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Investition ohne Reue
13|02|2012



Konsequenz aus der Euro-Krise: Geld drucken und verbrennen.

Wie der Staat den Markt beruhigt

Sehn Sie, so richtig Geld kann man ja kaum noch verdienen. Sicher, im Waffenhandel sind die Margen noch ganz ordentlich. Aber die Risiken?! Seit Monaten laufen schon die Wetten auf einen anständigen Krieg mit dem Iran. Und? Gibt es bisher einen? Wer da sein Geld angelegt hat, der muss vielleicht noch Monate warten, um das eingesetzte Kapital in die Gewinnzone zu kriegen.

Auch der Drogenhandel ist nicht mehr das was er mal war. Zum einen haben die Afghanen fast ein Monopol auf Opium. Die lassen einen nicht an die Quellen. Zum anderen gibt es diese Moral-Apostel, die von Polizei und Justiz die Unterbindung des Handels erzwingen. Von wegen Freiheit des Marktes: Immer wieder wird die Distribution behindert, manchmal werden Kilo um Kilo konfisziert. Da wird doch das Geschäft zum Abenteuer.

Schon damals, als die Lehman-Brüder Pleite machten, war die Furcht groß: Dieses dumme Gerede über den Markt, der an allem schuld wäre, und jetzt müsse man mal die Banken kontrollieren und die Profite beschneiden und so. Damals dachte ich: Jetzt investiere ich in Prostitution. Ist das älteste Gewerbe der Welt, nicht kaputt zu kriegen. Sicher, man hat Personalkosten. Da sind kaum Rationalisierungsgewinne zu machen. Selbst wenn man die Zeit für ne Nummer auf sieben Minuten begrenzt. Auch kann man einfach keinen Extra-Profit mit Massenentlassungen machen. Aber dafür ist der Kapitaleinsatz extrem gering. Vor allem beim Straßengeschäft: Keine Mieten, keine Immobilien. Auch die Steuer lässt unsereinen weitgehend in Ruhe. Das Personal hat so eine Art Scheinselbständigkeit. Aber völlig ohne Risiko ist dieses Business auch nicht. Vor allem das untere Management hat selten die Qualität, die man braucht: Viel Schlägereien, zu viel Schlagzeilen. Aber sollte ich mein Geld einfach rumliegen lassen?

Dann half uns die Europäische Zentralbank aus der Risiko-Klemme. Schon im Dezember letzten Jahres warf die mal eben 490 Milliarden auf den Markt. Die konnten sich die privaten Banken zu einem Prozent Zinsen abholen. Und während die Kredite früher für ein paar Wochen oder wenige Monate liefen, darf man jetzt drei Jahre lang sicher sein, dass sich der Zinssatz nicht ändert. Da kann man ganz in Ruhe das Investment planen. Das ist ja fast Planwirtschaft.

Die Hektik des Marktes wird durch das staatliche Geld in ordentliche Bahnen gelenkt. Am 29. Februar kommt noch mal so ein Segen von der EZB. Soll diesmal mehr sein als im Dezember. Aber zu den selben Konditionen: Die private Bank zahlt so gut wie nichts, das Risiko ist ausgeschaltet und die Gewinne können sich sehen lassen. Früher habe ich immer gedacht, der Staat steht nur im Weg wenn unsereiner mal ein bisschen Geld machen will. Aber jetzt liebe ich die Verstaatlichung gradezu: Wir kriegen von EZB billiges Geld und streichen den Profit ein. Das beruhigt den Markt ungemein. Außer, einer stellt die Frage, warum der Staat das Geld nicht direkt selbst verleiht. Also uns ausschaltet. Aber solch blöde Fragen stellt kein anständiger Mensch. Und wenn doch, dann ist er eben nicht mehr anständig.

Uli Gellermann

Quelle: Rationalgalerie


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