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PIK STATEMENT zur aktuellen Hitzewelle



Schon vor längerer Zeit hätte man die Zeichen für die Energiewende erkennen müssen – jetz wird es teuer und ungesund.

25-06-2019 | Deutschland steht diese Woche wahrscheinlich eine Hitzewelle bevor.

Zu diesem Thema Stefan Rahmstorf, Ko-Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor an der Universität Potsdam:
"Wetterdaten zeigen, dass Hitzewellen und andere Wetterextreme in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen haben. Die heißesten Sommer in Europa seit dem Jahr 1500 unserer Zeitrechnung ereigneten sich alle seit der letzten Jahrhundertwende: 2018, 2010, 2003, 2016, 2002. Monatliche Hitzerekorde auf der ganzen Welt treten heute fünfmal häufiger auf, als es bei einem stabilen Klima der Fall wäre. Diese Zunahme der Hitzeextreme entspricht genau dem, was von der Klimawissenschaft als eine Folge der globalen Erwärmung vorhersagt wurde, die verursacht wird durch den steigenden Ausstoß von Treibhausgasen aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas."

Ebenfalls zu diesem Thema Dim Coumou, IVM, Vrije Universiteit Amsterdam und PIK:

"Zusätzlich zu diesem besorgniserregenden Trend verändert sich außerdem die atmosphärische Zirkulation. Die Datenanalyse zeigt, dass sich die normalerweise nach Osten bewegende sommerlichen Windströmungen einschließlich des Jetstreams in den mittleren Breitengraden der nördlichen Halbkugel verlangsamt hat. Dies begünstigt das Entstehen von heißen und trockenen Bedingungen auf dem Kontinent – aus ein paar warmen sonnigen Tagen können so gefährliche Hitzewellen werden. Wir schmelzen das Meereis in der Arktis, was zu der unververhältnismäßig starken Erwärmung in den allernördlichsten Regionen unseres Planeten beiträgt und dadurch wiederum die natürlichen Muster des Jetstreams stören kann. Eine starke atmosphärische planetare Welle mit der Wellenzahl 7 hat wahrscheinlich eine wichtige Rolle bei der aktuellen Hitzewelle gespielt. Das beobachtete Muster zeigte sich auch bei den extremen Wetterereignissen des vergangenen Sommers."

Stefan Rahmstorf erklärt abschließend:

"Während wir in dieser Woche in Europa Temperaturen von möglicherweise bis zu 40 °Celsius befürchten, verzeichnete Indien kürzlich Temperaturrekorde von über 50° Celsius. Hitzewellen können eine Gesellschaft hart treffen, etwa indem sie zu zusätzlichen Todesfällen in gefährdeten Gruppen wie bei alten Menschen und Kindern führen. Außerdem kann eine Kombination von heißen und trockenen Bedingungen regional unter Umständen zu Wasserknappheiten und Ernteausfällen führen. Nur eine rasche Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe und damit der CO2-Emissionen kann eine weitere verheerende Zunahme der Wetterextreme verhindern, die mit dem menschgemachten Klimawandel zusammenhängen."

Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Wer wir sind:
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung [PIK] ist eines der weltweit führenden Institute in der Forschung zu globalem Wandel, Klimawirkung und nachhaltiger Entwicklung. Natur- und Sozialwissenschaftler erarbeiten hier interdisziplinäre Einsichten, welche wiederum eine robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darstellen. Das PIK ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.



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Die Darstelllung des "Trio Infernale Wilhelmshavens" sorgt für Aufregung.
Eine Menge Wilhelmshavener Bürgerinnen protestieren unter dem Motto "Planungswahnsinn am Banter See tut 5.000 Menschen weh" für den Erhalt des Banter Sees, so, wie er ist. Sie wehren sich gegen eine Wohnbebauung für "Priveligierte". Mehr dazu in einem Video ... [das Bild ist vom 15-07-2014] ... .... zum Video | youtube ...



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