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Slow Food fordert nachhaltige Gemeinsame EU-Ernährungspolitik
15|09|2015



Es ist gar nicht so leicht, gesunde- und ungesunde Nahrung voneinander zu unterscheiden, aber es lohnt sich.

Eindämmen von Lebensmittelverschwendung und langfristige Sicherung von Ernährung brauchen Weitblick und politischen Willen

Dr. Ursula Hudson, Vorstand von Slow Food international und Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V., sprach auf Einladung der EU-Kommission auf der Konferenz Fortdauernde Umweltprobleme: Ist die EU auf dem richtigen Weg zu langfristiger Ernährungssicherheit? des Europäischen Umweltbüros [EEB] und BirdLife auf der Expo in Mailand. Die Veranstaltung lud Teilnehmer aus Politik und Zivilgesellschaft ein, einen Blick auf die Umweltrisiken zu werfen, die derzeit die langfristige Ernährungssicherheit Europas unterwandern, sowie zu erörtern, ob die [oft widersprüchlichen] politischen Entscheidungen diese Fragen bis dato erfolgreich ansprechen konnten.

Dr. Hudson wies in ihrem Beitrag auf die Wichtigkeit einer neuen, weitblickenden Herangehensweise an das Problem der Lebensmittelverschwendung, und die Notwendigkeit einer Gemeinsamen Nachhaltigen Lebensmittelpolitik in der EU hin. "Lebensmittelverschwendung und –verluste sind systemimmanent, und sie beginnen schon, bevor das Saatgut in der Erde ist," unterstrich Hudson. Schon im Planen der Aussaat seien Landwirte gezwungen, Überproduktion einzubauen, um zum Beispiel die vertraglichen Verpflichtungen ihrer Abnehmer zu erfüllen. Die Welle des Überschusses lande am Ende der Kette in den Mülltonnen oder auf den Hüften der Verbraucher, während anderswo weiterhin Mangelernährung und Hunger herrschen.

Diese gravierenden Ungleichheiten basieren darauf, dass Lebensmittel als reine Wirtschaftsware angesehen werden. "Der Verlust der Wertschätzung von Lebensmitteln nicht nur als Nährstoffe, sondern auch als Ausdruck von Kultur und Identität von Individuen und Gemeinschaften, und als unmittelbare Verbindung zwischen Mensch und Natur, sind im Kern des Problems," betonte Hudson. "Deswegen brauchen wir ein Ernährungssystem, dass Lebensmittel im kulturellen, gesellschaftlichen und ökologischen Kontext sieht, ebenso wie im wirtschaftlichen, und wir brauchen politischen Willen, um dies zu unterstützen. Wir brauchen eine Gemeinsame Nachhaltige Ernährungspolitik in der EU."

Quelle: Slow Food

Slow Food setzt sich schon lange dafür ein, das Lebensmittelsystem mit einem ganzheitlichen Ansatz zu betrachten und die Nachhaltigkeit von Essen und Ernährung zur höchsten Priorität in der Politik zu machen. Die weltweite Bewegung tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten [Verbrauchern] zusammen – für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens.

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten [Verbrauchern] zusammen.

Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und ist ein eingetragener Verein mit Geschäftsstelle in Berlin. Die Slow-Food-Bewegung zählt Mitte 2015 in Deutschland über 13.500 Mitglieder in rund 85 Convivien [lokalen Gruppen], weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in über 150 Ländern. www.slowfood.de



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Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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