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Wenn die Energiewende droht, dann kommt Appel
07|06|2011



Immer wieder gerne genommen, wenn Vorurteile bestätigt werden sollen: Prof. Hans-Günter Appel aus Schortens!

Schon wieder eine dieser inzwischen zu Leserbriefen herabgestuften "Kolumnen" des Energiepabstes Prof. Hans-Günter Appel aus Schortens, der sich als Verfechter der Energieoligopolisten immer dann zu Wort meldet, wenn es den üblichen Protagonisten der heimisch gesteuerten Wirtschaftspolitik "zu bunt" wird?

So ist sein jüngster PR-Leserbrief ein Appell an die monetären Verlustängste der inzwischen flächendeckend Grünen VertreterInnen jeglicher Volksschichten oder Parteicouleur, auch der CDU, man glaubt es kaum.

Dabei hatte die "Schwarzen" doch fulminant losgeschlagen:
Atomausstieg: Verhinderer & Dagegen-Partei
und bekamen auch Antworten:
Grün und dumm - Niveauloser Spot der CSU !
Alle Andersdenkenden werden als Verhinderer stigmatisiert - nun ist man selbst einem mutiert - fehlt eigentlich nur noch die Kampagene gegen die eigene Partei - Bravo!

Keine Rede davon, dass der Atomausstieg, z. B. durch Dr. Peter Ahmels [Deutsche Umwelthilfe], seriös bewertet bis 2017 machbar ist. Das geliebte Kind der Konservativen, die Laufzeitverlängerung, kam mit der Katastrophe in Fukushima ins Trudeln und fiel sogar bei der Mehrzahl der Verfechter in Ungnade.

Aber zunächst einmal zur drohenden Kollektivarmut durch zu hohe Energiepreise, neben der drohenden Altersarmut:
Zitat: "Bis 2015, so eine Studie der DUH, würde sich der Strom verteuern. Danach fällt die Preis-Kurve durch die zunehmende Konkurrenz der Erneuerbaren Energien bis 2030 wieder deutlich ab. ... "
[Quelle: Bürgerportal Wilhelmshaven | Was bedeutet der Ausstieg aus der Atomenergie für Friesland? | 27-04-2011]

Da hat der Prof. Hans-Günter Appel ja ´mal richtig recht, wenn er schreibt:
Zitat: "Wind- und Solarstrom macht uns ärmer ..."
[Quelle: Lokales Heimatblatt | 06-06-2011]

Allerdings steigen die Energiekosten nur bis 2015, denn ab da greift das Potential der Erneuerbaren. Schon jetzt gehört Niedersachsen zu den Gewinnern mit den Steuereinnahmen aus der Offshore-Energiegewinnung und seltsamerweise senkt "Friesenenergie" dauernd die Strom- und Gaspreise. Das hängt bei dem Unternehmen, das seinen Strom zu 61,1 Prozent aus "EEG-konformen Erzeugungssanlagen" bezieht, natürlich auch damit zusammen, dass man keine Aktionäre befriedigen muss.

In Wilhelmshaven hat noch keiner die Preise gesenkt, im Gegenteil, hier mussten sich die Einwohner in einer Bürgerinitiaive gegen die Erhöhung der Gaspreise zusammenschliessen. Erst nach langem Zögern und der Bestätigung durch Gerichtsurteile kam es zu Rückzahlungen.

Die Preispolitik der Oligopolisten beweist sich damit selbst, dass die Kosten auch dann steigen, wenn es Laufzeitverlängerungen gibt, denn auch nach Merkels großem Energieentwurf sanken die Rechnungen für de Bürger nicht. So sollten die Gewinnmagen für Energiekonzerne durch den Weiterbetrieb der abgeschriebenen Atommeiler sogar noch zementiert werden, na ja, bis zur völlig überraschenden Energiewende durch Wählerdruckschwund.

Vergessen sollten wir auch nicht die Energieeffizienz, die gerade in diesen Tagen Hochkonjunktur erlebt.
So starten Verbraucherzentrale Bundesverband [vzbv] und die Verbraucherzentralen eine Energie-Einsparoffensive:
Zitat: " ... Energiesparen zum Anfassen bietet der neue "Checkpoint Energie" in Berlin. Mit dem neuen Angebot setzen der Verbraucherzentrale Bundesverband [vzbv] und die Verbraucherzentralen einen Tag nach dem Weltumwelttag und an dem Tag, an dem in Deutschland der Ausstieg aus der Atomenergie besiegelt wird, ein sichtbares Zeichen für eine Effizienz-Offensive. ... "
... und weiter:
" ... Die unabhängige Energieberatung - seit 1978 ein lohnender Partner
Gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium ist sie seit über 30 Jahren der ideale Partner, wenn es darum geht, Geld, Klima und Umwelt zu schonen und nebenbei Arbeitsplätze zu sichern. Seit 1978 konnten fast 2 Millionen Haushalte energetisch beraten werden. Dadurch wurden nachweislich erhebliche Mengen an Energie und CO2 eingespart, die Kosten für die Haushalte gedrosselt und nennenswerte Investitionen für Effizienztechnik ausgelöst."
[Quelle: VZBV | 06-06-2011]

Klar hören die führenden Konzerne aus der Energiewirtschaft nicht gerne, dass ihre Gewinne langfristig betrachtet sinken sollen, aber sie werden auch mit der Abschaltung der Atommeiler noch genügend Milliardengewinne machen.

Auf Cashkurs.com hat Dirk Müller am 11. Mai in etwa vorgerechnet, wie die Gewinnprognose allein von Eon ausfallen wird:
[Sinngemäß]: 1,3 Milliarden Euro nach Steuern im ersten Quartal und aufs Jahr gerechnet knapp unter 4 Milliarden. ...

... noch Fragen?

Die Drohkulisse, die Prof. Hans-Günter Appel hier versucht aufzubauen, existiert sowieso schon in der steigenden und geschönten Inflationsrate, die in ihrer Summe aus immer mehr präkären Arbeitsverhältnissen, den Problemen des Euro und einer unkoordineirten europäischen Wirtschafts- und Subventionspolitik resultiert.

In Wilhelmshaven gesellt sich zur Verteuerung noch der Rückgang der Einwohnerzahlen von geschätzt jährlich 500 hinzu, d. h. die Kosten für jeden einzelnen Bürger steigen wegen gleichbleibender Unterhaltungskosten langfristig sowieso automatisch an.

Vielleicht sollte man einmal generell über das Steuersystem nachdenken und eine Quellensteuer einführen. So schnell könnte man gar nicht gucken, wären die Kohlekraftwerkspläne von Eon oder GDF-Suez [früher Electrabel] hier in Wilhelmshaven auf Eis gelegt.

Das Unternehmen Enercon hat Aurich im letzten Jahr Gewerbesteuer von 96 Millionen Euro gezahlt. Hätte Wilhelmshaven schon wesentlich früher reagiert und den Mut aufgebracht, sich den Erneuerbaren Energien zu "verschreiben", und nicht soviel auf Leisler Kiep und seine "Schergen" gehört, vielleicht hätten die Straßen der Jadestadt dann nicht so viele Löcher, die Sozial- und Kulturausgaben müssten nicht so drastisch gekürzt werden oder das Fäkalieneinleitungsproblem am Vorzeigesüdstrand könnte "Boomtown" dann zu 100 Prozent aus eigener Tasche begleichen.

Statt aufzuklären druckt das lokale Heimatblatt weiterhin signifikantes Lehrmaterial "wie man es nicht macht" ab und so ist es auch nicht verwunderlich, dass wir nicht einmal den Gedanken an Innovation verschwenden, weil, natürlich zu teuer. Auffällig ist, dass sich bei den Worten "zu teuer" in Wilhelmshaven immer der Dagegen-Argumentations-Kreis schliesst.

Das dürfte einer echten Zeitung eigentlich nicht passieren - das Sommerloch ist wohl die passende Entschuldigung - dieses allerdings tritt unglaublich regelmässig auf.

So werden wir auch weiterhin durch unser lokales Heimtblatt an "Geistige Armut" gewöhnt.

Befreien können Sie sich zum Teil z. B. mit diesem Film:
Schwarze Kassen.

Er zeigt, wie man kollektive "Geistige Armut" hinter verschlossenen Türen finanzieren kann.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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