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Kunst, das ungeliebte Stiefkind?
05|04|2011



Die Kunsthalle war voll, als 8 Oberbürgermeisterkandidaten sich in der Kunst übten, sich zur selbigen zu äussern.

Ich suche neues Land mit unbekannten Straßen.

Peter Fox | Das Haus am See | aus dem Album Stadtaffe

Acht Oberbürgermeisterkandidaten gehaltvolle Argumente in Sachen Kunst "abzuluchsen" ist anscheinend nicht nur verdammt schwer, sondern fast unmöglich.

In der Kunsthalle Wilhelmshaven wurde die Quadratur eines Stiefkindes der Stadt jedenfalls versucht und alle acht hatten mehr oder weniger kryptische Vorstellungen, wobei man insgesamt echte Leidenschaft sowie richtigen Sachverstand für ein Thema fast vergeblich suchte. Die Kunst selbst überlebt oder blüht  gesellschaftlich betrachtet nur dadurch auf, wenn sie einen Mäzen hinter sich hat oder grundsätzlich, von Industrie oder Staat subventioniert wird.

Schon in der Schule wird sie unterschätzt und läuft schon dort oft nur als Randerscheinung durch das Zeugnis, letztendlich als ungeliebtes Übel. Trotzdem, und das ist der Widerspruch, rühmen sich viele Leute z. B. mit ihren Gemälden an der Wand oder zerfliessen vor Leidenschaft eines bestimmten Musikstückes, oder den Gedanken an einen berühmten Schauspieler, während sie selbst die Überlebenskriterien eines "Nine to five - Jobs" erfüllen müssen.

Kunst wird auch in Wilhelmshaven stiefmütterlich behandelt und entsteht meist nur durch Eigeninitiativen und das Personal besteht hauptsächlich aus Ehrenamtlichen.

Fast keiner der anwesenden Oberbürgermeisteranwärter mochte versprechen, die Mittel ohne "Wenn und Aber" aufzustocken, ausser Michael von den Berg [Bündnis 90 | Die Grünen]. Für ihn ist klar, dass gar nicht danach gefragt werden darf, wieviel Geld man aus dem bestehenden Etat der Stadt zur Verfügung hat, es muss grundsätzlich fliessen.

Für Andreas Wagner [CDU] gibt es neben dem Willen immer Möglichkeiten die kulturellen Leuchttürme der Stadt zu erhalten, aber erst nach einer Finanzüberprüfung.

Frank Uwe Walpurgis [Freie Wähler] zitierte, das Kunst keine Zutat sei, sondern Sauerstoff. Durch sie werden auch Arbeitsplätze geschaffen und in Sachen Engagement muss man ´mal die Partei Partei sein lassen, wobei er auf Michael von Teichman [FDP] anspielte, der seiner Partei ein wenig zu viel des Lobes für "politische Heldentaten" zur Erhaltung der Kunst verpasste.

Der FDP Oberbürgermeisterkandidat versprach auch nicht "Das Blaue vom Himmel" und definierte seine Finanzierungsstrategie durch "intelligentes Kürzen" der Mittel. Vor einiger Zeit habe man den Bücherbus in Wilhelmshaven abgeschafft, aber jede Schule besitzt heute eine eigene Bücherei, die aber wiederum nur durch Eltern und somit das Ehrenamt und damit umsonst für die Stadt betrieben werden.

Dem Bücherbus "trauern" heute immer noch Menschen nach, denn irgendwie war er auch eine städtische Attraktion und wurde letztendlich weggespart.

Geld fliesst natürlich auch in unnütze Dinge, wie die Stadthalle, betonte besonders Stefan Becker, wahrscheinlicher Oberbürgermeisterkandidat einer neu gegründeten Bürgerpartei in Wilhelmshaven. Er hat sich jüngst mit dem Besitzer unterhalten und er könnte sich vorstellen, durch den Kauf der in die Jahre gekommenen Stadthalle und in Eigenregie betriebener Vermarktung diese wieder auf "Vordermann" zu bringen.

Andreas Wagner erlärte die Südzentrale zu seinem Favoriten, die aus historischer- und architektonischer Sicht auch gut als Stadthalle fungieren könnte, wenn man denn mal träumen dürfe. Diese wurde schon durch manche Konzeption "geschleift", sieht inzwischen sehr mitgenommen aus und auch dieses Stück echtes Kulturgut steht nun zum Abriss bereit - so gründlich gnadenlos und ebenso fantasielos ist Wilhelmshavens Leidenschaft in Sachen Denkmalschutz.


Heinz-Peter Tjaden [parteiloser Oberbürgermeisterkandidat] definierte es so: Komm mit - hab Spass. Anhand von Burgdorf erklärte er, dass es dort seit 1928 einen Trägerverein für Kunst gäbe [Verkehrs- und Verschönerungsverein], der genau das regelt, was in Wilhelmshaven fehlt, also eine echte Alternative zur klammen Stadtkasse.

Im Ansatz eine gute Idee, aber in Wilhelmshaven rühmt man sich lieber mit Prestigebauten und Vereinigungen, deren Mitgliedsbeiträge bei 400 Euro anfangen, wovon die Kunsthalle wohl nur träumen kann.

Fred Iken [Oberbürgermeisterkandidat | Die Friesen] betonte, das Kunst und Kultur einen hohen Stellenwert besässen und verwies dabei auf die Internetseiten seiner Partei, wobei da vor allen Dingen das "Bewusstsein der besonderen friesischen Kultur, der Sprachen, Geschichte und Freiheitstradition und der darauf aufbauenden friesischen Identität" gemeint ist - immerhin, so etwas findet sich nicht in den Annalen der Stadt Wilhelmshaven und wäre doch ´mal eine Überlegung wert.

Thomas Städtler [Oberbürgermeisterkandidat | SPD] sprach von der Kunst als "Kulturprodukt". Wilhelmshaven hätte Leuchtturmprojekte, wie das Marinemuseum oder Sinfoniekonzerte und die Kunsthalle hat in seinen Augen ihr Optimum erreicht. Sie müsse sich aber weiterentwickeln, ähnlich wie die in Emden mit einer Malschule - bei den derzeitigen Mitteln eine ambitionierte Zielvorstellung, wie wir meinen, aber: Nichts ist unmöglich und sag niemals Nie!

Die Kunst wird in Wilhelmshaven auch weiterhin "Stiefkind" bleiben müssen, wenn nicht ein Mäzen den Weg an die Jade findet, denn die Stadtkasse ist im übertragenen Sinne geplündert. Unsinnige Projekte, wie z. B. die EXPO 2000, bei denen man sich für Wilhelmshaven viel zu viel versprach, Pflastern geradezu die Historie der Geldverschwendung, Geld, das nun nicht nur der Kultur fehlt.

Nur an letzter Stelle derer, die über Kunstetats entscheiden müssen, rangiert anscheinend auch das Bewusstsein für die Kunst selbst und wenn man sich nicht in ein Bild "verlieben" kann, um nur ´mal ein Beispiel zu nennen, wird es schwer, etwas zu finanzieren, dessen Sinn sich einem nicht erschliesst, nur, weil das ja alles Geld kostet.

Es gibt Lieder, da läuft einem ein Schauer über den Rücken - in positiver Hinsicht - und ich weiss nicht, ob es diesen Kandidaten in Zukunft gelingen könnte, diese Art von Leidenschaft in der Gesellschaft voranzutreiben, um sie dann wiederum auf andere zu übertragen.


Wie sagte Albert Einstein:
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt" und sich allein das vorzustellen, scheint für so manchen Oberbürgermeisterkandidaten auch in Zukunft echte Kunst zu sein.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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