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Das Reinhard-Nieter Krankenhaus und die immer neuen Dimensionen.
03|03|2010



Prof. Dr. Gubernatis gefeuert als Sündenbock für das eigene Versagen?

They say things are done for the majority
don't believe half of what you see and none of what you hear
It's like what my painter friend Donald said to me
"Stick a fork in their ass and turn them over, they're done"

Lou Reed

So kann das gehen, wenn man sich im Rahmen innerbetrieblicher Umstrukturierungen Fakten schafft, so wie immer, wenn alles das nicht wahr sein soll, was vor Gericht ausgefochten wird oder öffentlich wird.


Pro. Dr. Gubernatis, der das Amt eines Vermittlers zwischen Ärzteschaft und Verwaltung des Reinhard-Nieter Krankenhauses [RNK] inne hatte wird nun ersetzt:
Zitat: "Das Reinhard-Nieter-Krankenhaus [RNK] in Wilhelmshaven hat seine Führungsspitze neu geordnet. Geschäftsführer Prof. Jörg Brost hat den Vorschlag der Konferenz der Leitenden Ärzte bestätigt und Dr. Thomas Liebner zum Ärztlichen Direktor berufen. Neben Verwaltungsspitze und Pflegedirektorium ist Liebner damit erster Ansprechpartner für organisatorische Fragen im medizinischen Bereich.

Bis Ende 2009 hat der Vorstand Krankenversorgung, Prof. Dr. Gundolf Gubernatis, den pflegerischen und medizinischen Bereich verantwortet. Ihm wurde mit Blick auf die Neuordnung gekündigt..."
[Quelle: NWZ | 02-03-2010]]

Vor Gericht klang das alles noch ganz anders. Da wußte der Anwalt des RNK noch nicht einmal, warum Gubernatis gekündigt wurde. Das bestätigt natürlich die Aussage des Gekündigten, das ihm ohne Grund gekündigt wurde.

Ein weiterer Hinweis ist besonders spannend:
Die Richterin fragte, ob es diese von Gubernatis geleistete Arbeit gar nicht gäbe. Der Anwalt des RNK sagte daraufhin: "doch" und fügte hinzu, dass die Stelle aber nicht wieder neu besetzt würde.

Arbeitet Dr. Thomas Liebner hier etwa im Sinne des eigenartigen Synergieprozesses des RNK umsonst, quasi für "Lau" oder für weniger Gehalt, als Prof. Dr. Gubernatis - ist das wieder so ein Versuch eine Stelle direkt zu streichen und indirekt doch ausfüllen zu lassen?!

Unsere Vermutung, dass der Schwerpunkt der Kritik immer mehr Richtung Verwaltung zeigt, die nicht die "Heilsbringer der Belegtschaft zu sein scheint, nimmt anscheinend immer mehr Form an.

Nachdem man schon die Angestellten und Auszubildenden in eine untertarifliche Lohngruppe zwingt, wollte man im Falle Gubernatis anscheinend einfach nur Geld und einen nicht systemkonformen kritischen Mitarbeiter in leitender Stellung sparen.

Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Kuhla über das Für- und Wider von Privatisierungen muß man im RNK inzwischen wohl grundlegend Ängste haben, als Angestellter seinen Job überhaupt noch behalten zu dürfen. Bei Ärzten ist man da etwas vorsichtiger, denn die können sich mit genügend Geld im Hintergrund schon einmal eine gerichtliche Auseinandersetzung leisten.

Das Stimmungsbild im RNK, das von der Vertretung der Geschäftsführung als auch bestimmter politischer Vertreter von: "gut aufgestellt" bis: "die Angestellten arbeiten hervorragend" postuliert wird, könnte sich so betrachtet auch ganz anders darstellen.

Man möge sich nochmals vor Augen führen, dass dort ein und dieselbe Arbeit sehr unterschiedlich honoriert wird und das man das auch bei den Ärzten versuchte durchzusetzen.

Betrachtet wird anscheinend nur die Wirtschaftlichkeit, nicht die Befindlichkeit des "Bodenpersonals" und im Hintergrund immer die laufende Androhung des Jobverlustes.

Das Gesundheitswesen allgemein wird als zu teuer dargestellt und man fragt sich inzwischen, ob das auch nur wieder so eine Erfindung der Privatisierer und der Pharmaindustrie ist.

Andere Länder haben da ganz andere Alternativen und sogar für die Bürger völlig freie Gesundheitssysteme, ohne das es eine Unterversorgung oder eine weniger moderne Medizintechnik gibt.

In Großbritannien ist die medizinische Versorgung durch den Staat gesichert und die Ärzte werden dort nach Leistung bezahlt.

Das ist mehr als logisch, denn, je mehr gesunde Menschen dort leben, desto weniger Geld muß der Staat aufbringen, um etwaige kranke Bürger zu gesunden, d. h. auch weniger Steuergeld!

Außerdem bezahlen die Menschen in Großbritannien einen Fixbetrag für Medikamente, den sich alle leisten können. Zusätzlich bekommen Patienten im Krankenhaus, die nicht so "gut betucht" sind ihre Fahrtkosten erstattet.

Auf Kuba, also einem sozialistischen Staat, muß man, wenn man in ein Krankenhaus eingeliefert wird lediglich seinen Namen und das Geburtsdatum angeben, egal wo man "herkommt".

Medikamente sind dort im wahrsten Sinne des Wortes spottbillig.

In den USA ist hingegen alles völlig anders:

Dort gibt es weder gesetzliche Krankenversicherung, noch freie medizinische Versorgung, in den USA herrscht die Privatwirtschaft. Die Pharmalobby und die Privatversicherungen geben dort politisch gewollt den Ton an und man wird das Gefühl nicht los, das Deutschland die nächste Einnahmequelle für diese "Heilsbringerindustrie" werden soll.


Die Zustände im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die nicht nur für Tellerwäscher gilt sondern besonders für die Privatisierungsindustrie sind ähnlich wie im Schlaraffenland.

Seit Nixon regiert dort eine Art Wertesystem, d. h. um sich bestimmte Krankenversicherungen leisten zu können, wird die Gesundheit des "Delinquenten" eingeschätzt und die Versicherung hat so eine Übersicht, ob und wieviel sie am jeweiligen Mitglied verdienen kann, ohne ihn behandeln zu müssen.

Je gesünder ein Bürger, desto eher nimmt ihn eine Versicherung auf.

Versicherungen in den USA bauen sich ihre Kliniken auch selbst. Kommt ein Patient mit einer solchen Police in ein vertragsfremdes Krankenhaus, wird er des Hauses verwiesen, mit dem Hinweis, eines seiner Vertragskrankenhäuser aufzusuchen. Das kann auch schon einmal zum Tode des eigenen Kindes führen, wie es ein Beispiel im Film "SiCKO" von Michael Moore belegt.

Auch Knochenmarkstransplantationen werden als "zu wenig aussichtsreich" abgelehnt oder Frauen, die 22 Jahre alt sind dürften gar keinen Gebärmutterhalskrebs haben und werden einfach nicht behandelt. Sogenannte "Hit-Men" forschen für Krankenkassen nach Gründen, warum die Versicherung nicht zahlen soll, obwohl die Behandlung zunächst "genehmigt" wurde. Diejenigen Ärzte, die über Behandlungen entscheiden, werden auch von Versicherungen ausgesucht und bekommen Prämien für jede abgelehnte teure Behandlung.

Sollte sich im Rahmen einer laufenden Behandlung herausstellen, dass sie zahlungsunfähig sind, werden sie auch schon ´mal in ein Taxi gesetzt und mitten in einer Stadt förmlich ausgesetzt - sollen sich doch die Obdachlosenasyle um sie kümmern - besonders beliebt bei alten Leuten.

Die Privatisierung hat insgesamt betrachtets sehr große Auswüchse und was so weit weg scheint, könnte sich auch in Deutschland durchsetzen lassen, wo man gerade um die Kopfpauschale streitet. Wenn insgesamt weniger Geld in die Krankenkassen fliesst, dann muß natürlich aufgefüllt werden. Zunächst einmal wird da der Staat in die Pflicht genommen und die Bürger über Zusatzversicherungen.

Im Endeffekt wird "unterm Strich" ein teureres Gesundheitssystem stehen, d. h. die Pharmaindustrie sozialisiert die Kosten, ähnlich wie die Energieerzeuger mit der Abfallpolitik bei den Atomkraftwerken ohne Endlager.

Das erzeugt eine künstliche Logik, dass das Personal zu teuer sein muß, nicht die Pharmaindustrie.

Der Druck auf den Einzelnen in unserer Gesellschaft wird so von Tag zu Tag größer. Man soll sich durch die Akzeptanz dieser propagierten "Volks-Bild-Weisheiten" in sein Schicksal fügen.

Das sollten sie einmal in Frankreich oder Großbritannien versuchen. Sie könnten gar nicht so schnell gucken, wie dort Barrikaden errichtet und Autos angezündet würden. Durch solche Privatisierungsmaßnahmen hätten sie in Windeseile revolutuionsartige Zustände heraufbeschworen.

Die FDP-Vertreter, auch der aus der einstmals Grünen Stadt am Meer, sollten sich dringend überlegen, ob sie diese Art von Gesundheitssystem in Händen von Privaten wirklich haben möchten. Schon die Energieerzeuger zeigen uns, wo die Befindlichkeiten der in die Aufsichtsräte der Konzerne eingebundenen Politiker mit wachsenden Karriereaussichten zu enden haben.

Nicht umsonst gibt es Lobbycontrol, die am 26. Februar unter der Überschrift "Parteitags-Lobbyismus aus Insider-Sicht" schrieben:
Zitat: "Werbe- und Lobbymeile an Monopoly-Straßen
Über 60 Unternehmen und Verbände waren mit Werbeständen und Lobby-Personal vor Ort. Sie reihten sich an Gängen auf, die so klingen als hätten die Organisatoren zu lange Monopoly gespielt: E.on, die Agentur für Erneuerbare Energien, Audi, TÜV, UPS und das Deutsche Atomforum wurden an der “Großen Freiheit” angesiedelt; der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV, RWE, der Verband der Privaten Krankenversicherungen PKV, Bertelsmann an der “Mehr Netto Allee”, Bayer AG, Bahn, Vattenfall, EnBW, der Rüstungskonzern EADS, der Pharmalobby-Verband Vfa, Vodafone waren am “Liberalen Wirtschaftsweg” zu finden.

Der Stand des größten Platzhirschen Audi [”Wechselweg” Ecke “Große Freiheit”] umfasste mehr Quadratmeter als die Stände der FDP-Abgeordneten [MdBs] und der FDP-Fraktion zusammen."
[Quelle: Lobbycontrol | 26-02-2010]]

Auch die Angestellten in Deutschland sollten sich langsam einmal Fragen stellen, wo eigentlich ihre Zivilcourage geblieben ist, sich für die Allgemeinheit zu solidarisieren, zu hinterfragen und nicht den ewiggleichen Worten eines selbsternannten Personalökonomen oder Laienpolitikern zu lauschen, die immer wieder betonen dass das Personal zu teuer sei.

Nach diesem längeren Ausflug in die unterschiedlichen von Gesundheitssysteme kommen wir noch einmal auf den Ausgangspunkt unseres Artikels zurück, der belegt, wie einfach es sich eine Verwaltung machen kann und wie Austauschbar man in Zukunft werden könnte und soll, wenn man sich nicht "wehrt".

Wir sind gerade dabei unser Wertesystem im Sinne einer Privatindustrie neu zu justieren, in einer Welt, in der die Menschen nur noch funktionieren und gehorchen sollen. Innovation und Hinterfragung sind da nur störende Nebengeräusche, die schon mit Klageandrohungen möglichst im Keim erstickt werden sollen.

Die FDP erarbeitet sich gerade den nächsten Parteititelzusatz und könnte temporär den Namen:
FDP-Möwenpick-Bead&Breakfast-Pharmakomplex tragen, ein Name der sich beliebig mit weiteren Lobbyisten füllen ließe. Andere Parteien haben schon längst einen Platz in diesem Parteiensubventionskahn, der, würde er überfüllt, auch ohne Dunkelheit und ohne die Zuhilfenahme von Eisbergen kentern könnte.

Wer sind wir eigentlich und wollen wir das wirklich und mal ganz ehrlich: wer ist denn nun wirklich der Souverän, die paar aus dem Führungskadern oder wir?

Zum Schluß hier die Übersetzung von Lou Reeds Vierzeiler von oben für alle, die des Englischen nicht mächtig sind:
"Sie sagen Dinge sind für die Mehrheit gemacht
glaube nicht die Hälfte von dem was du siehst und nichts von dem was du hörst
es ist so wie mein Malerfreund Donald mir sagte
stecke eine Gabel in ihren Arsch und dreh sie um, sie sind fertig."

...hart aber herzlich und wie wir finden eine deutliche Ermahnung an Politiker und Verantwortliche endlich auf den Boden zurückzukommen und sich persönlich transparent der Kritik zu stellen!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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