung der Stadt in Richtung Marine eine "Monostruktur, die die Chancen der Stadt für eine erfolgreiche Eigenentwicklung beeinträchtigt habe".

Monostruktur, da war doch was?

Ist es nicht das Lokale Heimatblatt, das in den letzten Jahrzehnten die Großindustrie wie Weihwasser angepriesen hat, auch noch und erst recht nach der Monostrukturpleite "Olympia-Schreibmaschinen"? Wilhelmshaven krankt an den immer gleichen "Scheinexperten", die immer wieder die gleichen Lieder des Neoliberalismus abspielen. Gottschalk sollte auch noch ´mal im Bestseller "Dreckiger Sumpf" blättern. Dort finden sich derart viele Ansatzpunkte für den Ruin Wilhelmshavens, die so ziemlich bei jedem eine satte Magenverstimmung hervorrufen würden. 

Wer weiss denn wirklich, was sich in Jahrzehnten wirklich abspielen wird?!

Sein Vorschlag gehört zu den Mythen, die Lobbyisten nur allzu gerne unters Volk streuen, wie z. B. den Black Out, wenn man keine Kohlekraftwerke mehr baut, den Fachkräftemangel, die Faulheit von Hartz IV Empfängern oder den unkoordinierten Containerhafenausbau und vieles mehr.

Auch ihm, der im Lokalen Heimatblatt als Raumordnungsexperte tituliert wird, wäre zu empfehlen, sich ´mal die Filme anzuschauen, die auf Arte unter dem Titel "Städte der Zukunft" liefen. 2014 wurden in der dreiteiligen Reihe "städtische Utopien der Vergangenheit, die Verstädterung, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Städten, die Vernetzung urbaner Zentren, Umweltaspekte und Transportsysteme thematisiert".

Wenn man sich diese Filmreihe komplett ansieht, bekommt man erst einen Eindruck, was aus Wilhelmshaven wirklich werden könnte, wenn es seine Potentiale richtig erkennen dürfte und wirklich nutzen würde. Eins sei schon ´mal vorweggenommen, Containerhäfen gehören nicht dazu – ein Klimakonzept, das in die Tat umgesetzt wird, schon eher!

Ungewissheit darf nicht sein und deshalb liefert das Lokale Heimatblatt immer dann einen Alchimisten, wenn Desinformation hilft, das Fussvolk bei Laune zu halten – damals einen CO2 Experten Appel, zwischendurch die Wirtschaftsfachkraft Bauermeister und jetzt den Raumordnungsexperten Gottschalk – für jeden Gläubigen etwas!

Banter See: Teilakt eines gesamtstädtischen Lustspiels auf Kosten der BürgerInnen?

Vielleicht ist diese ganze Banter-See-Geschichte Teil eines großen Ablenkungsmanövers, wie "JetPortCity", das Aufstellen eines Bismarck-Denkmals oder die "Jade Werke", um das Stimmvieh bei Laune zu halten, das nicht merken soll, dass der Wilhelmshavener Politprominenz die Luft ausgeht.  

Die FreizeitgärtnerInnen sollten sich dennoch nicht in Sicherheit wiegen, weil mit dieser Politprominenz, die derzeit Amok läuft, nicht zu spaßen ist. Sie und das Lokale Heimatblatt versuchen weiterhin die Macht darzustellen. Es wird weiterhin versucht Ziele zu definieren, mit denen man denjenigen, die mit den althergebrachten Traditionen dieser angeblichen "Stadtväter" weiterhin liebäugeln, immer wieder in die Irre führen kann.

Es wäre so einfach, man muss sich nur einig sein

Die Betroffenen sollten schleunigst darüber nachdenken einen Solidarfond ins Leben zu rufen, mit dem sie gegen die Pläne der Stadt klagen könnten. 500 Freizeitgärtner die einmal im Jahr 100 Euro einzahlen würden, hätten in zwei Jahren schon 100.000 Euro zur Verfügung, nebst Zinsen! Sollte nicht geklagt werden, könnte man mit dem Geld auch jene Vereine am Banter See unterstützen, die jetzt durch die überhöhten Pachtzahlungen vor dem Aus stehen.

Deutlich wurde in der Umweltausschussitzng, dass die Stadt schon jetzt keinen Spaß mehr am Thema Banter See haben dürfte, gerade weil man jetzt für eine Wohnbebauung im sogenannten Banter-See-Park zunächst einmal die Kriegsaltlasten auf eigene Kosten entfernen müsste.

Dort demnächst einen nächtlichen Flohmarkt zu veranstalten, eine Open-Air Veranstaltung des NDR oder eine Veranstaltung mit der Bundeswehr erscheint angesichts der schweren Kontamination des Bodens, der mit einer Erdschicht kaschiert wurde, grenzwertig. Auch die Freizeitgärten am Südufer, so wurde deutlich gemacht, sind mit Vorsicht zu genießen.

Trotz des Wissens, auf dem "Banter-See-Park" könnten die Investoren abspringen, hat man einen Bunker mit europäischen Fördermitteln abgerissen, aus dem man ein geschichtshistorisches Ensemble zusammen mit der Alternativen Stadtrundfahrt hätte machen können. Ohne Not entzieht sich die Stadt weiterhin den Boden für phantasievolle Chancen, sich weiterzuentwickeln, obwohl die BürgerInnen, auch vielfach ehrenamtlich, schon in den Startlöchern stehen.

Wie lange diese Philosophie noch gut gehen wird, dürfte abzusehen sein, da hilft auch kein Lokales Heimatblatt mit hochstilisierten Scheinexperten. 

Die Vertreibung aus dem Paradies ist in der Realität angekommen, die Wilhelmshavener Politprominenz immer noch nicht.

Ahoi - Empört Euch!


Wolf-Dietrich Hufenbach
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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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