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Die unrühmliche Geschichte mit dem Banter See
30|07|2011



Es könnte alles so schön sein im Banter See, wären da nicht die jährlichen Blaualgenblüten.

Die Problematik des Banter Sees ist inzwischen fast allen Wilhelmshavenern mehr als genug bekannt. Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen, bilden sich seit 1990 in den warmen Monaten im Jahr und erhalten genügend Nährstoffe um sich hier auszubreiten.

Sie freuen sich, dass im Sommer kaum bis keine Zirkulation [Durchmischung der Wasserschichten] des Banter Sees stattfindet, er also stagniert und hier viel Phosphat vorhanden ist. Die Freistrahlanlagen, die seit 2007/2008 im Betrieb sind, lassen bisher keine Verbesserungen erhoffen. In der letzten Ratssitzung tendierte eine Mehrheit aus CDU, FDP, Grünen und der BASU für einen Änderungsantrag zu einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zum Thema Banter See.

Die Ratssitzung wurde jäh unterbrochen, als die SPD sich zu einer Beratung zurückziehen musste, da sie diesen Änderungsantrag in den vorangegangenen zwei Tagen nicht komplett lesen konnte. Deshalb forderte Wilfried Adam für seine SPD-Fraktion eine 8-minütige Pause! Die Sitzung entwickelte sich dann kurzzeitig zu einer Farce. Die SPD blieb bei ihrem NEIN zum Änderungsantrag, die Mehrheitsgruppe um Stephan Hellwig [CDU] wollte einen Zusatz zu ihrem Änderungsantrag: Ein rechtsverbindliches Konzept, dass Mitte 2012 in einen Bebauungsplan enden sollte. Eine sehr schlaue 8-minütige Überlegung dieser „Koalition".

Nach der verständlichen Entrüstung von Stadtbaurat Kottek und Oberbürgermeister Menzel [dann würde rund um den Banter See in den nächsten 8-10 Jahren gar nichts mehr passieren] wurde das Vorhaben der CDU & Co wieder kleinlaut und peinlich verworfen.

Mit dem geplanten Nutzungskonzept, das spätestens im Mai 2012 vorliegen soll, wird wieder Zeit geschunden ohne den Bürgern und den Betroffenen eine klare Antwort auf die inzwischen dreißigjährige Frage zu geben, was denn nun mit dem Banter See eigentlich geschieht. Doch ist es schon seit langem bekannt, dass die Wilhelmshavener und die Touristen einen See haben möchten, in dem sie ohne Risiko schwimmen und tauchen können. Das ist nur möglich in dem so schnell wie möglich Maßnahmen ergriffen werden. Wir brauchen nicht das 44. und auch nicht das 60. Gutachten. Es ist nach Jahrzehnten mehr als Zeit zu handeln.

Politische Hokuspokus-Spiele immer wieder kurz vor den Kommunalwahlen schaden einmal mehr dem Ansehen der Stadt und dienen nicht ihren Bürgern. Seit mehreren Kommunalwahlen haben die politisch verantwortlichen Parteien von CDU, SPD, FDP, Grünen und die BASU diese Aufgabe von den Bürgern immer wieder erhalten.

Doch gehandelt haben sie nicht. Ein altes Sprichwort sagt:" Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Dieses ist seit langem meine Divise. Deshalb muss hier schnellstmöglich etwas getan werden, es soll endlich etwas geschehen.

Eine Rohrleitung zum Grodendamm und zur Nordsee sollte gelegt werden, damit ein Wasseraustausch stattfindet. Diese Maßnahme ist nötig für die Umschichtung der unteren Regionen des Banter Sees, erhöht also die notwendige Zirkulation, und steigert außerdem den Salzgehalt in dem See. Wenn das Wasser des Banter Sees „sauberer" ist und sich keine Blaualgen mehr bilden, kann der Banter See auch wieder als Freizeitanlage genutzt werden und lockt mehr Besucher nach Wilhelmshaven.

Sicherlich gibt es keinen Masterplan für den Banter See, denn keiner kennt genau die Altlasten [verschiedenste gesprengte Bunkeranlagen, Auto- und Bootswracks, ein U-Bootgerippe], die noch auf dem Grund auf uns warten könnten. Doch die Zeit ist reif endlich zu handeln. Dafür brauchen wir aber anscheinend endlich neue Politiker im Rat der Stadt. Am 11. September haben die Bürger die Wahl, entweder ein „weiter so" oder eine komplette Veränderung in der Kommunalpolitik zu wählen. Denn endlich gibt es Alternativen zum bisherigen orientierungslosen Angebot. Die Bürger müssen sie nur nutzen.

Stefan Becker
[Quelle: aktuelles Scoutintro | August 2011]

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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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