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Bei einer Hirn-OP um die Ecke sehen



Die Friesland-Kliniken "rüsten" weiter nachhaltig auf.

19-10-2018 – Sanderbusch investiert in hochmodernes roboterassistiertes OP-Mikroskop

Über zwei Meter groß und 365 Kilogramm schwer ist das neue OP-Mikroskop von Dr. Yasser Abdalla, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie und Leiter des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie im Nordwest-Krankenhause Sanderbusch [NWK]. Dafür investierte das NWK rund 550 Tausend Euro und ist damit eine der ersten Kliniken in Deutschland, die dieses High-Tech-Visualisierungssystem mit dem Namen ZEISS KINEVO 900 einsetzt. Es kombiniert die herkömmliche Ansicht durch ein Mikroskop mit digitalen Bildern auf großen Monitoren.
 
Sanderbusch. Mit einem neuen Hochleistungsmikroskop für neurochirurgische Eingriffe hat das Nordwest-Krankenhaus wieder eine hohe Investition zur Verbesserung der Patientensicherheit geleistet. Es ist schneller, sicherer und schonender in der Anwendung und wird zukünftig vor allem zur Operation von Tumoren und Blutgefäßen im Gehirn zum Einsatz kommen. Im Schnitt operieren die Neurochirurgen in Sanderbusch pro Jahr über 1.300 Patienten.
 
Erkrankungen wie Aneurysmen [Blutgefäßaussackungen] und Hirnstamm- oder Schädelbasistumoren, die tiefer im Gehirn angesiedelt sind, stellen eine besondere Herausforderung für einen Neurochirurgen dar. Hier den besten Zugang zu finden, ist eine heikle Aufgabe. Erleichterung schafft für Dr. Abdalla und sein Team jetzt das neue Hochleistungsmikroskop.
 
Soll z. B. ein Hirntumor entfernt werden, wird vor einer Operation der Kopf des Patienten per Computer- oder Kernspintomograph Millimeter für Millimeter in einzelnen Schichten durchleuchtet. Diese Aufnahmen werden übereinander gelegt, so dass ein dreidimensionales Gesamtbild des Gehirns entsteht. Auf dieser Basis plant der Arzt mit Hilfe der Neuronavigation den besten Zugang zum Operationsgebiet. Das neue High-Tech-Mikroskop verfügt über eine Assistenzrobotik, die dafür sorgt, dass sich das Gerät präzise am Einsatzort positioniert. Wie mit einem Lesezeichen kann sich der Operateur dann die Stelle markieren, an der er gerade arbeitet. Dabei hat er die Wahl, ob er dazu durchs Mikroskop oder auf die Monitore blickt. Verschiebt er das Gerät im Laufe der Behandlung, findet es auf Knopfdruck seine alte Position automatisch wieder. Der Arzt kann also während einer Operation seinen gewohnten Arbeitsablauf beibehalten und gleichzeitig zwischen unterschiedlichen Ansichten wechseln. Besondere Schwingungsdämpfer sorgen für die nötige Stabilität. Das ist ein großer Vorteil, denn der Chirurg arbeitet mit einer starken Vergrößerung. Schon kleinste Vibrationen können Abweichungen verursachen, die der Assistenzroboter sofort korrigiert. So entfällt für den Chirurgen die mühsame Neujustierung des richtigen Blickwinkels. Das Gerät speichert auch Einstellungen wie Art der Vergrößerung und Schärfe der Darstellung. Die Arbeit wird so für die Mediziner ergonomischer, weniger ermüdend und effizienter.
 
Was Abdalla aber meisten begeistert ist die integrierte, abgewinkelte Optik des Gerätes. "Der Blick durch ein herkömmliches Mikroskop ist üblicherweise auf das anvisierte Ziel beschränkt. Die unmittelbare Umgebung wird nicht mit abgebildet, obwohl sie uns für die Behandlung wertvolle Informationen liefern könnte. Aber jetzt können wir gewissermaßen "um-die-Ecke" sehen. Diese Winkeloptik erweitert das Operationsfeld und macht so auch umliegende Bereiche sichtbar. Es ist sogar möglich, in tiefere, operativ noch nicht freigelegte Schichten hineinzuzoomen. So können wir auch umliegende Blutgefäße im Blick behalten", erklärt er.
 
Durch den Einsatz von Kontrastmitteln können diese farblich gut sichtbar gemacht und der Blutfluss, auch in den kleinsten Blutgefäßen, beobachtet werden. Der Neurochirurg kann bei Verschluss eines Aneurysmas überprüfen, ob die Aussackung richtig abgeklemmt oder vielleicht ein weiteres wichtiges Gefäß beeinträchtigt ist. Tumorgewebe lässt sich mit einer Fluoreszenz einfärben und macht die Grenzen zwischen dem Tumor und dem gesunden Hirngewebe besser sichtbar.
 
Während der Operation können zur besseren Orientierung weitere Informationen wie MRT-Befunde verwaltet, abgefragt und gleichzeitig mit den Mikroskop-Bildern eingeblendet werden. Der gesamte Ablauf der Operation wird durchgehend protokolliert und dokumentiert. Die so gesammelten Daten geben später Aufschluss darüber, ob die Qualität der Behandlung noch verbessert werden könnte.
 
Der Eingriff selbst wird auf zwei große hochauflösende Monitore übertragen. Ein okularloses digitales Exoskop betrachtet das Operationsfeld von außen, ohne das Sichtfeld zu beeinträchtigen. Es schwebt quasi über dem Patienten. Darüber hinaus können zusätzliche Geräte wie die Neuronavigation oder die Kamera eines Endoskops direkt an das Mikroskop angeschlossen werden. Auch die Bilder dieser Instrumente sind für den Neurochirurgen während des Eingriffs sichtbar. Damit stehen alle vorhandenen Informationen gleichzeitig zur Verfügung.
 
"Weil wir die Möglichkeit haben, die Operation mit allen wichtigen Informationen auf den Bildschirmen zu zeigen, können außer mir auch Ärzte in der Ausbildung, OP-Personal und manchmal sogar der Patient den Eingriff live verfolgen. Die hochauflösenden Bilder und Videos in 4K-Qualität sind für uns eine wertvolle Hilfe in der ärztlichen Ausbildung", erklärt der Chefarzt.

Quelle: Friesland-Kliniken


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