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NGOs rufen Bulgarien auf: Kein Export des Schrottschiffs nach Indien
24|10|2012



Die Northern Vitality einen Tag vor ihrem Auslaufen im Wilhelmshavener Nordhafen.

NORTHERN VITALITY nimmt nach Auslaufen aus Deutschland Kurs auf Bulgarien

Die NGO Shipbreaking Platform, ein globaler Zusammenschluss von Umweltschutz-, Menschen- und Arbeitsrechtsorganisationen, hat heute Bulgarien in einem Brief an das bulgarische Umweltministerium aufgefordert sicherzustellen, dass die NORTHERN VITALITY nicht nach Indien exportiert wird. An Bord des 15 Jahre alten Containerschiffs werden gefährliche Giftstoffe wie Asbest, Kühlmittel und Quecksilber im Inneren und in der Elektronik, Ölrückstände aus dem Betrieb des Schiffes sowie giftige Farben, Lacke und Reinigungsmittel in Lagern vermutet. Das europäische Gemeinschaftsrecht zur Verbringung von Abfällen verbietet den Export von Schrottschiffen, welche gefährliche Abfallstoffe enthalten, in Entwicklungsländer wie Indien.

“Wir erwarten, dass sich Bulgarien dieser Herausforderung stellen wird und die richtigen Schritte unternehmen wird: Wir hoffen, dass Bulgarien es ablehnt, Giftmüll in Indien abzuladen, und die Ausfuhr der NORTHERN VITALITY verbieten wird,” sagt Patrizia Heidegger, Geschäftsführerin der NGO Shipbreaking Platform. “Das Schiff sollte in einer Anlage innerhalb der EU oder in der Türkei auf eine umweltfreundliche und sichere Art und Weise recycelt werden.”

Die NORTHERN VITALITY hat Deutschland am 11. Oktober verlassen, nachdem es den Behörden vor Ort gelungen war, das Schiff für rund vier Wochen im Port von Wilhelmshaven aufzuhalten. Das Schiff ist nun auf dem Weg ins Mittelmeer. Die Plattform hatte Deutschland sowie die Europäische Kommission am 6. September alarmiert, dass die bevorstehende Abfahrt des Schiffes aus deutschem Hoheitsgebiet auf Grundlage der EU Verordnung über die Verbringung von Abfällen verhindert werden muss. Die Verordnung verbietet den Export von Schrottschiffen in Entwicklungsländer, Indien miteingeschlossen.

Die ehemalige Eignerin des Schiffs, die Norddeutsche Vermögen Holding, hat die NORTHERN VITALITY – vermutlich die Vorgänge für die Öffentlichkeit schwerer überprüfbar zu machen - an eine weitere deutsche Firma, die Erste Roland Shipping, verkauft. Diese Firma ist erst am 28. September gegründet worden – nachdem die Northern Vitality in Wilhelmshaven festgesetzt wurde – und ist Recherchen der TAZ zu Folge eng mit der vorherigen Reederei verknüpft.

Der neue Eigentümer hat angegeben, dass das Schiff in Bulgarien repariert werden würde. Der Plattform liegen Informationen vor, laut derer die NORTHERN VITALITY am 4. November im bulgarischen Varna vor Anker gehen soll.

Die Plattform bezweifelt jedoch, dass die Reparaturarbeiten in Bulgarien mehr als nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg des Schiffes in Richtung der Schiffsfriedhöfe in Südasien sein wird. Die zwei Schwesternschiff der NORTHERN VITALITY, die NORTHERN DIGNITY und die NORTHERN FELICITY, deren Verkauf zur Verschrottung in Indien bereits im August berichtet worden ist, liegen bereits im indischen Alang auf dem Strand und erwarten dort ihr desaströses Schicksal. Beide Schiffe wechselten auf ihrer letzten Fahrt den Namen sowie ihre Flagge.

Jedes Jahr werden rund 1000 seetaugliche Schiffe verschrottet, um Stahl und andere Materialien zu recyceln, jedoch strandet die Mehrheit einfach auf den Gezeitenstränden in Pakistan, Bangladesch und Indien, wo dem sicheren Umgang mit gefährlichen Abfallstoffen wenig Beachtung geschenkt wird.

Den Arbeitern fehlen eine richtige Ausbildung sowie die Ausrüstung für den Schutz ihrer Gesundheit. Unfälle und tödliche Verletzung stehen in den Verschrottungsplätzen auf der Tagesordnung.

 
In Alang sind dieses Jahr bereits 12 Arbeiter ums Leben gekommen. Am 6. Oktober kamen sechs Arbeiter in einem Feuer ums Leben, das an Bord der UNION BRAVE, einem britischen Schiff, ausgebrochen war. Zum ersten Mal haben die indischen Sicherheitsbehörden nun die Besitzer der Verschrottungsplätze verhaftet. 

Im Juli hat der indische Supreme Court in einem wegweisenden Gerichtsurteil festgestellt, dass Schiffe, welche zur Verschrottung importiert werden, vorher von ihren gefährlichen Abfallstoffen gereinigt werden müssen.

„Dieser Transfer von gefährlichem Abfall nach Indien und in andere Länder muss beendet werden. Es ist Zeit, dass die Staaten, in denen diese Abfälle erzeugt werden, sich der Verantwortung für die Reinigung und Entsorgung stellen,“ sagt Ritwick Dutta, Rechtsanwalt der Legal Initiative for Forest and Environment [LIFE] aus Neu-Delhi und Mitglied der NGO Shipbreaking Platform. „Die Eigentümer der Schiffe – nicht die Umwelt und die Arbeiter – sollten für die Entsorgung der giftigen Abfälle aus Schrottschiffen bezahlen.

Letzten März hat die Europäische Kommission einen Entwurf für eine neue Verordnung zum Recycling von Schiffen vorgelegt, welche dem Export von giftigen Schiffen aus Europa in solche Anlagen ein Ende bereiten soll. Die NGO Shipbreaking Platform arbeitet nun mit dem Europaparlament sowie dem Rat der Europäischen Union zusammen, um den Entwurf der Kommission weiter zu verbessern.

Quelle: NGO Shipbreaking Platform

Links:
23|10|2012: Abwracken in Indien: Die Spur der Schiffe
13|09|2012: JadeWeserPort, Giftschiffe und Umweltignoranz
11|09|2012: Giftexport: Tauziehen um Schrottschiff
11|09|2012: Wegschauen mit Methode
Abwrackwerften bei Alang


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