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WZ versucht, anstehende Meinungsbildung im Rat vom selben Tag zu manipulieren?
17|09|2015



Die Berichterstattung im Lokalen Propaganda - Heimat-Blatt wird immer bedrohlicher.

"Debring schadet dem Klinikum" war in großen Lettern als Überschrift in der Wilhelmshavener Zeitung [WZ] am 16.9.2015 auf Seite 5 zu lesen.

Da die WZ vorgibt, lediglich einen CDU-Politiker zu zitieren, hätte sie mindestens schreiben müssen: "Debring schade dem Klinikum", also ohne dem -t- am Ende von schade[t].

Nicht nur die deutsche Grammatik unterscheidet bei Verben bzw. Prädikaten in einem Satz zwischen "Indikativ" und "Konjunktiv". Indikativ ist zu benutzen, wenn es um Darstellung von Fakten und Unwidersprochenem geht. "Der Indikativ wird für die Darstellung der Wirklichkeit benutzt". Konjunktiv ist die korrekte Form, wenn Sachverhalte als bloß möglicherweise wahr oder sogar als sehr unwahrscheinlich [Konjunktiv II] gelten und deshalb dem Empfänger entsprechend kommuniziert werden sollen.

Die WZ wählt in ihrer plakativen Überschrift auf Seite 5 eindeutig und – wie sich aus den anderen Umständen des Artikels ergibt - wohl auch gezielt den Indikativ. "Herr Debring schadet dem Klinikum"! Für den Chefredakteur der WZ, Gerd Abeldt, der den Artikel verfaßt hat, steht also die Schadenswirkung von Herrn Debring auf das Klinikum bereits zu 100% fest. Damit haben wir neben dem Alt-Politiker Werner Biehl einen zweiten allwissenden Hellseher in der Stadt, was die Zukunft unseres Klinikums anbelangt!

Pikant:
Dieses "Faktum" des Herrn Abeldt, sollte genau am Tag des Erscheinens dieses Artikels erst noch vom Rat der Stadt Wilhelmshaven behandelt werden, auf Antrag des von Herrn Abeldt durch die WZ Angeklagten und bereits Verurteilten, Rechtsanwalts Debring.


Auf frechere Weise kann sich eine Zeitung nicht in eine erst anstehende Ratsdebatte einseitig und manipulativ einmischen!

Der Rat der Stadt sollte am 16. September 2015 nicht nur dem Oberbürgermeister Wagner eine Rüge erteilen, falls sich die Vorwürfe des einstigen Aufsichtsratschefs und Ratsmitglied Peter Debring von der SPD bestätigen sollten, sondern auch der Wilhelmshavener Zeitung in Gestalt des Chefredakteurs Gerd Abeldt persönlich.

Warum mischt sich der Chefredakteur der WZ, Gerd Abeldt, auf solch infame Weise in das politische Geschehen ein?

Jeder Journalist lernt in der allerersten Stunde, dass man bei noch unsicheren Sachverhalten oder bei Wiedergabe von Stellungnahmen fremder Personen unbedingt den Konjunktiv benutzen muß. Sogar Real- und Hauptschüler lernen das in der 8. oder 9. Klasse im Deutschunterricht. Wenn der oberste Journalist von Wilhelmshaven aber dieses Grundgesetz von Berichterstattung verletzt, vermute ich ´mal, wird das wohl KEIN Zufall sein.

Hier geht es um Einflußnahme von oberster medialer Stelle auf eine Abstimmung, die am selben Tag von der Veröffentlichung dieses Artikels stattfinden soll, auf die Ratsabgeordneten. Obwohl die NWZ bereits vor über einer Woche [am 15.8.2015] ausführlich über die betreffende anstehende Abstimmung, die die Erteilung einer Rüge an den Oberbürgermeister Wagner durch den Rat der Stadt zum Gegenstand hat, berichtet hat, hielt sich die WZ bis zum Tag der Ratsdebatte heute [16.9.2015] selbst erstaunlich bedeckt mit der Thematisierung dieser Abstimmung.

Warum wartet die WZ mit der Information der Öffentlichkeit bis zum 16.9. 2015 [Tag der Ratssitzung]?

Sollen Ratsmitglieder nicht mehr die Möglichkeit haben, sich eigenständig zu informieren vor der Abstimmung?


Soll Herr Debring keine Möglichkeit mehr haben, selber vor die Öffentlichkeit zu treten und seine Argumente vorzutragen?


Warum bittet die WZ Herrn Debring nicht selber um eine Stellungnahme, bevor sie ihn so ohne Vorwarnung öffentlich angreift und vorveruteilt?


Und: Auf der Anklagebank steht eigentlich Herr Wagner und nicht Herr Debring!!!

Warum mischt sich Herr Abeldt höchstpersönlich als Chefredakteur auf solch manipulative Weise in die anstehende Ratsdebatte ein, die in nicht-öffentlicher Sitzung stattfinden soll?

Wenn Herr Abeldt "nur" einen CDU-Politiker in seiner Überschrift zitieren will, dann geht das entweder nur mit Anführungsstriche unten und oben und möglichst auch Nennung des Zitierten mit seinem Namen [in der WZ-Überschrift ist nur von der "CDU", die anscheinend mit einer Stimme spricht [?] als Meinungsträger die Rede], ODER man macht das Zitat durch den Konjunktiv Präsens deutlich!

Tut er es nicht, steckt meiner Ansicht nach eine Absicht dahinter oder Herr Abeldt hatte einen "geistigen Totalausfall" hinsichtlich seiner eigenen journalistischen Ausbildung und Grundsätze.

So wird der Wilhelmshavener Öffentlichkeit und auch den vermutlich WZ-lesenden Ratsmitgliedern etwas als WIRKLICHKEIT verkauft, was erst noch aufgeklärt werden muß. Und das ein paar Stunden vor einer Ratssitzung.

Aber vielleicht steckt auch in diesem Satz "Debring schadet dem Klinikum" eine Art Drohung an potentiell "aufmüpfige" Ratsmitglieder:
Wer am 16.9. 2015 im Rat für den Antrag von Herrn Debring stimmte, Erteilung einer Rüge an den OB, der wird im nächsten Wahlkampf den Vorwurf ernten, er habe mit seiner Abstimmung gegen den Oberbürgermeister [OB] "Arbeitsplätze beim Klinikum" gefährdet. 

Für die Annahme einer gezielten Beeinflussung der Ratsmitglieder spricht auch, daß die WZ, obwohl die Nordwest Zeitung [NWZ] bereits am 5.9.2015 dies so berichtet hat, unterschlägt, daß Herr Debring sagt, er habe Beweise dafür, daß der OB auf eine Anfrage des Rates im Juni gelogen habe [Zeugenaussagen und e-mails].

Wörtlich in der NWZ:
"Debring sieht "den dringenden Tatverdacht", dass Wagner im August 2014 seine Dienstpflichten verletzt und am 17. Juni 2015 den Rat belogen habe."

Was ich mich jetzt unabhängig von dem Versuch der WZ, Abgeordnete in ihrem Abstimmungsverhalten zu beeinflussen, außerdem frage, ist, wie man durch einen solchen Antrag, wie in Herr Debring gestellt hat, "dem Klinikum schaden" kann?

Wie soll das passieren können?

Ein Wilhelmshavener Bürger fällt bei der Obsternte vom Baum und bricht sich das Bein oder verstaucht sich den Knöchel. Bevor er jetzt seine Frau bittet, ihn zum Krankenhaus zu fahren, hält er inne und sagt: "Halt! Fahr mich bitte nicht ins Reinhard-Nieter-Krankenhaus! Ich hab gehört, der OB soll den Rat belogen haben!"

Steht der OB neuerdings am OP-Tisch?

Ein Jurist würde jetzt sagen: Da fehlt es bereits am Äquivalenzprinzip, da komm ich gar nicht erst zur Adäquanzprüfung.

Wenn ein Jurist z.B. bei einer Schadensersatzklage überprüft, ob zwischen schädigendem Ereignis und dem eingetretenen Schaden überhaupt ein Ursachenzusammenhang besteht, prüft er als erstes, ob das behauptete Schadensereignis überhaupt einen solchen Schaden wie den eingetretenen bewirken KÖNNTE. Das nennen Juristen Prüfung nach dem Äquivalenzprinz. Erst dann erfolgt eine weitere Prüfung, ob das behauptete Schadensereignis den eingetretenen Schaden auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit verursacht haben könnte.

Ein Ursachenzusammenhang zwischen einer eventuell erfolgten Lüge des OB gegenüber dem Rat im Juni 2015 und den BEREITS JETZT bestehenden WIRTSCHAFTLICHEN Problemen des Klinikums [2-4 Millionen Euro Defizit pro Jahr laut Klinikchef Keil] ist für mich nicht erkennbar.

Insofern ist der Satz "Die öffentlich vorgetragenen Anwürfe des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden des städtischen Reinhard-Nieter-Krankenhauses [heute: Klinikum Wilhelmshaven] würden das Amt des Oberbürgermeisters, die Stadt, den Rat und das Klinikum mit seinen Mitarbeitern beschädigen." [in der WZ: 16.9.2015 auf Seite 5, der Satz wird von der WZ DEN gesamten "Christdemokraten" zugeschrieben], in meinen Augen eine unverhohlene Drohung der Politik im Verein mit der einzigen Tageszeitung vor Ort [WZ] gegenüber den Ratsabgeordneten, die auf die Idee kommen könnten, dem Antrag von Herrn Debring zuzustimmen.

So funktioniert Politik in Wilhelmshaven!

Heidi Berg




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