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Plutonium Austritt ungefährlich
31|03|2011



Immer wieder höchst kryptisch, die Kommentare von Prof. Dr. Hans-G. Appel.

Warten auf den Super-GAU!

Wenn es nach Prof. Dr. Hans-G. Appel ginge, wären die Schlagzeilen, die er einer Zeitung diktieren würde, die im Falle eines Atom Unfalls in Deutschland darüber berichten müsste, so ähnlich, wie die in unserer Artikelüberschrift, die wir am 30. 03. 2011 im live-Ticker auf N-TV fanden.

Was er in seinem Leserbrief am 30. März 2011 formulierte sind:
Zitat: "Sätze, die wir während des Moratoriums hören, sind Ablenkungsmanöver. Sie formulieren Thesen, die keine sind, und beleidigen die öffentliche Vernunft. ... "
[Quelle: faz | Rhetorik und Realität | 28-03-2011]

Appel wird in seinem Leserbrief so trivial, dass es einem schon so manches Mal den Atem raubt. Er schreibt davon, dass "Verantwortungslose Weltverbesserer Emotionen schüren", weil, er ist ja Professor und so einer hat natürlich richtig Ahnung.

Er fügt hinzu, dass der durch eine "Flutwelle verursachte Ausfall der Wasserkühlung in ein oder zwei Kernkraftwerken hochgespielt" wird und dass "durch den Ausfall der Kühlung eine mögliche Kernschmelze die Welt nicht gefährden würde".

Im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark brauchte es keinen Tsunami, um in die Nähe einer Kernschmelze zu gelangen:
Zitat: " ... Ein Kurzschluss außerhalb des Kraftwerkes Forsmark-1 führte am 25. Juli 2006 zur Trennung der Anlage vom Stromnetz und zur automatischen Reaktorschnellabschaltung. Um die Nachzerfallswärme des abgeschalteten Reaktors abzuführen, hätte ein Notkühlsystem automatisch anspringen müssen. Jedoch versagten Teile der Notstromversorgung für das Notkühlsystem, nur zwei von vier Siemens-Dieselgeneratoren sprangen an und versorgten die Nachkühlung mit Energie. Weil durch die Stromunterbrechung auch ein Teil des Steuerungssystems ausgefallen war, hatte die Betriebsmannschaft mehr als zwanzig Minuten lang keinen vollständigen Überblick über den Zustand des Reaktors. Danach konnte sie die beiden nicht automatisch angelaufenen Notstromgeneratoren per Hand starten. ..."
[Quelle: Wikipedia]

Es kam nicht zum Super-GAU, zeigt aber, dass auch technisches Versagen die Ursache einer Katastrophe werden kann. Das hätte die Bundesregierung, die einer Laufzeitverlängerung ihren Segen gab auch vor dem Unfall in Fukushima wissen können und es stellt sich die berechtigte Frage, warum man erst nach dem Tsunami die Kernkraftwerke überprüfen lässt und die ältesten Meiler [vorübergehend?] abschaltet.

Prof. Dr. Hans-G. Appel scheint sich um dieses Menetekel keine besonderen Gedanken zu machen und Ängste und Sorgen von BürgerInnen wischt er in bekannter Manier einfach vom Tisch:
Zitat: " ... Keine technische Anlage, auch kein Kernkraftwerk kann mit 100 Prozent Sicherheit betrieben werden. Sicherheit lässt sich nur nach der Wahrscheinlichkeit eines Unfalls definieren. ... "

Sollen wir nun warten, wie sich ein Atomunfall in der Realität anfühlt und wollen und müssen wir das wirklich auch live erleben, um zu begreifen, dass wir eine Technik einsetzen, die auch laut Ranga Yogeshwar nicht beherrschbar ist?

Warum ist die Informationspolitik der Atom-Lobby nicht so unabhängig und objektiv und zeigt auch einmal die Auswirkungen eines Atom Unfalls in ihrer PR-Maschinerie, ohne ihn auf menschliches Versagen herunterzuspielen?

Warum sehen wir immer nur weidende Schafe auf grünen Wiesen und dahinter die Silhouette eines Kernkraftwerkes und nicht die Wiederaufbereitungsanlage z. B. in La Harge [Frankreich] und erfahren nicht, das allein dort die Menge des radioaktiven Materials bei der "Wiederaufbereitung" verzwanzigfacht wird?

Wenn das, was in und rund um die ASSE passiert so harmlos ist, warum wehren sich dann so viele Menschen gegen die Einlagerung von Atommüll?

Warum betreibt die CDU in Bayern keine Endlagersuche und verweist immer wieder auf Gorleben, wo "wir" doch gerade gelernt haben, dass ein Salzstock nicht unbedingt das "Non plus ultra" ist?

Warum übernehmen die Kernkraftwerksbetreiber nicht die Kosten für die Entsorgung ihrer atomaren Hinterlassenschaften?

Warum werden die Schiffe, die in Deutschland einlaufen plötzlich auf radioaktive Stoffe untersucht?

Die Reihe der berechtigten Fragen, die längst bekannte Zweifel an einer als sauber dargestellten Technologie hervorrufen würden, sollen natürlich nicht gestellt werden, denn es geht um richtige Gewinne und erst im Nebensatz auch um Arbeitsplätze.

Atomkraftwerke werden nicht nur in Deutschland subventioniert, sondern auch im Ausland, wie z. B. in Brasilien. "Campact" hat da gerade eine Kampagne gestartet:
Zitat: " ... Widerrufen Sie die Exportbürgschaft für Angra 3! Schließen Sie grundsätzlich aus, dass in Zukunft der Export von Atomtechnologie subventioniert wird. Fukushima mahnt: Abschalten weltweit! ... "
[Quelle: Campact | Atomtod made in Germany exportiert man nicht!]

Wir sollen, folgen wir Prof. Dr. Hans-G. Appel, anscheinend nicht denken, nicht fragen und vor allen Dingen erst recht nicht nach objektiven Kriterien suchen, die unsere völlig unbegründete "Hysterie" vielleicht eventuell bestätigen würden, sondern auf den Unfall warten, der laut Wahrscheinlichkeit nie eintreten wird, weil die deutschen Atomkraftwerke ja so sicher sind.

Ich kommentiere den Appel-Leserbrief ´mal wie diese Sängerin Judith Holofernes von "Wir sind Helden":
Ich glaube es hackt!!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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