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Tote Kameraden
08|05|2013



Vierundfünfzig [54] Kollateralschäden für die Verteidigung der Demokratie am Hindukusch?

Minister de Maizière: Deutschland überall in der Welt

Die Rede des Verteidigungsministers Thomas de Maizière am Grab des jüngst in Afghanistan gefallenen Soldaten der Kommando-Spezialkräfte [KSK]:

"Ich hatt´einen Kameraden," so heißt es im großen Lied von Ludwig Uhland, "Einen bessren findst du nit" fährt der Dichter fort und das gilt auch für den tapferen, toten Mann, der nun vor uns liegt. Seinen Namen darf ich nicht nennen, weil er Angehöriger der geheimen KSK-Spezialkräfte war. Aber seine Tapferkeit darf ich rühmen: Fast allein hat er es mit dem afghanischen Feind aufgenommen, der nun wirklich dort, wo wir Deutschen sind, nichts zu suchen hat. Unsere KSK-Kräfte stehen in einer langen Tradition deutscher Soldaten im Ausland. Auf dem europäischen Friedhof in Kabul, zum Beispiel, liegt Manfred Oberdörffer, ein Mitglied der "Wehrmachts-Spezialeinheit Division Brandenburg". Er fiel 1941 im Rahmen der "Operation Tiger", als deutsche Soldaten an der Seite paschtunischer Dschihadisten gegen die Engländer kämpften. Auch wenn sich die Bündnislage heute geändert hat: Der deutsche Soldat ist überall einsatzfähig. Wie ich noch jüngst dem Sender MDR-Info gesagt habe, gibt es prinzipiell keine Regionen, in denen Deutschland nichts zu suchen hat: `Die Wahrnehmung internationaler Verantwortung ist etwas, was mit unseren wohlverstandenen Interessen als wichtiges Land in der Welt zu tun hat.´ Oder, um es mit einem anderen Lied zu sagen: Deutschland, Deutschland, über alles, überall in aller Welt.

Wenn wir hier am Grab eines Elite-Soldaten stehen, dann müssen wir unbedingt auch an andere Ruhmestaten der KSK-Eliteeinheit erinnern. Hat sich doch diese Truppe bei den Verhören des Murat Kurnaz, jenem Deutsch-Türken, der sich eine Zeit lang im Lager Guantanamo aufgehalten hat, ebenso verdient gemacht wie bei der Abwehr des defätistischen Oberstleutnant Jürgen Rose, der es gewagt hatte am KSK Kritik zu üben: "Sie werden beobachtet, nein nicht von impotenten instrumentalisierten Diensten, sondern von Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht", mailte ihm drohend ein KSK-Kamerad. Solche und ähnlich kühne Taten wurden im Dezember 2004 von Georg W. Bush mit der "Navy Presidential Unit Citation" belohnt, die dem KSK verliehen wurde: Für „außerordentlichen Mut, Einfallsreichtum und aggressiven Kampfgeist im Gefecht gegen einen gut ausgestatteten, gut ausgebildeten und heimtückischen terroristischen Feind." Und wir alle wissen welch tapferer, kompetenter und erfolgreicher Kommandant der US-Präsident gewesen ist.

Doch es waren auch andere deutsche Truppeneinheiten, die ihren Blutzoll in Afghanistan gegen einen heimtückischen Feind geleistet haben. Mehr als fünfzig deutsche Soldaten sind bei der Verteidigung ihrer Heimat bereits am Hindukusch gefallen. Auch wenn wir uns demnächst aus diesem deutschen Mandatsgebiet teilweise zurückziehen werden, sind weitere Blutopfer nicht auszuschließen. Deshalb rufe ich den Afghanen schon heute das zu, was einst der deutsche Kaiser, unter dem schon meine Vorfahren dienten, den Chinesen zurief: Der Name Deutschland wird in einer solchen Weise bestätigt werden, dass niemals wieder ein Afghane es wagt, etwa einen Deutschen auch nur scheel anzusehen! Nun gibt es immer wieder Friedenssüchtige, wie die von der UN, die von monatlich 250 toten Zivilisten in Afghanistan labern. Denen muss klar und deutlich gesagt werden: Unser Afghanistan-Einsatz trägt stolz den Namen "Enduring Freedom [Dauerhafte Freiheit]" und tatsächlich verteidigen wir die dauerhafte Freiheit des Westens überall dort einzugreifen, wo es dem Westen passt. Wenn da mal hier eine Mutter und dort ein Kind im Wege stehen, dann dürfen die sich nicht wundern. Wahre Freiheit fordert Opfer.

"Eine Kugel kam geflogen, Gilt’s mir oder gilt es dir?", singt der Dichter Uhland, und er hat recht. Jene deutschen Kameraden, die in den Mandatsgebieten gefallen sind, wurden von den Kugeln übler Terroristen getroffen, die uns nur deshalb bekämpfen, weil sie unsere pure Anwesenheit hassen. Zur Zeit sind unsere tapferen Truppen in 15 Ländern stationiert. Wollen wir diese jungen Deutschen dauerhaft den Gefahren des asymetrischen Kampfes und dessen Hinterhalten aussetzen? Ich sage Nein! Warum sollen wir deutsches Blut vergießen, wenn wir mit den Drohnen, die ich anschaffen werde, doch unsere Feinde künftig in aller Ruhe aus den Büros im Bendlerblock, am Berliner Landwehrkanal, abschießen können? Dort, wo schon der kaiserliche Großadmiral von Tirpitz seinen Sitz hatte, dort, wo in der Weimarer Zeit General von Seekt den Befehl der Regierung verweigerte, gegen marodierende Freikorps vorzugehen, wo in den letzten Tagen des Dritten Reiches der Kampfkommandant von Berlin, General Helmuth Weidling, beinahe noch den Weltkrieg gewonnen hätte, dort werde ich dann am Drohnen-Joystick sitzen und, wie einst der Kaiser, unseren Feinden zurufen: "Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!“ - Helm ab zum Gebet.

Uli Gellermann

Quelle: Rationalgalerie


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