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Schönen Gruß an all die, die unfehlbar sind oder: Lehman-Anleger scheitern vor dem BGH
28|09|2011



Haupteingang und Neubau des Bundesgerichtshof, Karlsruhe.

Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen: Lehmann Anleger bekommen ihr Geld nicht zurück, weil die Krise und eine damit verbundene Insolvenz einer Schlüsselbank nicht vorhersehbar waren.

Danach gibt es Bücher wie: Der Crash kommt. Die neue Weltwirtschaftskrise und wie Sie sich darauf vorbereiten. 1.. Auflage. Econ, Berlin 2006 geschrieben von Wirtschaftsfachleuten wie Max Otte gar nicht oder Prognosen in dieselbe Richtung, wie z. B. von Dirk Müller [cashkurs.com] auch nicht oder, die Bankenmanager können oder noch besser, wollen nicht lesen.

Max Otte irrte nur in einem Punkt, im Datum, d. h. der Crash kam sogar noch früher und gerade jetzt wird er von vielen Fernsehsendern gut gebucht - seltsam.

Nach der Krise ist vor der Krise, das gilt aber nicht für Banken.

Im BGH-Urteil heisst es:

Zitat: " ... Der Bundesgerichtshof hat Schadensersatzklagen von Anlegern der insolventen Bank Lehman Brothers abgewiesen. Die Anleger seien beim Kauf von Zertifikaten nicht unzureichend oder falsch beraten worden, entschied der BGH. Deshalb hätten die Anleger keinen Anspruch auf Rückzahlung des investierten Geldes. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) habe beim Verkauf der Papiere ihre Beratungspflichten nicht verletzt.
Die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank sei nicht vorhersehbar gewesen, sagte der Vorsitzende Richter, Ulrich Wiechers, bei der Urteilsbegründung. Auch hätte die Sparkasse die Anleger nicht über ihre Gewinnmarge beim Verkauf informieren müssen. Die nun entschiedenen Fälle hätten "eine gewisse Pilotfunktion", sagte Wiechers. Allerdings seien in jedem Einzelfall die genauen Umstände der Beratung zu berücksichtigen.
[Quelle: tagesschau | 27-09-2011]

Das BGH-Urteil macht auch die Verbraucherzentrale Bundesverband relativ betrachtet, fassungslos:
Zitat: " ... "Drei Jahre nach der Lehman-Pleite sind diese Urteile ein Schlag ins Gesicht der Lehman-Geschädigten", so Manfred Westphal, Leiter des Fachbereichs Finanzdienstleistungen beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). ...
... "Auch wenn das höchste Zivilgericht zu Ungunsten der Anleger entschieden hat, fordern wir den Gesetzgeber auf, die Rechte der Anleger nachhaltig zu stärken, indem eine umfassende Aufklärungspflicht im Gesetz verankert wird." ...
... Seine bisherige Kick-back-Rechtsprechung und damit die Aufklärungspflicht der Banken bei Anlageberatung wurde nicht erweitert, die Stellung der Anleger somit geschwächt. ... "
[Quelle: VZBV | Pressemitteilung | 27-09-2011]

Mit der "Nichtaufklärung" besorgten sich die Geldinstitute also auch von "ahnungslosen" Rentnern frisches Geld und "verspielten" es nach Lust und Laune. Insgesamt geht es um viel Geld:
Zitat: " ... Laut Expertenschätzungen investierten mehr als 40.000 Bundesbürger auf Anraten ihrer Banken zwischen 10.000 und 50.000 Euro in die angeblich lukrativen Lehman-Zertifikate. Nach der Pleite der Bank verloren sie am Ende insgesamt etwa 750 Millionen Euro. ... "
[Quelle: spiegel-online | 27-09-2011]

Waren es nicht die amerikanischen Banken, die durch ihre Immobilienspekulation die Krise erst heraufbeschworen haben, vor der andere schon Jahre im Voraus gewarnt hatten und sind es nicht wieder die gleichen Auslösemechanismen von Banken und Finanzsystemen, auch in anderen Ländern, die die nächste Krise heraufbeschwören?

Sind es nicht die Banken, die sich bei der amerikanischen Börsenaufsicht freikaufen, um Prozessen, die sich negativ auf das Image und den Gewinn auswirken, entgegenzuwirken?

Rettet und stützt man mit solchen Urteilen nicht eher aktiv angeschlagene und überholte Finanzsysteme und ist hier nicht die Politik gefordert? ... und ist es nicht eher ein Signal wie: "Banken, macht ruhig weiter so, wir sind das Instrument, damit die Meute nicht demonstriert?"

Ein Grundsatzurteil hätte natürlich verheerende Wirkung für die angebliche "Systemrelevanz" der Banken, denen die Regierungen mit einer Verstaatlichung entgegentreten könnten.

Bis heute gilt:
Zitat: " ... Parallel zum Rettungsgesetz gibt es kein Zähmungsgesetz, keine Regulierung des irren Finanzmarktes, keine Finanzmarkt-Transaktionssteuer, keine Bankenabgabe, kein Verbot von Leerverkäufen oder Hedgefonds. Statt dessen steht ein Weiter-So auf der Tagesordnung.  ... "
[Quelle: Uli Gellermann | 26-09-2011]

Laut Bundesgerichtshof muss das Urteil nicht bedeuten, dass alle Kläger scheitern werden, was für ein Trost für die Anleger und was für ein Signal an die Banken!


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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