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Trumps Krim-Krieg



Was tut man nicht alles, um das "Feindbild" nachhaltig aufrecht zu erhalten.

15|11|2018 | Das deutsche Kartell kriegt mit

Manchmal, denkt man, manchmal muss man doch bei Trump gar nicht hinhören: Großfressig, lärmend, pöbelnd kommt der US-Präsident daher. Immer im Frechheit-Siegt-Modus. Zwar war Russland zeitweilig von Trumps Verbal-Attacken verschont geblieben. Aber wer sich in diesen Tagen mit der Verkündung neuer "Strafmaßnahmen" gegen Russland beschäftigt, der erkennt gefährliche Parallelen zur Clinton-Obama-Administration: "Man werde auch weiter gegen diejenigen vorgehen, die aus der illegalen Annexion der Krim durch Russland Profit schlagen wollen", teilte das US-Finanz-Ministerium mit, verkündet die weltgrösste Nachrichten-Agentur Reuters freudestrahlend. Und die DEUTSCHE PRESSEAGENTUR [dpa] verkündet tapfer unisono. Wer hat von wem abgeschrieben? Die "dpa" von "Reuters" oder umgekehrt? Ganz sicher schreibt der Rest ab: Von der TAGESSCHAU über DIE WELT bis zum österreichischen STANDARD. Alle reichen die sogenannte Nachricht bis hin zur Wortwahl weiter: Statt "Sezession" wird das Wort "Annexion" benutzt, statt neutraler Weitergabe von Informationen wird die US-Propaganda-Trommel gerührt, jenes fatale Instrument, mit dem man Kriege vorbereitet.

Doch wenn sich der gesammelte Unverstand in den Redaktionen mal die Mühe machen würde, die neue Erpresser-Botschaft der USA näher anzuschauen, dann wäre statt schlichter Weitergabe einer Agenturmeldung ein wenig Analyse und Hintergrund durchaus angesagt. Schon der Überbringer der Botschaft ist ein Unikat: Der "US-Sondergesandte für den Ukraine-Konflikt, Kurt Volker". Die USA leisten sich also einen eigenen "Konflikt" -Botschafter, eine Art Kriegs-Kommissar für den unerklärten Krieg der US-Handpuppe, Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine, gegen Russland. Und wen haben wir denn da als Sanktionsbotschafter? Einen verdienten Geheimdienstmann: "Kurt Volker begann seine Karriere in der Außenpolitik 1986 als Analyst bei der Central Intelligence Agency", teilt uns die englischsprachige WIKI mit. Was sich da so bedeutungsvoll "Analyst" nennt, ist nichts anderes als der Spion im Gewand der Wissenschaft. Gern mit dem militärisch-industriellen Komplex verbunden und immer in der Vorkriegs-Gangart.

Nur logisch, dass solch ein Kriegs-Vorbereiter dem damaligen Sondergesandten der USA im Bosnien-Konflikt, Richard Holbrooke, attachiert war. Holbrooke wurde mit diesem Satz gegenüber Slobodan Milošević berüchtigt, als er dem seine Begleit-Truppe vorstellte: "Diese Soldaten befehligen die amerikanischen Luftstreitkräfte, die bereitstehen, Sie zu bombardieren, wenn wir nicht zu einer Einigung gelangen". So ausgebildet musste Kurt Volker geradezu 1997 bis 1998 in den Stab von Senator John McCain wechseln, zu jenem McCain, der später in der Ukraine zündelte. Dass ein so fähiger Kriegs-Bürokrat wie Kurt Volker 1999 zum stellvertretenden Direktor des privaten Büros des NATO-Generalsekretärs George Robertson wurde und dort seine Talente der Aggressions-Maschine NATO lange zur Verfügung stellte, hat jene Folgerichtigkeit, die man bei Allzweckwaffen schätzt.

Selbstverständlich wollen die Presseagenturen und ihre Weitergabe-Agenten in den deutschen Redaktionen ihre Konsumenten mit all diesen schmutzigen Einzelheiten über den US-Sondergesandten für den Ukraine-Konflikt, Kurt Volker, nicht belasten. Ihre Zuschauer und Leser könnten ja ins Nachdenken geraten. Und als Denkhilfe versteht sich zum Beispiel die "dpa" auf keinen Fall. Erstrangig will die Agentur Profit machen. Denn Information ist einen Ware. Deshalb haben ihre 680 Beschäftigten im Jahr 2015 auch etwa 90,7 Millionen Euro Umsatz erzielt. Und wer hinter dem Namen DEUTSCHE PRESSEAGENTUR eine Art staatliche Stelle vermutet, liegt nicht so völlig falsch. Denn die "dpa" ist ein Unternehmens-Mix von privaten Verlegern und und öffentlich- rechtlichem Rundfunk, der immerhin 11,64 % am Gesamtkapital hält. Wer das Sagen in dieser Agentur hat, ist an ihrem Chefredakteur gut zu erkennen: Sven Gösmann war so lange Politikchef der Welt am Sonntag und stellvertretender Chefredakteur der Bild, dass ihm die Prägung durch das Haus Springer in Fleisch und Blut übergegangen ist: Nur keinen echten Journalismus anstreben, die Konsumenten sollen betrogen werden.

So erleben wir in diesen Tagen erneut ein Kartell der schlimmsten Sorte: Die US-Zentrale legt eine Drohung vor, die Agenturen geben sie ohne Fragen und Zusatz-Informationen weiter, die braven deutschen Massenmedien verabreichen sie untertänigst ihren Konsumenten und die Rüstungs-Industrie hat große Mühe, ein fettes Grinsen zu verstecken: Trump macht da weiter, wo die Clinton-Administration aufgehört hat und die NATO bekommt weitere Gründe zur Waffenbeschaffung geliefert. Irgendwann muss das verflucht teure Zeug allerdings eingesetzt werden. Am besten in Kriegen. Sonst stimmen die Umsatz-Zahlen nicht mehr. Wie das dann für die Bevölkerung ausgeht, ist zur Zeit im Jemen zu beobachten: tödlich und qualvoll.

Uli Gellermann | rationalgalerie


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