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Podiumsdiskussion in Westerstede
Thema: Gesamtschulen
24|01|2009



[v.l.n.r.:] Hermann Nee, Sigrid Rakow [SPD], Peter Wolf [Leiter RDS Westerstede], Gerhard Hildebrand [Lieter IGS Wilhelmshaven, Dieter Knutz[GEW Bezirksvorsitzender, Frerich Rüst [DGB], Peter Meiwald [Die Grünen]

Am 22. Januar 2009 trafen sich Politiker und Schulvertreter im Ammerländer Hof in Westerstede, um über das Thaema Gesamtschule zu diskutieren.

Immer mehr Menschen fordern eine Neuorientierung der Bildungslandschaft und die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.

In einem Informationsblatt der Grünen zur Veranstaltung heißt es:
"Die Eltern wollen für ihr Kind eine Schule, die von Anfang an einen Weg zum Abitur offenhält. Das zeigt der große Andrang auf die Gymnasien und Gesamtschulen", formuliert es die schulpolitische Sprecherin der Grünen, Ina Korter.

Das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem sieht Ina Korter als eine ängstliche Schulpolitik der CDU. Die Schulträger dürfen nicht erneut zu Investitionen in ein Schulmodell gezwungen werden, dass keine Zukunft hat.
Hauptschulen sollen zu Gunsten gemeinsamer Schulen aufgelöst werden und die Schulen, die es wollen, sollen als richtige Ganztagsschulen ausgestattet werden.

Die Diskussionsrunde begann mit einem einführenden Vortrag über die Bildungsstätte Gesamtschule, in der Gerhard Hildebrandt [Leiter IGS Wilhelmshaven] die Vorteile des Systems Gesamtschule erläuterte.
Durch den Wegfall der Gliederung kämen lernschwache und lernstarke SchülerInnen zusammen. Dadurch werden die lernschwächeren durch die lernstärkeren SchülerInnen im gemeisamen Unterricht angespornt.

Neben den Pflichtfächern werden die SchülerInnen auch neigungsorientiert ausgebildet. Bis zur 7. Klasse gibt es keine Zensuren, sondern die SchülerInnen werden zunächst in einer schriftlich individuell ausgearbeiteten Form beurteilt, die im Endeffekt eine bessere Einschätzung der SchülerInnen erlaubt.

Erst ab Klasse 8 werden die Zensuren eingeführt. Schulabgänger, die früher von der Gesamtschule abgehen, um z. B. eine Berufsausbildung zu beginnen oder auf Berufsbildende Schulen zu wechseln, bekommen je nach Ausbildungsstand das entsprehende Abgangszeugnis, als Haupt- oder z. B. Realschüler.

Die restlichen Schüler gehen dann in die Sekundarstufe 2 und können hier ihr Abitur machen.

Das System Gesamtschule beurteilt Gerhard Hildebrandt, als das zukunftsorientiertere Bildungssystem, dass mehr Schülern die Chancengleichheit eröffnet und mehr SchülerInnen überhaupt erst einen Schulabschluss ermöglicht.

In stabilen Teams lernen die Schüler schon früh Sozialisierungsprozesse kennen, was die gegenseitige Toleranz fördert, wodurch auch kulturelle Barrieren abgebaut werden.

Eine Ausgliederung, z. B. durch die Einstufungen als Hauptschüler, wodurch sich SchülerInnen abqualifiziert fühlen könnten, fällt an der Gesamtschule weg. Frühe Frustration, durch eine eventuelle frühe Aussortierung und Abqualifizierung werden somit zusätzlich abgebaut. Das gemeinsame täglich Mittagessen zählt auch zu den Sozialisierungsprozessen, dient aber natürlich in erster Linie dazu, dass die SchülerInnen gestärkt in den Nachmittagsunterricht gehen können.

Im Endeffekt kommen die Kinder nach Hause und müssen dort keine Schularbeiten mehr erledigen, da diese auch schon in der Schule abgearbeitet wurden.

Das Publikum kam auch zu Wort und äusserte viel Unverständnis für politische Entscheidungen, die immer noch an der Dreigliedrigkeit festhielten und die Elternwünsche wenig bis gar nicht berücksichtigen würden.

Aber auch auf dem Podium, bestehend aus einer Politikerin der SPD, den Grünen, Gewerkschafts-, Schul- und Elternvertretern, saßen ausschliesslich FürsprecherInnen des Systems Gesamtschule und auch sie äusserten viel Unverständnis gegenüber den politischen Entscheidern.

Besonders Herr Wolf, Schulleiter der Robert Dannemann Schule in Westerstede, würde seine Schule lieber heute als morgen in eine Gesamtschule umwandeln, weil er im System Gesamtschule ebenfalls mehr Vorteile für die SchülerInnen sieht.

Hauptschüler würden seiner Aussage nach sogar insgesamt abnehmen, da die Hauptschulen seit den Negativschlagzeilen in der Presse mit einem Imageproblem behaftet wären. Schon aus diesem Grund melden immer weniger Eltern ihre Kinder auf Hauptschulen an.

Ein Elternvertreter monierte, das Ideologien schon von vornherein die Einbindung der Eltern in Entscheidungsprozesse verhindere und rief zur Bildung einer Initiative für Gesamtschulen auf, um bei den politischen Gremien Druck machen zu können.

Die Diskussion an diesem Abend zeigte deutlich, dass eine Veränderung im Bildungssystem her muß. Die SchülerInnen seien seit Einführung des Zwölfklassensystems vermehrtem Stress und mehr Leistungsdruck ausgesetzt. Die Politik hat hier einiges wieder gutzumachen und sollte sich nicht immer nur den Kriterien einer unkoordineirten PISA-Erfüllung-Politik unterwerfen, sondern mit Rücksicht auf die Kinder und viel Augenmaß einer neuen, praxisorientierten Bildungspolitik widmen, selbstverständlich mit Einbeziehung der Eltern und SchülerInnen.

Das Resumee des Abends: Es ist Zeit für eine grundlegende Schulreform ohne ideologische Barrieren.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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