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Bild: GRUPPO635.com_hufenbachWilhelms-havens OB Wagner tritt nicht wieder an Beim Neujahrs-empfang schloss Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner eine zweite Amtszeit aus. Zu den Vorwürfen um seinen Urlaub sagte er hingegen wenig ... [... zum Video]
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98 Prozent Heteros
06|12|2012



Neben dem geplanten NPD-Verbot würde die CDU bestimmt auch für ein "Loverparade-Verbot" votieren, weil, das wäre ja sowas von christlich!

CDU-Gebete zum Schutzpatron der Heuchler

Jubel, Jubel, Jubel! Er brandete auf, als das Wahlergebnis für Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag bekannt gegeben wurde: 98 Prozent! Dass diese Nähe zur hundertprozentigen Zustimmung in der Regel in totalitären Staaten bevorzugt wird, störte die Delegierten nicht. Sie brauchten dieses Erlösungs-Ergebnis dringend. Sacken doch die Zustimmungsraten der CDU allüberall. Und in den Großstädten mit besonderer Rasanz.

Da bleibt den Christdemokraten, die verzweifelt nach ihrem konservativen Markenkern suchen, nur die Hoffnung auf die große Mutter der Modernisierung: Angela wird es schon richten, bei den nächsten Wahlen. Denn Angela hat die CDU aus ihrer Atomblockade geholt, sich von der offenen Ausländerfeindlichkeit der Kohl-Ära verabschiedet, und sogar die Frauenquote zieht Frau Merkel in Erwägung. Aber so ein wichtiger Rest rechter Ideologie musste dann doch sein: Schwule und Lesben, entschied der Parteitag, kommen nach Willen der CDU nicht in den Genuss des weiterhin nur für verheiratete Heteros geltende Ehegatten-Splitting, der steuerlichen Förderung herkömmlicher Eheverhältnisse.

„Ich persönlich", verkündete die Kanzlerin, "möchte die steuerliche Privilegierung der Ehe beim Splitting-Tarif erhalten. Weil unser Grundgesetz die Ehe in unmittelbarem Zusammenhang mit der Familie sieht und beide unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt.“ Das Wort Grundgesetz aus dem Mund der Merkel zu hören, ist eine seltene Kostbarkeit. Wenn es um Auslandseinsätze der Bundeswehr oder um die Entmachtung des Parlamentes zugunsten der europäischen Banken geht, ist der Dame das Grundgesetz unbekannt. Aber wenn die Ehe aufgerufen wird, die scheinbar letzte Bastion konservativer Wohlanständigkeit, dann ruft die Kanzlerin "hier", wohl wissend, dass sie die dumpfen Vorurteile in ihrer Partei und anderswo billig bedienen kann.

Wer nicht kreuzkatholisch ist, der weiß, dass die Ehe nichts anders ist als eine bürgerliche Einrichtung zur Regelung von Eigentumsfragen: Von der Frage wem das Konto gehört bis zur Frage wer die Kinder besitzt, organisiert die Ehe nichts anderes als das Vermögen jener zwei, die eine Ehe eingegangen sind. Von Liebe, Romantik, von Harfenklängen aller Art keine Spur. Zum Regelwerk der Ehe gehört auch das Ehegattensplitting: Wenn einer in der jeweiligen Steuergemeinschaft mehr verdient als der andere, kann der den weniger Verdienenden, als lebende Abschreibung nutzen. Man spart Steuern. Nicht die Existenz von Kindern wird steuerlich gefördert. Das könnte man verstehen. Kinder kosten Geld und erhalten in Deutschland ohnehin zu wenig Förderung. Nein, der Staat verzichtet auf Geld, weil zwei Menschen auf einem Amt ihr Ehe-Unternehmen haben eintragen lassen: Die Müller-Meier GmbH, noch nicht geschieden. Und wenn das zweite und dritte Unternehmen gegründet wird, dann gibt es auch dafür wieder steuerliche Vorteile. Frau Merkel, zum Beispiel, verdient mehr als Herr Sauer, mit dem sie in zweiter Ehe verheiratet ist. Da spart sie durch Herrn Sauer Steuern.

Wenn also schon das pure, juristisch zertifizierte Zusammenleben von zwei Menschen eine Steuerprämie wert ist, warum gilt das dann nicht auch für lesbische oder schwule Lebensgemeinschaften? Schwule und Lesben stellen, nach seriösen Schätzungen, etwa fünf Prozent der Bevölkerung. Und sie sind überall. Auch in der CDU. Nicht wenige der langjährig unverheirateten Funktionsträger dieser Partei sind ebenfalls schwul oder lesbisch. Aber sie sagen es nicht. Das würde ihre Karriere-Chancen mindern. Da hockten sie nun, die männlichen und weiblichen Homosexuellen auf dem CDU-Parteitag, duckten sich und wählten mit totaler Mehrheit und Inbrunst eine homophobe Frau an ihre Spitze. Weil in der CDU immer noch das Mittelalter regiert, weil des "C" im Parteinahmen immer noch den latenten Schwulen-Hass garantiert, weil der Anschein von geschlossener, 98-prozentiger Heterosexualität die Wahlerfolge auf dem Dorf sichern sollen. Oder auch, um mit den Worten der Merkel zu sagen: "Zu den eigenen Werten stehen und an sich glauben." Gemeint ist der Glaube an den heiligen Opportunismus, den Schutzpatron der Heuchler, gemeint sind die Werte einer Lügengesellschaft, privat wie politisch.

Uli Gellermann

Quelle: Rationalgalerie

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