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Wiesbaden stellt ÖPNV-Busse auf Elektroantrieb um und testet Wasserstoffbusse



In Wilhelmshaven sollte man diese Initiative als Ansporn nehmen möglichst schnell die Dieselfahrzeuge auszurangieren, um sich als Oberzentrum bei den Städten in der Position der Vorreiter zu plazieren.

19-11-2019 – Svenja Schulze: "Wiesbaden zeigt, wie umweltfreundlicher Nahverkehr geht".

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden stellt ihre Busflotte schrittweise komplett auf Elektrofahrzeuge um. Das Bundesumweltministerium fördert dies mit insgesamt rund 45 Millionen Euro. Damit werden insgesamt 140 Elektrobusse angeschafft. Das städtische Verkehrsunternehmen, die ESWE Verkehr, hat heute bei einer öffentlichen Präsentation der neuen Busse den symbolischen Förderscheck des Bundesumweltministeriums erhalten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Wiesbaden geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie ein umweltfreundlicher und attraktiver ÖPNV möglich wird. Das ist gerade vor dem Hintergrund der zurückliegenden Diskussionen um die Luftschadstoffbelastung in der Stadt eine gute Nachricht. Das Projekt ist einzigartig, weil die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft damit den größten Elektrobusanteil einer ÖPNV-Flotte in Deutschland haben wird. Zugleich wird sie zukünftig alle Buslinien mit leisen, abgasfreien Modellen bedienen. Ich freue mich, dass wir die Stadt bei diesem wichtigen Vorhaben mit unserer Förderung unterstützen können."

Die Gesamtstrategie der Landeshauptstadt und des Verkehrsunternehmens sieht einerseits die vollständige Umstellung der 235 Fahrzeuge umfassenden Busflotte auf Modelle mit elektrischem Antrieb vor, andererseits die Erprobung von Wasserstoffbussen, die mit regional erzeugtem grünen Wasserstoff betrieben werden sollen sowie den Bau einer Straßenbahn und die Elektrifizierung von Hilfsfahrzeugen und Dienstwagen.

Mit der Förderung des Bundesumweltministeriums werden bis Ende 2021 120 Elektro-Solobusse und 20 Elektro-Gelenkbusse in der Stadt angeschafft. Die Fahrzeuge lösen nach und nach ältere Dieselbusse im Linienbetrieb ab. Neben den Elektrobussen werden auch Teile der notwendigen Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof sowie weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Einsatz der Busse, wie Schulungen von Fahr- und Werkstattpersonal, unterstützt. Die gegenüber einem Dieselbus entstehenden Mehrkosten werden dabei zu 80% durch das Bundesumweltministerium übernommen. Die übrigen Ausgaben werden mit 40% gefördert.
Deutschlandweit unterstützt das Bundesumweltministerium derzeit 13 Elektrobus-Projekte mit insgesamt rund 230 Mio. Euro, bei denen zusammen rund 650 Elektrobusse beschafft werden. Vor dem Start der BMU-Förderung gab es gerade einmal rund 100 Busse mit batterieelektrischen Antrieben. Weitere Projekte zum Einsatz von Elektrobussen stehen vor ihrer Fördergenehmigung. 
Svenja Schulze: "Mit der großen Zahl an Elektrobussen, die wir in Deutschland fördern, leisten wir nicht nur einen Beitrag für mehr Umweltschutz im Verkehr, sondern geben auch einen industriepolitischen Impuls. Denn damit wird die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wie auch deren Weiterentwicklung unterstützt. Die Automobilindustrie muss diese Chance nutzen und sich nicht nur bei Pkw, sondern auch bei Nutzfahrzeugen auf umwelt- und klimafreundlichere Modelle umstellen. Mir ist das wichtig, um Industriearbeitsplätze langfristig in Deutschland zu sichern."

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit


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