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JWP: Hut in den Ring!
08|10|2008



So könnte es aussehen, während die Schifffe am Anleger gelöscht werden: kein Rauch aus dem Schornstein - völlig umweltfreundlich!

Wilhelmshaven – Die Aufspülarbeiten für den JadeWeserPort sind in vollem Gange. Schon ein kurzer Blick durch den Sperrzaun auf dem Voslapper Deich löst wehmütige Gewissheit aus: Der Geniusstrand ist jetzt Vergangenheit und lebt nur noch in den goldenen Farben der Erinnerung weiter! Weder in den Saug- und Schneidköpfen der Bagger verklemmte Bomben und Granaten vom Jadegrund noch gegen den Baubeginn eingelegte Rechtsmittel vermochten die Zerstörung des geliebten Strandes aufzuhalten.

Die Verwaltungsgerichte haben bislang alle Klagepunkte zurückgewiesen. Dagegen hat das Oberwaltungsgericht den Bau einer Schallschutzwand zur Abschirmung des Naturschutzgebietes Voslapper Groden Süd von der genehmigten Eisenbahntrasse angeordnet, die die JadeWeserPort-Realisierungsgesellschft ursprünglich beantragt hatte. Aber eigentlich will die niemand haben – weder die Genehmigungsbehörde noch die Naturschutzverbände.
Ob in den noch ausstehenden Hauptverfahren wenigstens noch einige Klagepunkte durchgebracht werden können, weiß nur der Himmel.

Doch die engagierten BürgerInnen können sich keine Atempause leisten, denn ein wichtiger Punkt wird leider nicht verhandelt, weil er in Übereinkommen eingreifen würde, die von den Mitgliedsnationen der Internationalen Schifffahrtsorganisation [IMO] der Vereinten Nationen vereinbart wurden:
Die Schiffsemissionen!

Bei Volllastbetrieb des JWP dürfte sich das Verkehrsaufkommen auf der Jade verdoppeln. Gifthaltige Qualmwolken aus den Schornsteinen der Containerschiffe, die ab 2011 in Wilhelmshaven anlegen sollen, dürften die Schadstoffbelastung der Jaderegion ganz erheblich steigern. Denn anders als in modernen Kraftwerken an Land blasen Schiffe die Abgase ungefiltert in die Luft. „Im Treibstoff der Kähne ist z.B. 2700 mal so viel Schwefel wie im Autobenzin.“ [Die Zeit, 24.08.06] Verheizt wird auf den Schiffen das Rückstandsprodukt Schweröl aus den Raffinerien.

In dieser Giftpampe konzentrieren sich die aus den erzeugten Ölen und Benzinen herausgewaschenen Schadstoffe. Raffinerien wie die Wilhelmshavener WRG könnten die anfallende Pampe gut für die Beheizung ihrer Kesselanlagen verwenden. Das dürfen sie aber nicht, weil sie keine Filter haben. Und ohne werden schnell die gesetzlichen Emissions-Grenzwerte überschritten. Die WRG z.B. verbrennt unter ihren Kesseln Propan- und Butangas aus der Produktion und mischt nur soviel Schweröl zu, dass die genehmigten Emissions-Grenzwerte eingehalten werden können. Das meiste landet über den Markt in den Brennstofftanks der Schiffe.

Die Bürger der großen Hafenstädte wie Rotterdam und Hamburg beschweren sich über die zunehmenden Schiffsabgase und hoffen seit Jahren auf Abhilfe: „In Hamburg ist der Schiffsverkehr laut Umweltatlas daher für rund 80 Prozent der Schwefeldioxide in der Luft verantwortlich.“ [Hamburger Abendblatt 28.08.06] Auch Lübeck bzw. der Urlaubsort Travemünde hatten unter dem Schiffsqualm zu leiden. Das hat man jetzt abgestellt: „Deutschlands erste kommerziell betriebene Landstromversorgungs-Einrichtung für Seeschiffe steht jetzt im Lübecker Hafen zur Verfügung.“ [Täglicher Hafenbericht, 25.08.08] 300.000 Euro habe die Anlage gekostet.

Doch so weit sind wir in Wilhelmshaven noch nicht. Dabei drängt es sich doch förmlich auf, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und beim Bau des JWP eine Landstromversorgungseinrichtung mit zu berücksichtigen. Das wäre doch mal ein positives Signal, für das es sich nicht nur für die „ewigen Neinsager“ lohnt, den Hut in den  Ring zu werfen!

Quelle: www.GEGENWIND-WHV.de

Autor: Jochen Martin

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06|08|08 Kein Flüssig-Erdgas für Wilhelmshaven
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