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Cyanobakterien des Banter Sees
im gescheuten Lichte der Öffentlichkeit
04|08|2009



Blaualgen vermiesen jedes Jahr das Badevergnügen im Banter See und die Offizielen stellen sich in Sachen Auskunft ziemlich "tot".

Was treibt die Stadt Wilhelmshaven eigentlich um, wenn Bürger auf Mißstände hinweisen? 

Seitdem das neue Hotel Columbia am Grodendamm im April 2009 fertiggestellt worden war, bemüht sich plötzlich die Stadt Wilhelmshaven um Schadensbegrenzung bezüglich der sogenannten Blaualgen im Banter See.

Deutlich wird das anhand einiger Presseberichte in der Wilhelmshavener Zeitung, z.B. die Ausgabe vom 31.07.2009. Da wird dann auf der Titelseite und auf zwei Seiten im Innenteil [>Getrübte Stimmung am Banter See<] über Menschen berichtet, die sich engagiert um eine grundlegende Lösung für den Banter See als zukünftiges Ferienparadies zum Ausgleich des für den JadeWeserPort beseitigten Geniusstrandes kümmern werden. Unter anderem befassen sich jetzt zwei junge Doktorandinnen wissenschaftlich mit der Thematik. Das ist zunächst mal gut so.

Bedurfte es aber erst eines neugeschaffenen Hotelkomplexes in direkter Nähe des Banter Sees, um Mißstände im See zu analysieren?

Wie sahen denn in der Vergangenheit die Bemühungen der Stadt Wilhelmshaven aus, wenn es allein um das Thema >Banter See / Blaualgen< ging? Wurde da alles seitens der Stadt unternommen, den Ursachen der Population der Cyanobakterien vor allem im südwestlichen Bereich des Banter Sees auf den Grund zu gehen? Wie wurden Bürger dieser Stadt seitens der Stadt abgefertigt, wenn sie berechtigte Hinweise gaben bzw. Anfragen bei den Behörden machten?
 
Signalisiert die Stadt etwa? „Ja Bürger, Du hast recht, wir kümmern uns zuständigkeitshalber um das Problem und gehen der Sache sofort nach.“
Nein, kann ich nur sagen, das tut sie nicht. Sie behandelt Bürger offenbar wie reine Störenfriede und versucht, sie durch gezieltes Abwimmeln loszuwerden.

Insoweit kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Ich erinnere mich an Anfang September 2007, also vor fast zwei Jahren, als ich im Rahmen meiner Mitarbeit bei der Bürgerinitiative >Die Kaiserlichen KanalarbeiterInnen< von der Stadt Wilhelmshaven Auskünfte haben wollte, woran es denn liege, dass im Banter See von den Jahr für Jahr sich immer weiter ausbreitenden Cyanobakterien stets größere Gesundheitsgefährdungen ausgehen würden und was die Stadt Wilhelmshaven denn gedenke, dagegen machen zu wollen.    

Hier einige Notizen bzgl. meiner damaligen Anfragen bei den Behörden:

Informationspolitik und Zuständigkeiten der Behörden 

Mir wurde am Donnerstag, den 6. September 2007 von Frau Monika Giesche-Emmerich berichtet, Herr B. vom Umweltamt Wilhelmshaven habe sich, nachdem er gegenüber der Polizei Wilhelmshaven erklärte, es bestünde keine Giftigkeit bezüglich der absterbenden Blaualgen im Banter See, auf Anfrage nicht mehr gemeldet, also salopp gesagt: Er war abgetaucht  –

Daraufhin habe ich mich am gleichen Tage mit einer Frage in einer E-Mail an das Umweltamt, das Gesundheitsamt und an die Wilhelmshavener Polizei gewandt, welche wissenschaftliche Grundlage Herrn B. dazu bringe, es entstünden durch das Verrotten der Blaualgen keine Giftstoffe. Zudem bat ich insoweit in der E-Mail um konkrete Hinweise/Belege z.B. Literaturangaben etc. Das Umwelt- und das Gesundheitsamt, Frau Susanne A. und Frau C., übersandten mir daraufhin zunächst Empfangsbestätigungen meiner E-Mails.

Am 7. September 2007 meldete sich um 8.04 Uhr per E-Mail zunächst die Vorzimmerdame des Herrn Dr. Rübsamen, Frau Susanne A. vom Gesundheitsamt Wilhelmshaven, mit der Auskunft: „Sehr geehrter Herr Osterkamp, bitte wenden Sie sich doch bitte direkt an das Umweltamt der Stadt Wilhelmshaven. Herr Dr. Rübsamen, Amtsarzt im Gesundheitsamt, befindet sich zurzeit auf Dienstreise und kann Ihnen somit keine Auskünfte erteilen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne A.
[Vorzimmer Herr Dr. Rübsamen].“

Knapp zwei Stunden später um 9.54 Uhr teilte mir der plötzlich wieder aufgetauchte Herr Norbert Brandt vom Umweltamt per E-Mail folgendes mit: „Sehr geehrter Herr Osterkamp, ich nehme Bezug auf Ihre Email vom 6.9.07 und möchte folgenden Sachverhalt richtig stellen. Der Polizei wurde von mir mitgeteilt, dass nach Rücksprache mit der unteren Wasserbehörde und dem Gesundheitsamt zur Zeit keine Gesundheitsgefährdung durch den Gestank am Banter See zu besorgen ist. Sollten Sie wissenschaftliche Grundlagen für diese Aussage benötigen, kann ich Sie leider nur an Herrn Dr. Rübsamen [Gesundheitsamt Wilhelmshaven] verweisen. Herr Dr. Rübsamen ist leider zur Zeit auf Dienstreise und erst in der nächsten Woche wieder zu erreichen. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. 
Mit freundlichen Grüßen
Norbert B.
Fachbereich Umwelt 36-02“

Die E-Mail sandte Herr B. zeitgleich an die mir nicht bekannten Herren G. und Ulrich W. in mir nicht bekannten Fachbereichen der Stadt Wilhelmshaven.

Zunächst beantwortete ich dann die E-Mail von Frau A.im Gesundheitsamt Wilhelmshaven per E-Mail am 7. September 2007 um 11:34 Uhr mit folgendem Inhalt:
„Sehr geehrte Frau A.,
vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
Gibt es im Gesundheitsamt denn nicht irgendjemand, der Herrn Dr. Rübsamen während dessen Abwesenheit wegen einer Dienstreise oder eines Urlaubes in akuten bzw. wichtigen Angelegenheiten vertritt?
Für eine kurzfristige Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Günter Osterkamp“

Daraufhin erfolgte zunächst die digitale Empfangsbestätigung meiner E-Mail an Frau A..

Um 12.33 Uhr des 7. Septembers 2007 meldete sich Frau A.vom Gesundheitsamt Wilhelmshaven bei mir per E-Mail:
„Herr Osterkamp, 
wenn es um umwelttechnische Fragen geht, wenden Sie sich bitte an das Umweltamt. Geht es um gesundheitliche Fragen, können Sie während der Abwesenheit des Amtsarztes die Gesundheitsaufsicht, Frau M., Tel. 16-......, Gesundheitsamt Wilhelmshaven,  anrufen. Vielleicht kann diese Mitarbeiterin Ihre Fragen beantworten. Herr Dr. Rübsamen ist in 1 Woche wieder im Amt. 

Mit freundlichen Grüßen 
Susanne A.“


Randbemerkung:

Seit wann ist es üblich, dass seitens der Wilhelmshavener Ämter BürgerInnen keine ordentliche Anrede, dafür aber ein "strammer zickiger" Ton zuteil wird? Wir leben zwar in einer nach einem Kaiser benannten Stadt, Kaisers Zeiten sind aber längst vorbei ... oder doch nicht?


Erneut richtete ich eine E-Mail am Freitag des 7. Septembers um 15.18 Uhr an Frau Susanne Ahlers im Gesundheitsamt Wilhelmshaven:
„Sehr geehrte Frau A.,
ich bedanke mich für Ihre weitere Antwort, möchte allerdings bemerken, dass es doch angesichts der akuten Angelegenheit eher Ihre Aufgabe wäre bzw. gewesen wäre, so meine ich, die Vertretung des Herrn Dr. Rübsamen sofort zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Günter Osterkamp“

Daraufhin erfolgte am Montag den 10. September 2007 eine digitale Empfangsbestätigung meiner E-Mail an Frau A.. 

[Ende der Notizen]

Zum einen scheint mir in dieser Angelegenheit seitens der Wilhelmshavener Behörden eine gehörige Portion Arroganz gegenüber besorgten Bürgeranfragen an den Tag gelegt zu werden. Zum anderen sind jetzt fast zwei Jahre seit meinen Anfragen bei der Stadt Wilhelmshaven wegen der Blaualgen im Banter See verstrichen - Zeit, in der konkrete Maßnahmen hätten sofort ergriffen werden können und müssen.

Was treibt die Stadt Wilhelmshaven eigentlich um, ihren Bürgern auch gerade im Hinblick auf Gesundheitsfragen mit einer derartigen Ignoranz zu begegnen? Ist es der Aufwand, sind es Kosten, die man seitens der Stadt zwecks offizieller Ursachenuntersuchung und -beseitigung nicht investieren will? Sind im Banter See vielleicht Dinge verborgen, deren Tageslichttauglichkeit im Widerspruch zum Anspruch des Hotels Columbia bzw. der zukünftigen Jade-Prachtallee stünde? Gibt es also etwas, das da amtlicherseits nicht an die Öffentlichkeit geraten soll?

Eins jedenfalls darf meines Erachtens nicht passieren, dass Jadewasser zum Austausch des abgestandenen Wassers im Banter See verwendet werde, wie es einer Anregung im WZ-Bericht vom 31.07.2009 zu entnehmen ist. Würden also die mit dem Segen der Stadt in die Jade geleiteten Fäkalien und Krankenhausabfälle auch noch zum „Auffrischen“ des Wassers im Banter See benutzt, würden dort wohl sämtliche Bemühungen ad absurdum geführt, was der Stadt durchaus zuzutrauen wäre ...
 


Hans-Günter Osterkamp

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