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Große Explosion in der Werft von Bangladesch tötet zwei Werftarbeiter und verletzt fünf schwer



Auch Wilhelmshaven hatte schon "Berührung" mit einem solchen Schrottschiff, der Northern Vitality, das für die "billigste" aller Abwrackungsarten vorgesehen war.

16|05|2019 | Ein lauter Knall am frühen Morgen erschütterte das Schiffbruchgebiet von Chittagong.

Gegen 8:30 Uhr brach ein Feuer an Bord des Schiffes BUNGA KELANA 4 [IMO 9178343] aus, das auf der Mahinur Ship Breaking Werft lag. Die Flammen verbreiteten sich aus Altöl, das sich in der Nähe des Maschinenraums befand, wo Arbeiter Stahlteile brandschneideten.

Mohammod Rubel, 25 Jahre alter Kuttermann, verlor bei dem Unfall sein Leben. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Leiche des Hamidul Islam wurde stattdessen mehrere Stunden nach der Explosion auf dem Schiff gefunden. Fünf weitere Arbeiter im Alter von 19-30 Jahren erlitten schwere Verbrennungen und werden nun im Chattogram Medical College Hospital behandelt. Der Zustand eines von ihnen ist äußerst kritisch. Lokale Quellen berichten, dass mehrere Mitarbeiter noch fehlen könnten.

Videomaterial vom Unfall zeigt, dass auf dem Hof keine Notfallausrüstung zur Verfügung stand. Barfußarbeiter ohne Schutzausrüstung sind beim Tragen der Verletzten zu sehen. Die bangladeschische Organisation OSHE, Mitglied der NGO Shipbreaking Platform, berichtet, dass der Tod einer Arbeiterin, Tara Miya, noch vor wenigen Tagen in derselben Werft vertuscht wurde.

"Die Bedingungen beim Mahinur Ship Breaking sind schockierend und erzählen leider von den insgesamt erschreckenden Arbeitsbedingungen auf den Werften in Bangladesch. Die Arbeiter sind enormen Risiken ausgesetzt, da es am Strand keine Infrastruktur gibt, die sichere Arbeitsbedingungen und schnelle Notfallmaßnahmen gewährleistet", sagt Muhammed Ali Shahin von der NGO Shipbreaking Platform Mitgliedsorganisation YPSA.

Die BUNGA KELANA 4 wurde vor sechs Monaten beim Mahinur Ship Breaking gestrandet. Sie gehörte der malaysischen Reederei AET Tankers, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von MISC, dem führenden malaysischen Energielogistikunternehmen, das an der Börse von Malaysia notiert ist. Im Jahr 2018 verkaufte AET Tankers vier Schiffe zum Abwracken an den Stränden Südasiens. Drei landeten in Bangladesch, einer wurde in Indien gestrandet.

Vor seiner letzten Reise änderte das Schiff seinen Namen in KELANA 4, und seine malaysische Flagge wurde gegen die der Komoren ausgetauscht. Dies sind klare Anzeichen dafür, dass das Schiff mit Hilfe eines Schrotthändlers, dem sogenannten "cash buyer" [Bar-Käufer, auf den Strand gebracht wurde. Die Verwendung von Flaggen auf der schwarzen und grauen Liste, wie die Komoren, Palau und St. Kitts und Nevis, sowie anonymer Briefkastenfirmen zur Registrierung der Schiffe erschwert es den Behörden sehr, Reedereien für illegale Geschäftspraktiken, die zum Verlust von Menschenleben, zu Verletzungen und irreparablen Schäden an der Umwelt führen, zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen.

Die Explosion auf der BUNGA KELANA 4 folgt einem weiteren tragischen Ereignis, das sich kürzlich im Februar ereignet hat, als zwei Arbeiter bei einem Brand an Bord eines Tankers der griechischen Polembros Shipping getötet wurden. In den letzten zehn Jahren haben Hunderte von Arbeitern ihr Leben verloren und schwere Verletzungen durch schmutzige und gefährliche Schiffsbruchpraktiken in Bangladesch erlitten. Viele weitere leiden unter der Belastung durch giftige Dämpfe und Materialien, die in die Schiffsstrukturen eingebettet sind. Das Auseinanderbrechen von Schiffen an Gezeitenstränden verursacht auch irreparable Schäden für die Umwelt. Erst gestern [14-05-2019] wurde bekannt, dass eine andere Schiffsbruchgesellschaft, BBC Ship Breaking, von den lokalen Behörden die Erlaubnis erhalten hatte, einen geschützten Mangrovenwald zu vernichten, um eine neue Werft zu errichten. Nach der Einreichung einer Beschwerde durch die Plattform-Mitgliedsorganisation BELA hat der High Court einen sechsmonatigen Aufenthalt auf den Mietvertrag verhängt und die lokalen Behörden gebeten, zu erklären, warum sie die nationalen Waldschutzgesetze eklatant ignorieren. Im Jahr 2009 wurden 14.000 Mangrovenbäume illegal gefällt, um die Schiffbauaktivitäten in Chittagong auszubauen.

"Es ist höchste Zeit für die bangladeschische Regierung, ihre Schiffbauindustrie zu regulieren und die systematischen Verstöße gegen nationale Arbeits- und Umweltschutzgesetze zu stoppen", sagt Ingvild Jenssen, Direktorin der NGO Shipbreaking Platform. "Diese jüngste tragische Explosion verstärkt die schreckliche Zahl von Menschenleben in der Schifffahrt und sollte als Weckruf für die Finanziers und Kunden der Schifffahrt dienen, um Recyclingpraktiken vor dem Strand und im Einklang mit den Standards der internationalen Abfallgesetze und Arbeitskonventionen zu fordern", fügt sie hinzu.

Quelle: shipbreakingplatform.org


Hintergrund:
Wir wollten auf dem Bürgerportal schon länger über diese umweltschädigende und menschenverachtende Abwrackung berichten, konnten die Pressemitteilungen aber nicht in angemessener Zeit übersetzen. Das haben wir jetzt geändert.

Sie können nun auch darüber Informationen "abgreifen" wie sich Reeder ihrer Schrottschiffe entledigen, Reeder, die eine Subventionierungsforderung nach der anderen auf Steuerkosten bei Politikern durchdrücken. Anstatt die Schiffe umweltgerecht zu entsorgen, werden sie z. B. an den indischen Strand von Alang geschleppt und dort abgewrackt - Umweltstandards und menschliche Arbeitsbedimgungen sucht man dort vergebens.



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