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Der Wert der Südzentrale wurde uns immer deutlicher
03|08|2014



Corinna Nickel während ihrer Rede auf der Demonstration.

Hallo – Mein Name ist Corinna Nickel – gebürtige Janßen, aus Wilhelmshaven – ich habe Denkmalpflege und Bauforschung studiert in Hildesheim und Berlin – und bin nun seit 2006 tätig als Denkmalpflegerin in Hamburg.

Als zweite stellveretende Vorsitzende möchte ich heute einmal berichten, was wir in den vergangenen Jahren versucht haben, zu bewegen – der Beginn des Engagements für die Südzentrale, für die sich heute hier so viele Menschen versammelt haben.

Da die Geschichte schon vor dem Zusammenschluss des Vereins beginnt, beginne ich einfach mit meiner ersten Begegnung mit der Südzentrale:

Zusammen mit Studienkollegen Lars Conrads habe ich 2001 die Südzentrale als Studienobjekt gewählt .

Die erste Aussage, die wir erhielten, als wir uns nach Recherche-Quellen erkundigten, lautete: Mit der Arbeit am Thema Südzentrale tun sie hier niemandem einen Gefallen!

Da uns diese Aussage eher neugierig machte, als verschreckte, verbrachten wir trotzdem hunderte von Stunden in Archiven und Plankammern, in WHV, Oldenburg und Hannover. Und hatten zudem spannende Begegnungen mit Zeitzeugen.

Der Wert der Südzentrale wurde uns immer deutlicher, nicht zuletzt, als uns die originalen Baupläne vorlagen und die Wahl der Lage im Stadtgrundriss deutlich wurde. Vor allem weil sich zeigte, dass der Standort von K-W-Brücke und Südzentrale ganz klar an dieser Stelle positioniert wurden, um die Stadt für jeden ankommenden Gast im Hafen repräsentieren. Die gelesenen Quellen, Berichte und Artikel legten uns ebenfalls offen, welche Bedeutung die Südzentrale einst hatte.

Eigene restauratorische Farbuntersuchungen zeigten uns nicht nur die Lebendigkeit des heute großen grauen Kraftwerkes, auch all die vielen Bildauswertungen zeigten uns die Modernität aufgrund der vielen vielen Glasscheiben auf dem Dach und auch im Inneren - in heute versteckten Bereichen – z. B. als Fußbodenelement: Licht vom Dach bis in den "Keller".

Selbst Ringelnatz schrieb als Mariner im Krieg von seinen Wachgängen in der Südzentrale.

Während der Recherche führten wir viele Gespräche mit der Verwaltung und mit der Politik, mit dem Ergebnis: Wir sollten das Gebäude dokumentieren für den geplanten Abriss.

Wir jedoch dachten uns: Nicht für den Abriss – sondern zur Aufklärung über den Wert des Gebäudes sollte unsere Arbeit dienen!

Der erste Vortrag im Mai 2002 im Marinemuseum war der Start des "Vereins-Vorläufers": dem Forum Wilhelmshaven – Erhaltet die Südzentrale

Viele Gesichter von damals sind auch heute wieder hier dabei.

Anfang 2004 stellte ich meine Diplomarbeit zur Südzentrale im Marinemuseum und in der Christus-und Garnisonskirche aus – Die Südzentrale im Südschiff – die Garnisonkirche hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder in den Passionspunkten mit der Südzentrale beschäftigt.

Sowohl Pastor Frank Morgenstern als auch Stephan Huck vom Marinemuseum, sind heute in unserem Vereinsbeirat.

Mit Fördergeldern des Nds. Sozialministeriums und der Oldenburgischen Landschaft gelang 2004 auch die Organisation des BDA Architekten Workshops – gemeinsam mit André Winter und den Architekten Griesemann sowie unserer stets hilfsbereiten Kollegin Bettina Brosowsky. Die Ergebnisse sind bis heute repräsentativ!

Noch vor der Vorstellung der Ergebnisse rollten zum ersten Mal die Bagger an – dank aller Beteiligten und der Presse, wurde nicht die Südzentrale selbst, sondern nur die umliegenden Gebäude abgerissen.

Fernsehen, Radio und Presse berichteten nun stetig über unser großes Engagement zum Erhalt der Südzentrale – u.a. lud Ludger Abeln mich zur Livesendung Talk op platt ein, die hier aus WHV übertragen wurde.

Weitere Vorträge und Ausstellungen folgten – 2007 erarbeitete das Junge Theater der Landesbühne Nord mit dem Regisseur Frank Fuhrmann ein Stück über die Südzentrale, dass auch hier vorm Zaun aufgeführt wurde.

Anfang 2011 erhielt ich die Information: Die Südzentrale wird nun endgültig abgerissen.

Der Ehrgeiz und das Engagement waren ungebremst, doch schien der Kampf gegen Windmühlen verloren zu sein. Sang- und kanglos wollte ich die Südzentrale aber nicht gehen lassen. Und so organisierten meine Kollegen mit mir ein offenes Fachsymposium, das letztlich auch als Abschiedsfeier gedacht war.

Die zahlreichen Redner überzeugten das große Publikum im Marinemuseum so sehr, dass die Abschlussrede, als Trauerrede von Frank Morgenstern vorbereitet, gar nicht mehr als solche gesehen wurde. Nun wurde improvisiert: Das Publikum formierte sich, die Meinung: Stop dem Abriss setzte sich durch! André Winter hatte den Text einer Resolution vorbereitet, die von allen unterschrieben wurde – und wenige Wochen später mit dann insgesamt über 3000 Unterschriften dem Rat vorgelegt wurde.

Mit dieser Resolution – zum Ende des Symposiums – stand fest: Wir gründen einen Verein, den Verein zum Erhalt der Südzentrale. Dieser wurde kurz darauf ins Vereinsregister als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Die damit beginnende unermüdliche Arbeit des Vorstands, die vielen Gespräche, Diskussionen und Verhandlungen mit vielen Entscheidungsträgern, den Eigentümern, mit Rat und Verwaltung, hat den Vorstand "hinter den Kulissen" viel Arbeit und Zeit gekostet.

Viele Mitglieder brachten sich in zahlreichen Präsentationen auf Festen und auf Veranstaltungen mit ihrer Hilfe ein.

Architekt und Bauoberrat André Winter schrieb eine erneute Kostenberechnung, um die Kosten für einen Erhalt belegen zu können.

Im vergangenen September gab es einen Workshop im Marinemuseum, der Auslöser war, uns für die Beauftragung eines professionellen Nutzungskonzeptes zu entscheiden. Denn weder die wohl inzwischen rund 40 Studienabschlussarbeiten, noch der BDA Workshop, die Kostenberechnung, noch die vielen Gespräche vermochten die Politik von dem Wert der Südzentrale überzeugen.

Im Zuge der Vereinsarbeit entstand des Weiteren die Idee, die Geschichte der Südzentrale in einem Film darzustellen. Den anfänglich 3minütigen Trailer sollte der Verein auf Veranstaltungen nutzen können.

Der daraus entstandene Kinofilm begeisterte im Februar zur Premiere ein Riesenpublikum und bescherte dem Kino vier übervolle Kinosäle!

Nun stehen wir hier – vor wenigen Wochen wurde das Nutzungskonzept der Stadt und den Mitgliedern vorgestellt. Es ist und bleibt deutlich: Die Erhaltung dieser Südzentrale ist tragbar, ist wichtig – und doch stehen heute wieder die Bagger auf dem Gelände....

War´s das? Fragen wir uns – wieder einmal...?

Die Politik sagt: Wir haben Angst vor den Kosten, den denkmalpflegerischen Auflagen – wir können nichts tun. Fakt ist: Diese Auflagen kann die Stadt selbst bestimmen. Sie kann bestimmen, in welchem Umfang die Substanz erhalten, erneuert, erweitert, angebaut werden darf. Sie hätte es in der Hand.

Ein kontrollierter Abriss, wie in der Presse erwähnt, wäre das Ende, wenn jetzt nicht weitere Ermittlungen angestrebt werden: Verkehrswertgutachten, Kostenanalyse, Raumprogramm – Planung!

Ein Abriss auf Raten – eine Katastrophe!

Lassen Sie uns, lasst uns gemeinsam heute noch einmal beweisen, dass sie uns wichtig ist – unsere Südzentrale! Wir lassen sie nicht gehen!

Wir schätzen ihren Wert, ihre Energie, die uns antreibt.

Mit einer Menschenkette auf der gesamten K-W-Brücke wollen wir es heute Abend allen beweisen – wollen die Südzentrale schützen vor einem unwiederbringlichen Untergang.

Die Südzentrale stand in ihrer Blütezeit mit ihrer großen Architektur für Aufbruch, dafür wurde sie gestaltet und gebaut. Viele Jahrzehnte war sie so wichtig für unsere Stadt. Lasst uns ihr diesen Respekt zollen, den sie sich verdient hat. Lasst sie sich eingliedern, sich verändern und wieder wichtig werden.

Lasst uns beweisen, dass wir einen neuen Aufbruch wollen und brauchen – wir wollen ihn mit der Südzentrale – als Dreh- und Angelpunkt für Kultur, Tourismus – für uns!

Corinna Nickel
[Es gilt das gesprochene Wort]


Links:
Die Südzentrale | Homepage
Die Südzentrale ein ehemaliges Kraftwerk aus der Kaiserzeit vergammelt seit über einem Jahrzehnt vor sich hin!

Videos:
Südzentrale Wilhelmshaven | Trailer
Südzentrale | Der verbotene Flug



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