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Wangerooge: Verstärkung der Harlehörndüne abgeschlossen
08|08|2014



In Wangerooge entstehen durch Sandverluste jährlich Millionenschäden.

Küstenschutz durch Einbau von 120.000 Kubikmeter Sand sichergestellt

Planmäßig endete in diesen Tagen der Sandeinbau zur Verstärkung der Harlehörndüne auf Wangerooge. Spülrohre und Baustelleneinrichtung wurden bereits wieder zurückgebaut und von der Insel abtransportiert.

Insgesamt wurden seit Juni im Auftrag des NLWKN [Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz] ca. 120.000 Kubikmeter Sand zur seeseitigen Verbreiterung der Düne und zur Erhöhung des Strandes eingespült. Die anschließende Profilierung entlang der rund 800 Meter breiten Einbaustrecke erfolgte mit Planierraupen und Baggern. Der Sand stammte aus einer Sandbank in der Nähe des Hafens, er wurde dort von einem Naßbagger entnommen und mittels einer Rohrleitung zur Harlehörndüne transportiert.

„Mit dieser Verstärkung auf eine Gesamtbreite von 40 Metern ist die Sturmflutsicherheit der Düne am Harlehörn für die kommende Sturmflutsaison wieder gegeben", betonte Frank Thorenz, Leiter der zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney. Ein Durchbruch der Düne würde den Hafen vom Rest der Insel abschneiden.

Als abschließende Tätigkeit steht jetzt noch eine Abdeckung des neuen Sandkörpers mit Heu an: „Das Heu wird in den Sand eingearbeitet und verhindert so, dass der Sand durch den Wind abgetragen wird und die Dünen schwächt", erläuterte NLWKN- Projektleiter Theo van Hoorn. Diese Arbeiten übernimmt der Betriebshof Wangerooge des NLWKN mit eigenem Personal.

Die Kosten der Maßnahmen betrugen ca. eine Million Euro, an denen sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven mit zehn Prozent beteiligt, da der nördliche Abschluss der Harlehörndüne in der Verantwortung des Bundes steht.

Hauptursache für den Handlungsbedarf war die sehr schwere Sturmflut vom 6. Dezember vergangenen Jahres, die knapp drei Meter über dem Mittleren Tidehochwasser auflief und Dünenabbrüche von bis zu 13 Metern Tiefe auf einer Länge von etwa einem Kilometer hinterließ.

Die parallel laufenden Arbeiten am ersten Bauabschnitt zur Verstärkung des Ostgrodendeiches auf Wangerooge dauern nach Auskunft des Landesbetriebes noch bis in den Herbst an.

Der Sturmflutschutz und die Bestandssicherung der Insel Wangerooge wird auf insgesamt 11,3 Kilometern Länge durch Schutzdünen, fast sechs Kilometer lange massive Uferschutzwerke und 23 Buhnen sowie an der Wattseite fast 6 Kilometer Hauptdeiche sichergestellt. An der Seeseite trägt der Bund und an der Wattseite - beginnend am Harlehörn - das Land Niedersachsen, vertreten durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz [NLWKN] die Verantwortung.

Quelle: Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz [NLWKN]


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