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Zehn Bürgermeisterlein
15|08|2011



Plakatverschönerungsaktionen, auf denen richtig gestellt werden soll, ob Kandidaten für den Job des Oberbürgermeisters geeignet erscheinen, gibt es seit dem Wochenende auch schon.

... doch einer sagte nein,
den hat der Zahn der Zeit zernagt,
da warens nur noch neun.

Und eigentlich geht die spannende Geschichte hier erst los.

Neun Bürgermeisterlein,
beginnen ganz von vorn,
vielleicht greift ja das Schicksal ein
und trennt die Spreu vom Korn.

Ob wir blinden Hühner aber ein Korn finden werden ist fraglich. Sicher, in dem, was die Oberbürgermeisterpostenbewerberkandidaten so als ihre dringlichsten Taten, die es, aber holla, endlich zu tun gelte, versprechen, sind auch ein paar Körnchen Wahrheit, meist parteifarbig verpackt, zu vermuten.
 
Voller Elan wird versprochen vieles neu und all das besser zu machen, was ihre Parteigenossen und -Vertreter eigentlich immer schon mal machen wollten, das aber die schnelllebige Zeit und das überforderte Gedächtnis einfach nicht gestatteten. Aber: "Nu geit los!" - gleich nach der Wahl.
 
Immer vor einer Wahl rücken ausgewählte, meist parteiische Tombolasieger dem Bürger kurzfristig auf die Pelle - sie werden "bürgernah". Mit treuherzigem Augenaufschlag wird gar vieles versprochen und beteuert, es eiligst in die Tat umzusetzen, all das, was ach so lange ruhte - und ihnen bis dato auch scheinbar scheißegal war. Die Umwelt, das Soziale, und ersichtlich die ganze Stadt.
 
Klar, man hat ja auch immer viel zu tun. Was hat man nicht alles um den Kopf? Doch jetzt, vor der Wahl, hat man grad mal Zeit sich zu kümmern.
 
Das ist gut so und es freut einen, daß alte und uralte Eisen mutig angepackt werden sollen.  ... werden sollen.

Und man hört dabei schon die in den Zielen eingebauten Ausreden, die alle kennen und immer so treudoof akzeptieren.
- Da gibt es leider langfristige Verträge.
- Das ist bundespolitisch nicht durchsetzbar.
- Die Gutachten sprechen eine andere Sprache.
- Dafür haben wir kein Geld.
- Diese Stadt ist überschuldet.
- Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

usw., usw. ...

Und der immer treffende, absolute Volltreffer:
- "Das war alles noch vor meiner Zeit."
 
Das weltbekannte Abzähllied, das wie eine Art Würfelspiel des Schicksals sein Auswahlverfahren betreibt und dabei eine Zehnergemeinschaft abstrus und rücksichtslos reduziert, einen um den anderen, bleibt manchmal auch ganz ohne siegreich Überlebenden.

In einer Fassung endet das Lied:
Ein Bürgermeisterlein, das fuhr mal in der Kutsch,
da ist es hinten raus gerutscht, da waren alle futsch.
 
Was dann? Zurück auf Los?

In einer Rezension des Agatha Christie Bestsellers heißt es:
"Was zunächst eine zugeknöpfte Schar fremder Menschen war, zerfällt archaisch in ums Überleben ringende, einander misstrauende, Bündnisse knüpfende und wieder verwerfende, zunehmend jede Maske fallen lassende Einzelkämpfer."

Klar, im Roman kann´s so gehen, aber doch nicht bei uns anne Jade. Schließlich sind wir nicht auf Nigger Island der Agatha Christie, dieser abgeschotteten Enklave ohne Ausweg, sondern in einem weltoffen boomenden Oberzentrum. Hier ist das Schicksal mildtätig und, wenn alle zur Wahl gingen, demokratisch.
 
In Campinos Lied [hier heißen die "N" Jägermeister] singen Die Toten Hosen:
Einer für alle, alle für einen,
wenn einer fort ist, wer wird denn gleich weinen?
Einmal trifft's jeden, ärger dich nicht,
so geht's im Leben, du oder ich.

Einmal muss jeder gehen
und wenn dein Herz zerbricht,
davon wird die Welt nicht untergehn -
Mensch ärger dich nicht!
 
Einer wird übrig bleiben, der Auserwählte, und Boomtown aus dem Dämmer reißen. Ich glaub´s ja nicht, aber vieles ist möglich. Auch Dornröschen wurde wachgeküßt und wußte nicht, wie lange es geschlafen hatte, was alles verpennt wurde. Der Prinz war da und alles wurde gut. ...

Und wenn sie nicht gestorben sind ...

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

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