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Goya für die Wand
13|10|2012



Die Höhlenmalereien von Altamira könnten bald für Schnäppchenjäger attraktiv werden, Standard & Poor´s machts möglich.

Aus dem Hässlichen kommt das Schöne

Sie kennen doch Altamira? Das sind diese steinzeitlichen Höhlen im Norden Spaniens. Wunderbare Bilder. Unglaubliche Jagdszenen. Lassen sich zwar nur schwer ablösen, aber wenn man die Höhle in große Blöcke zerschneidet, ist ein Einzelverkauf sicher möglich. Es gibt Partykeller, die sind groß genug für so `nen Block. Oder man baut das ganze Ding wieder auf und macht einen Themenpark draus wie in Soltau. In diesem Heide-Park haben die glatte 850.000 Quadratmeter Fläche, da wird sich schon ein Plätzchen finden. Am besten in so einer Steinzeit-Geisterbahn - die Malerei sollte ja sowieso im Dunkeln aufbewahrt werden.

Und in Barcelona, zum Beispiel, steht diese Jugendstilkirche, sie wissen schon, von diesem Antonio Gaudi. Ist zwar immer noch nicht fertig, sieht aber doll aus. Sagen Sie nicht das geht nicht, die Freiheitsstatue ist damals von den Franzosen in 350 Teile zerlegt und in 214 Kisten verpackt worden, um sie nach New York zu schicken. Greifen Sie jetzt zu, ist bald alles billig zu haben: Standard & Poor´s hat Spanien gerade mit BBB-Minus bewertet, die letzte Stufe vor dem Ramschniveau.

Erinnern Sie sich noch an das Theater mit dem ESM-Rettungsfonds? Wurde ja inzwischen auch vom Verfassungsgericht durchgewunken. Herrlichen Zeiten sollte Europa entgegengehen, sobald der Schirm aufgespannt worden wäre, würde der Finanzmarkt ganz entspannt werden, alle europäischen Staaten wären dann total kreditwürdig und es würde Manna vom Himmel regnen. Nun ist der "dauerhafte Euro-Schutzwall" vor ein paar Tagen gegründet worden. Die Rating Agentur Fitch gab ihm die Bestnote, die Leute von Moody´s zogen ebenfalls die AAA-Benotung aus der Tasche, nur Standard und Poor´s fehlte. Jetzt wissen wir warum: Sie wollten Spanien runterstufen. Damit das Spiel von vorne beginnen kann: Die Staaten geben Geld zur Rettung der Banken, die Ratingagenturen sagen: Iss nich genug, die Staaten geben mehr Geld, die Agenturen sagen . . ., aber das wissen Sie ja schon. Das geht solange bis das Geld nichts mehr wert ist. Deshalb: Jetzt in Sachwerte fliehen. So ein Goya an der Wand, hängen noch jede Menge im Prado, der macht nicht nur was her, der bringt später auch was ein.

Standard & Poor´s sagen zur Begründung für das BBB-Minus, es gäbe Zweifel an der Bereitschaft, die spanischen Bankschulden zu vergemeinschaften und das würde den "Kreditausblick" schwer belasten. Und außerdem würden die "Spannungen" infolge von Arbeitslosigkeit und "Ausgabenzwängen", die Kreditwürdigkeit senken.

Da sollen die Spanier sich mal ein Beispiel an den Letten nehmen. Die gelten zur Zeit als Sanierungs-Musterknaben Europas. Deren Wirtschaftsminister hatte die Parole ausgegeben: "Wenn Du hässliche Dinge tuen musst, dann tue sie schnell." Also haben die Letten jede dritte Stelle im öffentlichen Dienst abgebaut, die Gehälter im öffentlichen Dienst wurden um 40 Prozent gekürzt und die Löhne im privaten Sektor gingen um zehn Prozent zurück. Jetzt, sagt der Minister, ist der Standort Lettland wieder attraktiv. Denn der Stundenlohn eines Arbeiters erreicht bald das Niveau der chinesischen Löhne. Das ist Fortschritt.

Ja, sicher werden die normalen Leute dabei arm. Aber wo soll denn Ihr Goya sonst herkommen? Man muss schon ein paar hässliche Dinge tun, um sich was Schönes an die Wand zu hängen. Ist eine alte Straßenräuberweisheit. Gilt aber immer noch.

Uli Gellermann

Quelle: Rationalgalerie

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