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Til Schweiger
29|09|2012



Til Schweiger auf dem Boulevard der Stars [2011].

Das zynische Geschäft mit dem Tod

Was mag es sein, was Til Schweiger nach Afghanistan getrieben hat? Ein schlechtes Gewissen, weil er damals den Kriegsdienst verweigert hat? Oder die körperliche Kürze, die ihn, nur darin Napoleon ähnlich, zu heftigsten Kompensationen treibt? Haben seine Eltern ihn nicht Cowboy spielen lassen, ihm das Ballern verboten? Das jedenfalls hat er mit seinem jüngsten Film "Schutzengel" gründlich nachgeholt. Nachdem er das deutsche Filmpublikum mit den Liebes-Schmonzetten "Kokowääh" eins bis drei, oder waren es vier, überfallen hat, kommt nun der echt harte Til: Das Ballern ist des Schweigers Lust mit seinem neuen Film. Die Machart: Ein verrutschter Bruce Willis [16. Blocks]. Das Budget: 7.5 Millionen Euro.

Das Budget ist fraglos das Beste am Film. Jedenfalls für Til Schweiger. Für die öffentliche Hand, die in diesen Afghanistankriegs-Propagandafilm über diverse Förderungen drei Millionen reingesteckt hat, anscheinend auch. Sagte doch der Verteidigungsminister Thomas de Maizière, nachdem er den Schweiger, dessen Film und Entourage zur Film-Vorführung nach Afghanistan hatte einfliegen lassen: "Nicht wir werben für Herrn Schweiger, Herr Schweiger macht Werbung für die Bundeswehr." Da wird der große Filmkritiker de Maizière sicher recht haben. Die Mehrheit der anderen Filmkritiker, außer einer Handvoll Schweiger-Freunde, durfte den Film nicht vorab sehen. Zwar mit jeder Menge öffentlichen Geldes gefördert, war er faktisch nicht öffentlich. Dass die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten ihre Stars Matthias Fornoff und Frank Plasberg für den Film ausgeliehen haben, macht den Vorgang noch skandalöser: Bekennen sich ZDF und ARD ungeschminkt zum Afghanistan-Krieg? Oder genießen die genannten Herren nur die Nähe zur faden Popularität von Schweiger?

Den Film werden nur jene wirklicher genießen können, die entweder an einem Übermaß deutschnationalen Sentiments leiden oder auf Dauerschießereien versessen sind. Der ehemalige Elitesoldat [KSK] und Afghanistankämpfer Max [Til Schweiger] wird als Polizist zum Personenschutz der jungen Nina [Luna Schweiger] abgestellt. Verfolgt wird das arme Kind, weil sie etwas gesehen hat, was man nicht sehen darf, von einem sehr bösen Waffenhändler, der nicht von Thomas de Maizière gespielt wird sondern vom katatonisch grimmig starrenden Heiner Lauterbach.

Der schlägt die Schweigers mimisch um Längen. Obwohl die beiden einen kleinen Wettbewerb im Mundzucken austragen. Til zuckt heldisch, Luna zuckt schmollend.

Später kommt dann noch eine frühere Freundin und jetzige Staatsanwältin [Karoline Schuch] hinzu, die wie eine gereifte Tina Ruland aussieht. Wie eben jene Schweiger-Gefährtin aus dem Film "Manta, Manta", der wohl für immer den flachen Horizont von Schweiger geprägt hat. Am Schluss werden die drei glücklich und vereint im Seebad Brighton herumirren. Aber vorher hat Schweiger alle Feinde umgelegt, Gruppen von 20 und mehr bewaffnete Männer besiegt und einen ekligen Bauchschuss mit einem Tampon geheilt. Man hört ihn förmlich sagen: "Auch Männer haben ihre Tage."


In der BILD-Zeitung erzählt Schweiger zur Promotion seines Comic-Filmes wie er in Afghanistan an einem Kriegerdenkmal war: "Der Wind pfeift. Die Fahnen aller ISAF-Nationen flattern hart. Es ist eine ganz komische, traurige Atmosphäre." Und weil es so komisch ist, sagt er noch: "Ich kämpfe mit den Tränen. Ich bin froh, dass ich meine Sonnenbrille aufhabe." Aber dann packt ihn die Wut über den Tod eines Bundeswehrsoldaten: "Wie er aus seiner Deckung raus ist - obwohl er wusste, dass der Feind nur auf ihn wartet, um ihn zu töten!". Das ist der erbärmliche Trick, von dem auch der Film lebt: Der Feind ist böse, der wartet nur darauf Til und die anderen Deutschen zu töten. Dass der Feind ein Gesicht hat, dass der Feind in seinem eigenen Land lebt, dass die deutschen nur Besatzer sind, die einen korrupten Freund von Opium-Dealern schützen, der als Regierungschef von den USA eingesetzt wurde, davon kein Wort.

Die Tochter von Til Schweiger ist erst 15 Jahre alt. Sie in diesem widerlichen Film zu benutzen, ist Kindesmissbrauch. Irgendwann, später wird das Mädchen die Folgen spüren. Mit Glück wird sie sich schämen an billiger Kriegsverherrlichung mitgearbeitet zu haben. Wenn sie Pech hat, wird sie wie ihr Vater: Ein zynischer Geschäftemacher - gern auch mit dem Tod.

Uli Gellermann

Quelle: Rationalgalerie

Links:
Schutzengel (Trailer in Deutsch) [HD]

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