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Bild: GRUPPO635.com_hufenbachWilhelms-havens OB Wagner tritt nicht wieder an Beim Neujahrs-empfang schloss Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner eine zweite Amtszeit aus. Zu den Vorwürfen um seinen Urlaub sagte er hingegen wenig ... [... zum Video]
GRUPPO|635 | hufenbachWichtigkeit: Landesbühne Nord - Sehr geehrter Herr Minister, wir schreiben Ihnen deshalb, weil das hervorragend arbeitende Theater mit seinen hochmotivierten Schauspielerinnen und Schauspielern einen bedeutsamen weichen Standortfaktor insbesondere ... [... mehr]
Bild: GRUPPO|635 | hufenbach Nichts ist so umstritten, wie die Aufstellung vergangener Heroen in Metallform auf formschönen Sockeln bei Sonnnenschein. In Wilhelmshaven gibt es ganz bestimmt wichtigere Probleme zu lösen, als ein ehemaliges Bismarck-Denkmal zu reaktivieren ... [... zum Video]

   

Die Propagandamaschinerie läuft
10|11|2009



Nein, das ist kein Kühlhaus von Horst Bartels, das ist ein Teil seiner völlig selbstlosen Sponsorenleistung an Wilhelmshaven, die Nordfrost Arena..

"Es ist ganz natürlich, dass man anstößt, sobald man der Strömung nicht mehr folgt.


Obwohl über 83,8 Prozent in einer nicht representativen Umfrage des lokalen Heimatblattes nicht mehr an eine pünktliche Fertigstellung des Jahrhunderthafens glauben wird uns schon einmal klargemacht, dass es trotzdem läuft.


Zur besten "Sendezeit" am Sonnabend sollen alle Zweifel zerstreut werden, mit Bildern vom Kajenbau, den Bildern von Gleisarbeiten von der Ölweiche bis zum Hafen und der Aussage, dass der allgemeine Baufortschritt über dem eigentlichen Zeitplan liegt.

Kein Zweifel daran, dass der Hafen fertig werden muß, wird dem Leser auch an einem der prominensten Mitglieder aus den Zeiten des Dreckigen Sumpfes [Teil 2], Horst Bartels, demonstriert, ein Unternehmer, der die damalige Unternehmensgruppe Nordfrost Kühl- und Lagerhaus GmbH und Co KG in den Ruin fuhr und zunächst einmal kurzfristig ins Ausland entschwand.

Sein "genialer" Plan: Mit Fischstäbchen die Welt erobern, d. h. rund um die Welt Kühlhäuser bauen und Marktführer werden.

Von Gerhard Schröder persönlich wurde sein damaliges Unternehmen mit 28 Millionen DM subventioniert. Durch diese Subvention glaubte Bartels es sich erlauben zu können, die Preise für Fischprodukte [z. B. Fischstäbchen] so lange drücken zu können, bis er seine Konkurrenten aufgekauft oder einfach vom Markt verdrängt hätte.

Das seine eigenen Strategie ihm selbst den "Garaus" machen könnte hatte er dabei völlig unterschätzt.

Fast eine Parallele zum heutigen Engagement im lokalen Heimatblatt für den geplanten Containerhafenbau, konnte Bartels schon damals geschickte Einschüchterungsschreiben über Anwälte lancieren.

Damals hieß es in einem Anschreiben an den Mitkonkurrenten Pickenpack:
Zitat: "Die Firma JadeKost reagierte ungehalten über ihre Hausanwälte [Seifert, Eickmeier & Partner] Sehr geehrter Herr Pickenpack,
Sie haben durch verschiedenen Verfahren versucht, die Aushändigung der Bürgschaft an unsere Mandantin, die JadeKost GmbH & Co KG, zu verhindern [....]
Durch dieses Verfahren und den damit verbundenen Zeitverlust einerseits und die durch Sie in dieser Angelegenheit vorgenommene Information Dritter ist unserer Mandantin ein erheblicher Schaden entstanden [...]
Durch Ihre von Anfang an zur Erfolglosigkeit verurteilten Prozesse haben Sie mittlerweile allein im anwaltlichen Bereich in einer Größenordnung von ca 1,5 - 2 Mio DM zu erstatten."
[Quelle: Dreckiger Sumpf, Teil 2, Seite 88]

Horst Bartels ist so ein Vorläufer des Opel Deals, der staatlich subventioniert in die Pleite fährt, weil er sich am Markt dramatisch verschätzt hat.

Auch wandte er Methoden an, Informationen über Mitarbeiter bei vorhergehenden Arbeitgebern und Krankenkassen einfordern zu dürfen. Dieses Verfahren kennen wir heute von vielen Unternehmen, die in Überwachungsskandale verwickelt waren oder sind.

Als sein Unternehmen wegen des erfolglosen Fischstäbchengeschäftes im Osten pleite ging setzte der sich nach Gran Canaria ab. Die Verschuldung des Unternehmens belief sich auf etwa 200 Millionen DM:
Zitat: "Ende Januar 1995 wurde dem Tiefkühlspezialisten Horst Bartels die Luft knapp. Er meldete sich plötzlich polizeilich in Wilhelmshaven ab und ging mit seiner ganzen Unternehmensgruppe Nordfrost Kühl- und Lagerhaus GmbH und Co KG in Konkurs. Seinen Mitarbeitern schrieb er einen Abschiedsbrief

"Wilhelmshaven, 20. Januar 1995

Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter

wie Sie alle wissen, ist uns durch die Politik der EU nicht nur der größte Teil der Geschäftsgrundlage im Kühlhausbereich entzogen worden, sondern zusätzlich geriet dadurch auch noch das Auftragsvolumen der Privatwirtschaft unter erheblichen Preisdruck.

Dies alles geschah von Heute auf Morgen, so daß keinerlei Anpassungschance bestand [...] Mit übelsten Nachreden und Machenschaften wurde die Situation von Seiten der Konkurrenz schamlos ausgenutzt, so daß unermesslicher geschäftlicher Schaden die Folge war...

Ich habe in dieser Zeit die Lebensfreude verlernt...
Ich kann die weitere Entwicklung vor Ort nicht ertragen und habe mich deshalb entschlossen, meinen Wohnsitz in der Region Wilhelmshaven/Friesland aufzugeben...

Bitte haben Sie Verständnis, daß ich mich in dieser Form von Ihnen verabschiede.
Ihr Horst Bartels"
[Quelle: Dreckiger Sumpf, Teil 2, Seite 90 - 91]

Das ist so schlecht, dass kann man gar nicht mehr kommentieren.

Die abschlägige Entscheidung der EU vom Mai 1996 lautete so:
Zitat: "Bulletin EU 5-1996 | Fischereipolitik [16/17]

Abschlägige Entscheidung | Deutschland
1.3.159. Entscheidung über eine Beihilfe in Form einer Kreditbürgschaft des Landes Niedersachsen für das Unternehmen Jadekost in Wilhelmshaven, das Tiefkühlerzeugnisse herstellt und vertreibt.
Annahme durch die Kommission am 29. Mai.

Die Kommission ist der Auffassung, daß diese Beihilfe zu einer Wettbewerbsverzerrung führen könnte, und beschließt daher, sie gemäß Artikel 92 des Vertrages als mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar zu erklären. Sie fordert die deutsche Regierung daher auf, diese Beihilfe aufzuheben und für ihre Rückzahlung zu sorgen."


1996 wurde JadeKost von Royal Greenland aufgekauft, die Produktion gesteigert und weitergeführt.

Wenig später [erste lokale Erwähnungen in der Ostfriesenzeitung: 19. April 1996] kehrte Horst Bartels wieder zurück und wurde zunächst als Geschäftsführer vom damaligen Nordfrost Konkursverwalter Harald Naraschewski eingesetzt - man kennt sich, würde es wahrscheinlich im lokalen Heimatblatt heißen.

"Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass es gelingen könnte, daß Bartels auch wieder als Gesellschafter in den Betrieb einsteige." lautet ein weiteres Zitat aus dem Dreckigen Sumpf, Teil 2, Seite 94.

Der Dipl.-Kfm. Horst Bartels ist heute Geschäftsführer und Alleingesellschafter.

Sein Motto lautet:
„Das Geheimnis des Erfolgs ist die Beständigkeit des Ziels.”.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich von so viel unerträglichem Schmerz wieder erholen kann.

Heute "tönt" er wieder großsspurig wie damals und anscheinend vollkommen instrumentalisiert auf dem Titel des lokalen Heimatblattes und versucht dem Unternehmen Eurogate mit Politikern, lokalen Medien und anscheinend der Landesregierung im Rücken zu drohen:
Zitat: "Bartels: Pläne von Eurogate ungeheuerlich...Scharfe Kritik am künftigen Betreiber des Containerterminals: Investor aus Schortens will Klarheit über den Fertigstellungstermin."
[Quelle: Lokales Heimatblatt | Sonnabend | 07-11-2009]

David [Nordfrost] gegen Goliath [Eurogate]?...oder alles gar nur inszeniert?

Vielleicht sollte Horst Bartels einfach einmal einen Gang zurückschalten und sich seinen Abschiedsbrief in Erinnerung rufen, der eigentlich noch nicht so lange her ist. Ein bisschen Demut könnte dem heute 65jährigen nicht schaden.

Es bleibt allerdings die Frage, wo denn die anderen Beschwerden geblieben sind, wir meinen die der anderen Investoren, die laut Lokalmedium und Politikerversprechen Schlange stehen sollen?!

Nebenbei plant er ein riesiges Kühlhaus in Hamburg. Er denkt schon einmal weiter: Wenn es in Wilhelmshaven doch nicht laufen sollte, schreibe ich über Hamburg ab.

Die Inszenierung einer Tragödie der Steuerverschwendung geht somit ungebremst weiter und niemand interessiert es anscheinend, dass dieses "versenkte" Geld keiner Bildungseinrichtung mehr zur Verfügung steht. Da reichen nicht die Ergebnissse der Pisa-Studie zur Einsicht, da müssen die BürgerInnen ein Volksbegehren in Gang setzen, denn erst vor Volkes Wille knickt der gemeine Politiker ein, der sehr gerne wiedergewählt werden möchte.

Die Bahnanbindung wird frühestens 2014 - 2015 fertig werden [2017 steht auch noch im Raum und klingt wesentlich wahrscheinlicher] und vorher darf wegen des Neubaus der Strecke dort kein weiterer Zug fahren?

Bevor der Bau der Lärmschutzmaßnahmen nicht abgeschlossen ist, wird die Strecke vom Eisenbahnbundesamt nicht abgenommen, hieß es beim Bundesbahnvortrag vom 6. November 2009 in Rastede.

Dafür, dass doch schon sehr viel mehr Züge fahren dürfen gibt es bestimmt eine Sondergenehmigung und die Bahnanlieger dürfen sich dann schon einmal auf einen "höllischen" Lärm vor allen Dingen nachts freuen, bevor irgendeine Schallschutzwand überhaupt steht.

Da ist es gut, wenn der Hafern verspätet kommt, denn die nächsten Kommunalwahlen sind 2011 und da kann man noch jede Menge Wahlversprechen streuen.

Es wird Freude aufkommen und die KommunalpolitikerInnen werden schaarenweise ihren Wohnsitz an die Gleise verlegen, um am leisen Rauschen eines Blätterwaldes teilzuhaben, wie die Bahn den zukünftig errechneten Lärm einstuft, wenn z. B. ein 300 - 400 Meter langer Kohlezug oder ein leerer Containerzug mit 80 - 100 km/h vorbeidonnert.

Mit oder ohne Lärmschutzwand wird das kein Vergnügen und die Grundstückspreise nahe der Bahntrasse in den "Keller" fahren.

Es wird Zeit, dass sich diese betroffnen Bürger organisieren, am besten von Anfang an mit juristischem Beistand.

Erste Zweifel am ambitionierten Bahnprogramm machen sich schon breit, weil die Kommunen, denen das Wasser bis zum Hals steht, in den Prozeß der Planfeststellungsbeschlüsse mit einbezogen werden sollen, und zwar mit echten Euros.

Man sieht schon, die Bahn bemüht sich ständig, nicht alles bezahlen zu müssen. Die Hafenlobbyisten reihen sich mit in die Subventionsliste der EU ein, nicht nur die Bahn auch Horst Bartels, denn der ist seit langer Zeit bestens Vertraut mit den Mechanismen, sich Subventionen aus Brüssel zu sichern.

Und so werden wir immer mehr an die Geschehnisse von vor über 30 Jahren erinnert, als man den Wilhelmshavener Lemmingen versprach, das irgendwann alles besser werden wird, man hat allerdings vergessen, das Jahrtausend anzugeben und für wen.

Vielleicht hilft den Lesern ja Dieter Moor mit seinem Podcast weiter, wenn man verstehen möchte, was wir meinen.

...und der "elitäre Zirkel" existiert immer noch. Man braucht nicht einmal mehr die Namen auszutauschen, nur noch das Datum.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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Dieter Moor: Mauerfall ist "in" [Podcast]
Dreckiger Sumpf [1 u. 2]


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