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Frohes altes / neues Jahr
23|12|2009



Ein Bild wie ein Zustandsbericht einer sterbenden Stadt?

Versöhnliches zum Fest und Jahresausklang

Ja, es war ein gutes Jahr für Wilhelmshaven. Wie viel Kritik mussten sich unsere Stadtverwaltung und die Damen und Herren des hohen Rates anhören. Wie viele unversöhnliche Worte wurden gesprochen, wie viel Porzellan zerschlagen.

Das Internet mutierte zur Keimzelle des schauspielerischen Protests einer kleinen Gruppe von Besserwissern, die nichts und niemand achten und sich selbst und ihre verwirrten Visionen verherrlichen.

Alle Kritiker des Jade-Weser-Ports wurden nach Jahrzehnten endlich Lügen gestraft – er wird gebaut und nichts kann ihn mehr aufhalten.

Auch die versprochenen Arbeitsplätze sind in der Schaffungsphase. Hunderte konnten sich bewerben, bald die gut bezahlten Jobs bei Eurogate anzutreten und dem Einzelhandel in Wilhelmshaven zu neuer Blüte zu verhelfen.

Die Jadeallee erstrahlt in Glanz des neuen Columbia-Hotels und nur Miesmacher und Dauernörgler sehen den Quantensprung dieser Prachtstraße nicht. Heerscharen von Arbeitern ebnen den Weg für die kommenden Touristen.

Quertreibende Freizeitgärtner am Banter See konnten das Projekt Jadeallee auch nicht mehr verhindern. Auch die werden bald erkennen, welchen Freizeitwert ein Parkplatz haben kann!

Die Marktstraße, die Nordseepassage, die Gökerstraße – nur einige der lebendigen Einkaufsmeilen der Stadt, in denen das Leben pulsierte und sich die Menschen voller Freude zulächeln. Nordische Kälte ist in Wilhelmshaven ein Fremdwort! Und jeder neue Supermarkt erhöht die Temperatur.

Der Rat und die Stadtverwaltung ebneten den Weg für die dauerhafte Endschuldung der Stadt. Über 80 Millionen Euro Schulden, die bis 2013 entstehen sollten, wurden in einem Handstreich durch die geplante Gründung einer AöR weggezaubert. Einzig die revolutionäre und selbst zerstörerische Verweigerungshaltung einiger Ratsabgeordneter verhinderte diesen großen Wurf. Aber hier ist die Endabrechnung auch noch nicht erstellt!

Auch für das Klima war es ein tolles Jahr. Ein neues Kohlekraftwerk ist in Wilhelmshaven in Bau, zwei weitere sind in Planung und bereits vorausschauend bewilligt. Jedes neue Kohlekraftwerk ist ein Gewinn für das Klima – Schluss mit den Diskussionen!

Die Umschlagzahlen in den Wilhelmshavener Häfen sind weniger geschrumpft, als anderswo. Wilhelmshaven gehört zu den Gewinnern der Wirtschaftskrise! Antizyklisch lautet das Geheimrezept unserer Stadtspitze!

Namhafte Bands aus der ganzen Welt gaben sich in Wilhelmshaven die Klinke in die Hand und machten Schlicktaun zum Mekka der Musikjünger. Dem Erfolg konnte auch der Hinweis, dass dies fast alles Coverbands waren, keinen Abbruch tun.

Wilhelmshaven konnte sich auch bundespolitisch geschickt aus der Verantwortung stehlen. Kein Wilhelmshavener sitzt mehr im Bundestag und alles, was die in Berlin schlimmes aushecken, ist nicht auf unserem Mist gewachsen – gut gemacht liebe Parteien!

Ganz innovative Wege beschritt 2009 unser Oberbürgermeister. Da er es als einziger ernst nimmt mit dem Sparzwang hat er eine Haushaltssperre verhängt. Nun dürfen Banken und Konzerne auf allen städtischen Empfängen Werbung für sich machen und müssen dafür den Sekt bezahlen. Was ein schlauer Schachzug Ebi!

Einen neuen zweiten Bürgermeister haben wir auch bekommen. Insgesamt haben wir ja drei davon. Und dank der niedersächsischen Gemeindeordnung konnte die SPD ihren Kandidaten auch ganz undemokratisch bestimmen, ohne groß wählen zu müssen – die Genossen wissen halt, wie es geht!
Die Stadt hat ihr Profil geschärft und Prioritäten gesetzt. Gleich zehn städtische Gesellschaften und Beteiligungen sind Mitglied der Hafenwirtschaftsvereinigung. So sind wir immer sicher, dass auch nur das beschlossen wird, was einige gut finden.

Herausragend war auch die Fortführung von Sale-and-lease-back-Geschäften. So konnten wir einen Dummen finden, der die alte Helene-Lange-Schule für einen Spottpreis kaufen konnte. Der musste die Schule dann auf eigene Kosten sanieren und uns zurück vermieten. Nun haben wir ein schickes neues Grundschulzentrum in der Südstadt – direkt am Busbahnhof – logistisch gut gelegen.

Kleinere Haushaltslöcher haben wir durch geschickte Preiserhöhungen beim städtischen Energieversorger GEW kaschieren können. Die paar Euro mehr für Gas, Wasser und Strom sind aber kaum einem Bürger aufgefallen und ließen sich durch gestiegene Rohölpreise wunderbar verkaufen.

Verhindern konnte die Wilhelmshaven-Fraktion die Beschneidung der Aufsichtsratsvergütungen für die Ratsabgeordneten. Erstmal soll der Bürger den Gürtel enger schnallen. Wenn der keine Luft mehr bekommt, dann können wir ja weitersehen.

Besonders geschickt war unser Schachzug, einen Kritiker der EWS per Unterlassungserklärung mundtot zu machen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder Bürger die Verluste unserer städtischen Gesellschaften öffentlich machen darf. Zwar hat der Betroffene die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet, aber es bleibt ja noch das Klageverfahren, auch wenn wir dort unsere miesen Geschäfte offen legen müssten.

Auch in der Parteipolitik lief es mehr als rund. Fast alle hatten sich lieb und bis auf ein paar Abwahlen, Erpressungen, öffentliche Schlammschlachten, Ordnungsverfahren, Parteiaustritte, verbale Entgleisungen und Rücktritte war es doch ganz harmonisch. In Berlin geht es da aber ganz anders zu!

Im Rat der Stadt hat sich eine unsägliche Koalition der Vernunft gebildet. Plötzlich stimmen die Mitglieder der SPD, der auch unser Oberbürgermeister angehört, mit den Linken, der BASU und den Grünen. Aber wir werden uns auch hier noch ein paar Drohungen einfallen lassen, um diese Vernunftehe zu scheiden.
Die linken Socken der SPD haben aber noch mehr auf dem Kerbholz. Über 20 Genossen haben 2009 die SPD aus Protest verlassen, unter ihnen auch eine Ratsabgeordnete. Unser Oberbürgermeister hat aber versprochen, dass noch weitere Quertreiber folgen werden. Seit dem ist die SPD zwar vollends gelähmt und untätig, aber das fällt hier ja eh keinem mehr auf.

Richtig wundervoll war auch das Wochenende an der Jade. Wie früher kamen Schiffe aus der ganzen Welt, ausländische Kulturvereine, tolle Bands, Kleinkunst und Kreativität schossen aus allen Poren – fast wie früher – nur etwas kleiner, leiser, langweiliger, farbloser, kürzer,  eintöniger, anspruchsloser, kommerzieller…

Es war ein gutes Jahr für Wilhelmshaven. Und es wird ein noch besseres in 2010 – versprochen. Dann fallen die Gewerbesteuereinnahmen nur so vom Himmel. Keine Krise wird uns aufhalten können. Kein Miesmacher wird uns bremsen. Wie früher bei Olympia  werden tausende Arbeitswillige und Umgeschulte mit ihren Henkelmännern bewaffnet Richtung JWP aufbrechen, um ihrer gut bezahlten Arbeit nachzugehen.

Ich freue mich auf 2010!! Wir sehen uns im Sparkassen-Rathaus zum Nordfrost-Neujahrsempfang bei Schnittchen von Bäcker Kempe und Sekt von Voges…


Tim Sommer

Quelle:
www.timsommer.de

Links:
www.EWS-WILHELMSHAVEN.de
07|04|08 EWS ohne Zukunft?
EWS vernichtet weiter öffentliche Gelder


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Wilhelmshavener Momente

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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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