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Hans Leyendecker: Reliquien des Irrsinns
18|11|2011



Hans Leyendecker auf der Tagung der "Netzwerk Recherche" 2008.

Er war zu rühmen, der Hans Leyendecker, als er 1982 für den "Spiegel" die Flick-Affäre aufdeckte, als er 1995 den Plutoniumschmuggel beim Bundesnachrichtedienst enthüllte.

Auch später, waren seinen investigativen Erfolge für die "Süddeutsche Zeitung" beispielhaft für engagierten Journalismus: Die Entlarvung des Kanzlers Kohl als gewöhnlichen Betrüger in der CDU-Spendenaffäre war primär ihm zu verdanken, dem klugen und mutigen Journalisten Hans Leyendecker. Doch wir alle werden älter. Bei manchen löst dieser biologische Prozess jene Bequemlichkeit aus, die für eine gewisse Anpassung an den Mainstream verantwortlich zeichnet.

Schon 2007, als Leyendecker Internet-Blogger so wertete: „Ein Großteil der Sachen, die ich lese, ist böse, ist zynisch, ist verachtend, ist gegen jedermann", horchte man auf. Seit dieser, von wenig Kenntnis getrübten Äußerung etwa, war so manche Leyendecker-Enthüllungs-Story stärker von seiner Meinung als von recherchierten Fakten geprägt. Doch immer noch musste man Hans Leyendecker Respekt für seine Arbeit zollen. Aber spätestes 2010, als der Altmeister der Enthüllung dann in einem Interview "WikiLeaks" als "Bastard" bezeichnete, wurden die Fragen nach seiner Redlichkeit häufiger. Den Höhepunkt mangelnder Qualität erreichte Leyendecker jüngst mit einem als Recherche getarnten Manipulationsartikel in der "Süddeutschen Zeitung" zum rechten Terror-Trio des "Nationalsozialistischen Untergrundes" .

Bereits die Überschrift "Reliquien des Irrsinns" kommentiert die drei Mörder dorthin, wo eine üble Melange aus Politik und Verlegermacht sie hin haben will: Ins Irrenhaus. Denn dort wären dann die eigentlichen Fragen, nach dem gesellschaftlichen Zusammenhang von Mord und deutscher Ausländerfeindlichkeit, von Terror und blindem Staat, in das Reich der Biologie überwiesen. Fragen, so behauptet Leyendecker in seinem Artikel, stelle er an die Ermittler und bevor die überhaupt den Mund aufmachen, weiß er schon Antworten: "Vieles deutet daraufhin, dass sie [die Täter] ein Signal setzen wollten." Das wäre nun wirklich keinem aufgefallen, außer unserem Hans.

Damit aber nicht zu viel von der Ermittlung erwartet wird, schiebt Leyendecker gleich einen schweren Riegel vor, wenn er sich sorgt, dass der "pure Fremdenhass" zum Töten führt und auch die "ausgekochtesten Spezialisten" sich das nicht haben vorstellen können. Weit mehr als 100 rechte Morde seit 1990 und Hänschen-Klein entschuldet die Spezialisten von Verfassungsschutz und Innenministerium, die seit Jahren nur Einzeltäter kennen. Aber da das Täter-Trio ja "Reliquien des Irrsinns" sammelte, ist ein "Realitätsverlust" der Täter für Leyendecker so gut wie bewiesen.

Und damit das geneigte Publikum auch wirklich weiß, was es von den Mördern zu halten hat, schiebt Leyendecker sie in die Ecke der "politischen Analphabeten", die nicht mal wissen wie das Substantiv "Reflexion" geschrieben wird. Deshalb können die drei auch nur von der "Logik der Paranoia umfangen" sein, deren Handeln selbst "den verrücktesten der verrückten Gesinnungskameraden" nicht verständlich sei. Dass wir in einem Land leben, in dem von Rostock über Mölln bis Solingen, die Wohnungen von Ausländern brannten, dass der SPD-Minister Schily NPD-Parolen nutzte um gegen Ausländer Stimmung zu machen, dass mit Sarrazin die Rassentheorie wieder Bestseller- und talkshowfähig wurde und mit Henryk M. Broder der rassistische Ausländerwitz sendefähig, das alles ist dem großen Enthüller nicht aufgefallen. Deshalb muss er das inzwischen gesellschaftlich völlig Normale in die Pathologie schicken.

Einen wahren Höhepunkt an Erkenntnisverweigerung leistet sich der Journalist, wenn er, ohne jeden Beweis, behauptet: "Vermutlich war das Ende geplant". Am selben Tag weiß die "Süddeutsche Zeitung" in einem anderen Artikel, dass die Täter offenkundig noch mehr vorhatten und nur durch Glück als Bankräuber in der Fahndung auftauchten. Hans will ein Ende haben. Ein Ende mit den Fragen an die Gerichte, warum sie so selten rassistische Motive erkennen, wenn eine Deutscher mit Glatze und Springerstiefeln einen Ausländer verprügelt hat. Ein Ende mit den Fragen nach der Verschleppung von Ermittlungen, wenn es um Straftaten gegen Ausländer geht. Ein Ende mit der Frage nach der Verantwortung des Verfassungsschutzes und seiner V-Leute für die Morde im Land. Hans möchte seine Ruhe. Auch die Arbeitsverträge der "Süddeutschen" sollten die vorgezogene Rente möglich machen.

Ulrich Gellermann

Quelle:
Rationalgalerie | Ulrich Gellermann

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