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64.000 und keine Einsicht
06|11|2010



Fahren Sie einmal durch Altengroden. Dann bekommen Sie schon einmal einen leichten Vorgeschmack auf 2031.

Selten wagt es die Wilhelmshavener Zeitung mit Negativmeldungen über Wilhelmshaven aufzumachen. Was soll denn auch aus unserer Stadt werden, wenn selbst die Regionalzeitung die Hoffnung verliert!?

Die Schlagzeile der Ausgabe vom 5. November 2010, dass auch die WZ nicht an allen Tatsachen vorbeiberichten kann. Dafür hat sie ja den Jade-Weser-Port als Dauermärchenstunde mit unendlicher Fortsetzung.

Auf 64.000 soll die Zahl der Einwohner Wilhelmshavens bis 2031 sinken. Überraschend? NEIN. Denn das bedeutet einen Einwohnerverlust von rund 1.000 pro Jahr. Und diese Zahl entspricht der Entwicklung der vergangenen Jahre. Also eigentlich nichts wirklich Neues. Und auch viele kritische Bürger und Parteien in unserer Stadt weisen seit langem auf diese Entwicklung hin.

Deutschland verliert Einwohner. Die Landflucht ist ungebremst. Ganze Regionen bluten aus. Das ist kein Wilhelmshavener Einzelschiksal, sondern Alltag in unserem Land. Der Umgang mit dieser Entwicklung ist das wirklich spannende. Denn auch die Stadtverwaltung nimmt in dem Bericht der WZ sogleich Stellung. Der Fäkalienbeauftragte Dr. Jens Graul verbreitet die ganz eigenen Waisheiten der Stadtspitze.

Die Zahlen mögen laut Graul ja stimmen, der Rückgang ist zu messen, die Konsequenzen sind schon absonderlich. Denn Graul dreht den Spieß einfach um. Die Stadt geht plump von besseren Zahlen aus. Sie ignoriert die Entwicklung und baut, wie immer, auf den JWP. Arbeitsplätze gleich Zuwanderung. Dabei sollten doch die Wilhelmshavener Arbeitslosen im JWP Beschäftigung finden. Oder sollen die Arbeitsplätze jetzt doch durch Zuwanderer aus ganz Deutschland besetzt werden?

Nach Grauls Rechnung müssten also mehrere zehntausend Arbeitnehmer den Weg nach Wilhelmshaven finden, um die erwartete Abwanderung abzufedern bzw. auszugleichen. Damit hat Dr. Graul die haltlosen Arbeitsplatzversprechen von OB Menzel um Lichtjahre übertroffen.

Die Stadt richtet sich laut Dr. Graul auf bessere Zahlen ein. Die Politik, die Stadtplanung, alles wird an den tatsächlichen Zahlen vorbei ausgerichtet. Augen zu und durch. Und wenn es dann doch so kommen sollte, wie alle Experten seit langem erklären, dann hat es in Wilhelmshaven wieder mal keiner gewusst. Dann wird eine Krise Schuld sein, dann ist es die Weltwirtschaft, dann sind es die bösen Einwohner, die einfach wegziehen, weil sie den Versprechen der Politik nicht mehr glauben.

Interessant ist nur, dass genau diese Politik, genau diese Stadtverwaltung unzählige Spielplätze in unserer Stadt schließt, weil die Zahl der Kinder und Einwohner rückläufig ist. Auch in Zukunft würde diese Entwicklung so weitergehen. Also könne man doch nicht die vielen Spielplätze vorhalten.

Ja wie denn jetzt? Kommen denn nur Rentner nach Wilhelmshaven, um im JWP zu arbeiten?

Eine Lösung hat Graul natürlich auch parat. Die allwissende und alles heilende Wirtschaftsförderung. So wurden Steuergelder darauf verwendet, schicke Klebefolien der Wilhelmshavener Wirtschaftsförderung an dem alten Karstadtgebäude anzubringen. Denn solche Folien sind bekannt dafür, dass sie ganze Heerschaaren von Menschn dazu bewegen, in unsere Stadt zu ziehen. Zwar hat schon die 250.000,- € teure Neubürgeragentur kläglich versagt, aber was solls.

Bis 2013 wird Wilhelmshaven fast 50% seiner Einwohner [vom ehemaligen Höchststand gemessen] verloren haben. Und noch immer wird behauptet, dass wir wachsen.

Jedes Neubaugebiet wird die Innenstadt weiter entvölkern. Jeder neue Supermarkt wird den Einzelhandel weiter vernichten. Und jeder weitere Euro in der Wirtschaftsförderung wird die Konten von Beratern, Geschäftsführern und Aufsichtsräten füllen.

So träumen wir weiter unseren provinziellen Traum Großstadt und Oberzentrum zu sein.

Oder wie Klaus Lage schon sagte:
“Ein Dorf gibt sich Beton, weil es Stadt sein will”.



Tim Sommer

Quelle:
www.timsommer.de

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