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Ersteigern Sie sich ein Ratrium
20|08|2015



Das Ratrium kann man jetzt bei ebay-kleinanzeigen.de ersteigern.

Jetzt kann man Immobilien, wie z. B. das sogenannte Ratrium, schon bei Ebay-Kleinanzeigen ersteigern, wenn man denn eine Million Euro oder 799.000 Euro übrig hat. Beim Preis kann sogar wählen [siehe update ganz unten]!

Vor wenigen Tagen gab die Stadt Wilhelmshaven "Grünes Licht", um ein historisch wertvolles Gebäude dem Erdboden gleichzumachen. Die Sparkasse Wilhelmshaven ist da schlauer und reißt ihre Immobilien nicht ab, sondern verkauft sie, genauer, das sogenannte Ratrium, in das sich die Stadt mit Behördenabteilungen einmietete. Letztendlich führte erst ein "Deal" dazu, dass die Sparkasse das asbestverseuchte "Cityhaus" [heute Ratrium] kaufte. Ohne die Entscheidung im Jahre 2004, die Stadt würde einen Großteil der Flächen für Verwaltungsbüroraum mieten wollen [4.200 m2], wäre das Gebäude höchstwahrscheinlich abgerissen worden. Der Mietvertrag zwischen Sparkasse und Stadt Wilhelmshaven lief ab dem 1. Januar 2008.

Wilhelmshaven selbst verfügt eigentlich über genügend Immobilien und bräuchte sich eigentlich nirgendwo einzumieten, nur müßte die Stadt ihre Gebäude dann auch richtig pflegen.

Weitsicht gehört aber nicht zu den Tugenden der Wilhelmshavener Politprominenz und deshalb wird z. B. die Südzentrale, die gründlich und unter Zuhilfenahme eines höchst schwachsinnigen Gutachtens vernachlässigt wurde, abgerissen. Die von den Politikern öffentlich postulierten Krokodilstränen sind die Krönung einer Politik, nur allzugerne wegschaut, wenn es um nachhaltige Haushaltspolitik geht.

Das Prinzip, um selbst nicht soviel Geld auf einmal aufnehmen zu müssen, war bis jetzt, häufig immer wieder den gleichen Immobilienhändler damit zu beauftragen, Gebäude so herzurichten, dass die Stadt sie zurückmieten kann. Diese Art der Bilanzierung ist ein Trick um den Haushalt zu schönen. Der Nachteil ist, das Investitionen privatisiert werden, damit aber auch ursprüngliches Vermögen der Kommune. So wird Gemeineigentum Privateigentum, das dann von einer Stadt zurückgemietet werden kann.

Der neue Investor kann dann die Mieten, d. h. die Nutzungsentgelte, nach Belieben festlegen. Die Stadt muss so nur eine Mietausgabe bilanzieren, was auf dem Papier zunächst prima aussieht.

Ein einträgliches Geschäft für den Immobilienmakler, aber leider ohne Happy-End für die Stadt. Die ist ihr Eigentum los und zahlt insgesamt betrachtet mit den Mieten drauf.

Schlussendlich kann man in der Verwaltung dann noch überlegen, ob man das Gebäude irgendwann ´mal zurückkauft, was unterm Strich langfristig immer teurer für die Stadt wird, als von vornherein selbst zu finanzieren.

Das schöne Privatisierungsmodell entpuppt sich, würde man eine Schlussbilanz erstellen, als überteuerte Investition.


Noch nicht bei ebay-Kleinnazeigen zu finden, sondern eher auf dem Abrissplan der Stadt Wilhelmshaven, die marode Stadthalle.

Als Beispiele gelten die marode Stadthalle, oder die Jahnhalle, die zum Küstenmuseum wurde. Mit öffentlich erzeugtem Druck wollte man die Kunsthalle dann in das Küstenmuseum implantieren, was zunächst scheiterte. Ein anderes Beispiel für die Privatisierungswelle ist die Grundschule Rheinstraße, die wieder durch den Lieblingsinvestor der Stadt umgebaut, modernisiert und letztendlich zurückgemietet wurde.

Weil der Haushalt wegen hausgemachter Fehler spätestens 2019 geradewegs in die Überschuldung führt, hat Wilhelmshaven natürlich auch kein Eigenkapital mehr übrig, um die eigenen Immobilien durch eine Aufbesserung in Eigenregie einem grundlegenden Wandel zu unterziehen.


Das älteste bekannte Gebäude der Stadt Wilhelmshaven, die ehemlaige Schule Neuende, wurde hochsensibel in Wohnraum verwandelt. Dazu sollte man wissen, dass Wilhelmshaven über ein Leerstandsvolumen von geschätzten 6.000 Wohnungen verfügt.

Viele Schulgebäude stehen inzwischen leer und werden zum Verkauf angeboten – eigenen Ideen oder Konzepte zur subventionierten Finanzierung – Fehlanzeige. Häufig werden sie bei der GGS verwaltet und im laufenden Haushalt als gewinnbringend eingepreist. Das ist vielfach gleichbedeutetnd, als würde man sie direkt dem Verfall preisgeben.


Auch die Ansgarischule wurde dem Verfall bis zu ihrem Abriss preisgegeben.

Der Erfolg dieser realen Politik ist äußerst mäßig. Die Gebäude werden abgerissen, z. B. wie die Schule vor dem ehemaligen St. Willehad Hospital. An deren Stelle baut man dann ein schönes Altenheim oder einen unbefestigten Parkplatz.

Das älteste Gebäude der Stadt, die Schule Neuende, wurde trotz des öffentlichen Protestes von einem Investor zu einem Wohnhaus umgebaut, anstatt sich wirklich einmal Gedanken darum zu machen, wie man solche Immobilien, in einer durch Kriege stark zerstörten Stadt, in ein Konzept integrieren kann, das den Namen auch verdient.

Die Geister, die ich rief

Corinna Nickel, die mit einem Verein um die Südzentrale kämpfte und letztendlich verlor, hat diese Diskussion endlich angestoßen. Durch den Abriss des ehemaligen Elektrizitätswerkes, Baujahr 1908, kommt auf die Stadt endlich der Boomerang zurück, der die Politprominenz, die hier in Wilhelmshaven als phantasielos gilt, höchstwahrscheinlich langfristig unter Druck setzen wird, wenn nicht sogar in Frage stellt.

Die Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt von Wilhelmshaven, und das ist mehr als auffällig, klammert sich mit der GroKo aus SPD und CDU geradezu an die Macht. Placebodrohgebährden einer Entzweiung, vermittelt über das lokale Heimatblatt, sollen den Wählern dennoch das Gegenteil und auch deren nicht vorhandene Unabhägigkeit suggerieren.

Ablenkungsmanöver von eventuellen Einnahmequellen, z. B. durch den JadeWeserPort, der irgendwann einmal Profit für die Stadt abwerfen könnte, dienen ebenfalls dazu, das Stimmvieh zu desinformieren, um es ruhigzustellen.

Durch fehlerhafte Weichenstellungen im Bereich der Wirtschaft, wie z. B. das Industriegebiet Langewerth und die Ausrichtung einer ganzen Stadt auf ein einziges Merkmal, wie die maritime Wirtschaft, konterkariert man die eigenen Aussagen und Gewinnerwartungen.

Schon eine Krise in der Weltwirtschaft führt in der Stadt am Tiefen Fahrwasser unweigerlich in die wirtschaftliche Katastrophe. Das deutet sich mit der Nachricht vom 19. August 2015 an, denn die neue Reederallianz "2M" sieht ihre Gewinnerwartungen als nicht erfüllt an und überlegt ganze sogenannte Linienabläufe Richtung Wilhelmshaven, drücken wir es ´mal milde aus, umzunordnen:
Zitat: " ... Die beiden Partner der 2M-Allianz reduzieren wie viele andere Reedereien die Kapazität im Asien-Nordeuropa-Verkehr. In den ersten Monaten der Zusammenarbeit bei 2M habe die Auslastung nicht den Erwartungen entsprochen, hieß es."
[Quelle: Lokales Heimatblatt | 19.08.2015 | Seite 1]

Das bedeutet höchstwahrscheinlich wieder weniger Container für Wilhelmshaven. Damit bestätigen sich die Voraussagen der Hafengegner "Antiport", die genau dieses Desaster auf Wilhelmshaven haben zukommen sehen.

Der oberste Wirschaftsförderer Wilhelmshavens, der Oberbürgermeister Andreas Wagner, kann seine Versprechungen einer besseren Jadestadt nicht erfüllen und glänzt zunehmend durch die Anhäufung von Rohrkrepierern, wie man es im Volksmund ausdrückt.

Der Ausverkauf der Immobilien wird trotzdem fortgesetzt und ein grundlegender Wandel wird in die Zukunft verschoben. Ein Klimakonzept, das der Stadt langfristig Einnahmen, Zuschüsse und damit nachhaltiges Wachstum garantiert, verschwand ganz schnell in der untersten Schublade. Einen relativ günstigen Klimamanager, der frischen Wind in die Stadt bringen würde, lehnt man stringent ab.

Die Politik könnte durch integriertes Fachwissen von Außen erheblich durcheinandergewirbelt werden, was natürlich von den beherrschenden Machtstrukturen einer egoistisch gewinnorientierten Minderheit konsequent abgelehnt wird.

So werden wir wohl oder übel miterleben, wie die Stadt in den Ruin regiert wird und städtisches Vermögen sich wie von Geisterhand in Privatvermögen verwandelt.

Wie sagt es doch Dr. Mark Mobius im Film "Let's make MONEY" so schön:
"When blood is on the streets, you must buy!"
[Am besten kauft man dann, wenn das Blut auf den Straßen klebt.]


Wenn Sie nichts zu tun haben, ersteigern Sie einfach ein Stück asbestsaniertes Wilhelmshaven bei ebay-kleinanzeigen.de. Vielleicht helfen Sie dabei mit, die Überschuldung der Jadestadt noch ein wenig zu hinauszuzögern.

Letztendlich unterstützen Sie auch die Sparkasse Wilhelmshaven, die vor nicht allzu langer Zeit half, dem privat haftenden St. Willehad Verein 7 Millionen Euro Schulden im Rahmen einer geplatzten Krankenhausfusion durch Abschreibung zu erlassen.

Steigern Sie mit, soviel Solidarität muss sein! ... es lohnt sich, denn einen potenten Ankermieter haben sie ja schon, die Sparkasse Wilhelmshaven, die auch von diesem Verkauf inklusive einer wahrscheinlich abgeschriebenen Gebäudesanierung ganz rein zufällig schon wieder profitiert!

Der Wahnsinn und die Gier sind in Wilhelmshaven längst Geschäftsmodell!


Ahoi - Empört Euch!


Wolf-Dietrich Hufenbach
GRUPPO635 | definitif


UPDATE:

Sie können mindestens 4mal ersteigern:
hier [1.000.000 Euro]
und
hier [799.000 Euro, VB]
und
hier [1.200.000 Euro]
oder
hier [1.000.000 Euro]
...
zu unterschiedlichen Preisen? ... es ist der Wahnsinn!




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