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Young Leaders
12|05|2011



.... da war doch was ...

Junge Führer, so nennen sie die Azubis der Atlantikbrücke, die dann vorgeschickt die Geschicke des Landes leiten oder zumindest beeinflussen sollen.

Parteiübergreifend agieren sie im Sinne der vorgegebenen "Leitgedanken", egal in welcher Partei sie auftreten. Da kann man fast wählen, was man will. Das Gedankengut färbt sich mit allen politischen Farben. Vorsitzender der Atlantikbrücke ist Herr Großmann [RWE] und den Ehrenvorsitz hat Ehrwürden Leisler Kiep [CDU], sattsam bekannt durch verschiedenste, politische Geschäftchen.

Nun scheint der atlantische Nachwuchs auch nicht mehr das zu sein, was er verspricht. Zu Guttenberg [CSU] war ein "Young Leader", wie auch Phillip Rösler [FDP], der in seiner Partei nun so richtig losleadern soll.
 
Philipp Rösler ist mir in Hannover eigentlich nur als das begeistert klatschende Duracelläffchen von Herrn Hirche aufgefallen, wenn er, den Mund zum O getütet, aufopfernd die Hände patschte, kaum daß sein Politpapa Hirche einen Satz vervollständigt hatte. Man kann sich scheinbar auch hochklatschen. Alter Jubelschleimer, dachte ich immer.

Und plötzlich war er Gesundheitsminister, weil er jung war und  die FDP Schwindeltruppe in Regierungsverantwortung stolperte - und da sonst keiner da war, war er da. Ein handzahmer "junger Wilder" mit gutem Benehmen, aufgezogen mit der gleichen, giftigen Milch der unsozialen, pseudoliberalen Denkungsart, die die neue Brut gelber Herzlosigkeit jetzt nachwachsen läßt. Christian Lindner, Daniel Bahr ...

Die Süddeutsche Zeitung zitiert Rösler am 12.11.2009 mit den Worten:
Zitat: "Es wird in jeder Gesellschaft einen Ausgleich geben müssen zwischen Arm und Reich – aber eben nicht im Gesundheitssystem".

Da kann er noch so lange grinsen, das ist brutal. Solche Sätze sind wie kleine Fenster in der Fassade, hinter der der Grusel wohnt.


Und zur Person von Daniel Bahr schreibt die TAZ am 05.04.11
Zitat: "Daniel Bahr - der liberale Königsmacher
... Bahr ist ein ausgesprochener Freund der privaten Krankenversicherung und würde die gesetzlichen Kassen am liebsten auflösen. Sollte Rösler ins Wirtschaftsressort wechseln, könnte sein Vertrauter den Posten des Gesundheitsministers problemlos übernehmen. Gemeinsam mit Rösler und Christian Lindner gilt Bahr als größter Gewinner der FDP-Krise. ..."

Rösler stellte auch schon Bedingungen. Er wolle nur dann Vorsitzender der FDP werden, wenn er das Wirtschaftsministerium von Rainer Brüderle übernehmen kann. Dafür gäbe es gute Gründe, hörte man aus der FDP - und auch die Presse vermeldet solches - nämlich, weil "er sich profilieren müsse."

Heißt das: "Ich brauche ein hohes Staatsamt, weil es mir gut tut, weil ich es mir wert bin?"

Ja, hackt´s denn? Der Staat ist doch kein Selbstbedienungsladen. Offiziell wenigstens nicht. Klar, wer Pharmalobbyist kann, kann auch Wirtschaftslobbyist. Aber was profiliert denn da, wenn man eh nur im Auftrag unterwegs ist - z. B. als Pharmareferent fürs ganze Land. Sein Codename "Pharmazäpfchen" resultiert doch aus der besonders intimen Beziehung zur Pillenbranche.

Jens Berger schreibt in seinem Rösler Kommentar  auf den Nachdenkseiten:
Zitat: "... Rösler ist kein Oppositionspolitiker, sondern ein Bundesminister, der seinen Worten durchaus Taten folgen lassen könnte. Seine Taten weisen jedoch auf genau den lobbyismusdurchseuchten Vulgärliberalismus hin, wegen dem die FDP vom Wähler abgestraft wird. Rösler ist kein Hoffnungsträger, sondern lediglich ein neoliberaler Überzeugungstäter, der sich allenfalls durch sein ständiges Lächeln von den altgedienten Apparatschiks seiner Partei unterscheidet – ein Egon Krenz der FDP. ... "

Meist sieht man Herrn Rösler mit einem fröhlichem Lachen, immer ist er gut drauf. Raucht er vielleicht das gleiche Zeug wie zu Guttenberg, der war doch auch schon einmal ziemlich high - und man weiß, wie böse das enden kann. Plötzlich gehört man zur highen Society der Politik und findet aus der Rolle nicht wieder raus.
 
Roberto J. De Lapuente schrieb auf seinem Internet Blog:
Zitat: "... immer wieder dieser Blödianscharme ... selten vorher erhielt ein so offenbar zurückgebliebener Charakter die Chance, in höhere politische Weihen zu stolpern. ...

"Seltsame Macken: ja, die hatten andere auch! Aber so dumpf? So trivial? So umnachtet? Einen solchen Forrest Gump hat die Politik noch nicht gesehen. ..."

 
Sowas klingt ziemlich mitleidlos, deutet aber beängstigend auf eine Realität hin.
 
Das derzeitige Postengeschacher in der FDP erinnert sehr an das Durchsetzungsgebaren hacklustigster Geier, hoffend ihren Hunger mit einer Maus stillen zu können - eine trostlose Aussicht. Bei einem Umfragewert von 4 Prozent ist die Beute zudem noch furchtbar mager.
 
Die "neuen Leader" der FDP werden ziellos weiter auf ihrer Endlosschleife der Privatisierung von Volksvermögen und der Begünstigung von Privilegien kreisen, anderes können sie nicht. Dafür wurden sie ausgesucht, dem haben sie sich angedient. Tröstlich, daß sie bald nicht mehr mitregieren dürfen.
 
Vielleicht gelingt es ja einigen ganz verwegenen Menschen irgendwann einmal der Liberalität einen ehrlichen Sinn zu geben. Aber muß das unbedingt in der FDP sein?

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Wilhelm Schönborn
Investigativer Rentner

Links:
Der talentierte Mr. Rösler (Jens Berger)
Deutsch-Amerikanische "Young Leaders"-Konferenz 2010
Daniel Bahr - der liberale Königsmacher
ad sinistram: Gelungen integriert

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