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Plattform veröffentlicht vierteljährliches Update [20] für Südasien



Bis heute entledigen sich viele Reeder illegal ihrer Schrottschiffe.

16|10|2019 | Im dritten Quartal 2019 wurden insgesamt 122 Schiffe abgewrackt. Von diesen wurden 73 Schiffe an die Strände Südasiens verkauft, um dort illegal, nicht umweltgerecht und gefährlich entsorgt zu werden[1].

Zwischen Juli und September haben elf Arbeiter ihr Leben verloren und zwanzig wurden beim Schiffabbruch in Bangladesch und Indien schwer verletzt. In diesem Jahr hat die Plattform in Südasien bisher 19 Tote und 30 Schwerverletzte registriert.

Der Meißelhelfer Mamun Hossen [35] wurde am 3. Juli getötet, als er von einer fallenden Stahlplatte auf der Werft der Tahsin Steel Corp in Chattogram, Bangladesch, zerquetscht wurde.

Am 23. Juli verlor der Kuttermann Shahidul [40] sein Leben, als er auf der Khawja Werft von Kabir Steel in Chattogram, Bangladesch, arbeitete. Shahidul demontierte das Containerschiff EVER UNION [IMO 9116618], das dem taiwanesischen Schifffahrtsriesen Evergreen gehört, als er aus großer Höhe fiel. Er starb auf der Stelle. Nach dem Unfall verhängte die Regierung ein dreimonatiges Verbot der Einfuhr von Altfahrzeugen auf der Werft und forderte Sicherheitsmaßnahmen. Bereits 2018 zogen skandinavische Investoren aufgrund der schlechten Verschrottungspraxis des Unternehmens ihre Mittel von Evergreen ab.

Am 30. Juli starben die Monteure Nantu Hossen [24], Rasel Matabbor [25] und Chobidul [26] durch ein Auslaufen von giftigen Gasen an Bord des Tankers MEDELIN ATLAS auf der Werft der Mak Corporation in Chattogram, Bangladesch. Mindestens sechs weitere Arbeiter wurden schwer verletzt. Laut Schiffsdatenbanken wurde das Schiff von der indonesischen Reederei Waruna Nusa Sentana zum Abbrechen verkauft.

Während der Verschrottung des griechischen Containerschiffes CSL VIRGINIA [IMO 9289568] auf der Ziri-Schiffswerft in Bangladesch brach am 31. August ein schweres Kabel zusammen und traf mehrere Arbeiter auf einmal. Aminul Islam [35] und Tushar Chakma [27] verloren ihr Leben. Dreizehn weitere Arbeiter erlitten schwere Verletzungen und wurden zur Behandlung ins Chattogram Medical College Hospital gebracht.

Die Umstände von zwei weiteren Todesfällen auf den Werften in Chattogram in diesem Quartal sind noch unklar.
Laut indischen Medien starben im letzten Quartal zwei Arbeiter am Schiffsabbruchstrand von Alang. Auf den Abwrackwerften ereigneten sich zwei getrennte Unfälle, die in die EU-Liste der zugelassenen Schiffsrecyclinganlagen aufgenommen wurden und von der Industrie als "sicher und grün" gefördert werden. Am 29. Juli verlor Subash Vishwakarma sein Leben, als ihm auf dem Priya Blue Yard - Plot V1 - eine Metallplatte auf den Kopf fiel. Am 3. September verursachte eine Explosion während der Schneidearbeiten den Tod eines Arbeiters und verletzte einen weiteren Arbeiter auf Shree Ram´s Hof Grundstück 78/81 schwer. Im September enthüllte das niederländische Fernsehen die schlechten Arbeitsbedingungen auf einer Werft im Besitz von Priya Blue und den Handel mit falschen Lagerbeständen gefährlicher Materialien, um hohe Quecksilberwerte an Bord von Offshore-Anlagen zu verstecken.
Im dritten Quartal 2019 verkauften japanische, amerikanische und griechische Reeder die meisten Schiffe an südasiatische Werften, gefolgt von indonesischen und südkoreanischen Reedern.

Fast die Hälfte der in diesem Quartal nach Südasien verkauften Schiffe wechselte die Flagge in die Register der Komoren, Gabun, Palau und St. Kitts und Nevis, nur wenige Wochen bevor sie den Strand erreichten. Diese Flaggen werden in der Regel nicht während der Nutzungsdauer von Schiffen verwendet und bieten Rabatte auf die "letzte Registrierung". Sie sind besonders beliebt bei den Zwischenhändlern, die Bargeld von Schiffseignern kaufen, und stehen aufgrund ihrer mangelhaften Umsetzung des internationalen Seerechts auf der Grauen und Schwarzen Liste. Die hohe Anzahl von Flaggenwechseln am Ende der Nutzungsdauer gefährdet ernsthaft die Wirksamkeit von Rechtsvorschriften, die sich ausschließlich auf die Zuständigkeit der Flaggenstaaten stützen, wie beispielsweise die EU-Verordnung zum Recycling von Schiffen.
Die Behörden in Europa haben strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, nachdem die Plattform auf drohende illegale Exporte von giftigen Altfahrzeugen aufmerksam gemacht hatte. Der Fall der Fähre SIR ROBERT BOND ist jedoch ein Beispiel für die Untätigkeit der kanadischen Regierung. In den letzten zwei Jahren wurde das Schiff mehrmals gekauft und verkauft: von der kanadischen Regierung an einen Torfmoosproduzenten in New Brunswick, an einen Agenten in Quebec, der es angeblich als Schrott an indische Brecher verkaufte. Im Mai informierte die Plattform die zuständigen Behörden über die bevorstehende illegale Ausfuhr des Schiffes aus Kanada nach Südasien. Obwohl die Behörden informiert wurden, gelang es dem Eigentümer, die Einheit illegal nach Alang zu schleppen, wo sie vor einigen Wochen gestrandet wurde.
Quelle: shipbreakingplatform.org

Anmerkungen:
[1] Im zweiten Quartal 2019 wurde die folgende Anzahl von Schiffen an anderen Stellen beschädigt: 35 in der Türkei, 5 in China, 4 in Europa und 5 im Rest der Welt.
Hintergrund:
Wir wollten auf dem Bürgerportal schon länger über diese umweltschädigende und menschenverachtende Abwrackung berichten, konnten die Pressemitteilungen aber nicht in angemessener Zeit übersetzen. Das haben wir jetzt geändert.

Sie können nun auch darüber Informationen "abgreifen" wie sich Reeder ihrer Schrottschiffe entledigen, Reeder, die eine Subventionierungsforderung nach der anderen auf Steuerkosten bei Politikern durchdrücken. Anstatt die Schiffe umweltgerecht zu entsorgen, werden sie z. B. an den indischen Strand von Alang geschleppt und dort abgewrackt - Umweltstandards und menschliche Arbeitsbedimgungen sucht man dort vergebens.



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