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Hendricks stärkt in vier deutschen Großstädten Alternativen zum Auto
27|01|2017



Die bekannteste Alternative zum Auto dürfte in Zukunft eine Rolle spielen: Das Fahrrad.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks fördert in vier deutschen Großstädten Modellquartiere für aktive Mobilität.

In Aachen, Kiel, Köln und Leipzig soll bis Mitte 2019 erprobt werden, wie der Fuß- und Radverkehr gefördert und der Straßenraum als attraktives Wohnumfeld zurückgewonnen werden kann. Insgesamt stehen dafür rund 1 Million Euro zur Verfügung.

Umwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks: "Jede zweite Autofahrt ist heute kürzer als fünf Kilometer – für viele Wege sind das Fahrrad oder die eigenen Füße deshalb eine echte Alternative. Entscheidend für den Umstieg ist, dass das Umfeld stimmt: Sichere Fahrradstreifen und Parkplätze fürs Rad gehören ebenso dazu wie Fußwege und Plätze, die man gern benutzt, sichere Straßenquerungen für Fußgänger und Platz für Kinder. Das Bundesbauministerium fördert deshalb aktive Mobilität. Wohnviertel werden so lebenswerter und verkehrssicherer."

Ziel ist es, die aktive Mobilität mittels einer Neuordnung des öffentlichen Raums und flankierender Maßnahmen zu fördern und die Wirkungszusammenhänge der Einzelmaßnahmen zu untersuchen. Die Konzepte werden gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern erarbeitet und umgesetzt. Neue gemeinschaftliche Mobilitätsangebote, etwa Car-Sharing oder Pedelec-Verleihsysteme, sind ebenfalls Gegenstand der Arbeiten.

Das Umweltbundesamt widmet sich parallel der Förderung Aktiver Mobilität in zwei Forschungsprojekten und bezieht die Modellvorhaben zur aktiven Mobilität in seine Analysen ein. Ziel ist, aus den Erfahrungen der Modellprojekte zu lernen und übertragbare Ergebnisse für andere Kommunen aufzuzeigen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des neuen ExWoSt-Forschungsfeldes "Aktive Mobilität in städtischen Quartieren" des BMUB und das Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung [BBSR]. Der Ansatz, Straßenräume zu Gunsten aktiver Mobilitätsformen – also insbesondere den Fuß- und Radverkehr – neu aufzuteilen, soll so erforscht und ausprobiert werden.

Details zum Forschungsprojekt "Aktive Mobilität in städtischen Quartieren" Details zu den vier Modellquartieren:

- Im Suermondt-Viertel der Stadt Aachen ergänzen verschiedene Maßnahmen eine Premiumroute für den Fußverkehr sowie eine Radvorrangroute.

- Die Landeshauptstadt Kiel stellt im Stadtteil Ellerbek Kinder und Jugendliche in den Fokus der Arbeiten und legt Wert auf kinderfreundliche Straßenräume.

- Die Stadt Köln widmet in der Altstadt Süd ehemalige Parkplätze zu Multifunktionsflächen um, die den Fußgängern für Aufenthalt, Spiel und Begegnung zur Verfügung stehen.

- Die Stadt Leipzig knüpft im Stadtteil Stötteritz an den intensiven Partizipationsprozess der Bürgerinnen und Bürger aus der Lärmaktionsplanung an.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit [BMUB]


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