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Fahrradfahrer und die Jadeallee
12|08|2011



Eigentlich breit genug für Fahrradfahrer und Fußgänger - die Planer denken da anders.

Zum Leserbrief des ehemaligen Fahrradbeauftragten der Stadt, Hartmut Heydinger, in der WZ vom 9.8.2011

Endlich hat uns ein an der Flaniermeile beteiligter Planer aufgeklärt, warum so und nicht anders geplant werden konnte: Die logischen Argumente müssen überzeugen, z.B.:
 „Das Fahrrad ist ein Fahrzeug“.


Wer kommt da nicht ins Grübeln, was wir lernend mitnehmen sollen? Na klar: Das Fahrrad ist kein Flanierzeug, sondern ein Fahrzeug und als solches zur fahrenden Fortbewegung entwickelt und verpflichtet. Ob ein Fahrrad ein Flanierzeug ist, wenn es geschoben wird, muss wohl noch geregelt werden, worauf wir uns bei den vielen Beweisen unendlicher Planungsfähigkeit sicher noch freuen dürfen.

Flaneure, vor allem die freibeweglichen, haben ganz andere Bewegungsabläufe und brauchen viel mehr Platz; dem die auf beiden Seiten der Fahrbahn so schön breit angelegte Flaniermeile Rechnung trägt.

Dadurch musste die Fahrbahn zwar enger ausfallen, aber dennoch:

„Der Radfahrer hat auf der gesamten Länge von der Weserstraße bis zum Grodendamm, einschließlich des Kreisels, auf der Fahrbahn zu fahren.“

Dadurch wurde dem erhofften Flanieren von Menschenmassen eindeutig die Priorität zugesprochen, während die erst durch den Umbau erhöhten Gefahrenpotenziale für Radfahrer vom ehemaligen Fahrradbeauftragten der Stadt, der sogar in der Planung war, einfach so weggewischt werden.

Flaneure sind Menschen, die sich in der Menge treiben lassen, mit Muße Dinge um sie her beobachten, die sehen und gesehen werden wollen, Wanderern durch die Natur gleich sich ihre Gedanken über das machen, was sie beobachten. Und was gibt es nicht alles zu beobachten zwischen der Weserstraße und dem Grodendamm: zittrige Radfahrer, die sich mit PKW’s, LKW’s und Bussen die enge Fahrbahn und den Innenraum des Kreisels teilen müssen, ab und zu ein Fahrradunfall, Verwarnungen von Radfahrern, die sich mit dem Mut der Verzweiflung auf die seitlich breiten Flanierstreifen flüchteten, einen zeitweilig arg stinkenden See, Warnschilder vor giftigen Blaualgen, eingezäunte Trümmergrundstücke mit zugegeben schöner Trümmervegetation.

Mit urbanen Idealen tut sich diese Stadt recht schwer. Allein durch Begriffe wie Flaniermeile oder Formulierungen im Leserbrief des ehem. Fahrradbeauftragten [Zitat: „Wilhelmshavens schöner, runderneuerter Prachtstraße“, „ein kleines Stück mehr Lebensqualität in unserer Stadt“] lässt sich kulturelle Vielfalt schwer erreichen, vor allem, wenn der solchermaßen als exklusiv hervorgehobene Straßenzug sich nicht funktionell vom Durchgangsverkehr mit zeitweilig hohem Verkehrsaufkommen trennen lässt.

Letzteres ist typisch für die Jadeallee. Diese wird, verglichen mit Flaneuren, von einer weitaus größeren Zahl von Menschen genutzt, um zu Strandkörben, Wohnungen, Arbeitsstellen, Schiffen, Baustellen oder anderen Zielen entlang des Südstrandes und der Einfahrten zu kommen.

Im Leserbrief von Werner Hoffmann, in derselben Ausgabe der WZ erschienen, drückt sich aus, was als das entscheidende Fazit aller Beobachtungen bleibt: „Katastrophale Verkehrsplanung“!

Dr. Gisela Gerdes | Wilhelmshaven

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Kommentare

Ewald Eden | Wilhelmshaven
Das Fazit 'katastrophale Verkehrsplanung trifft es ja nun mal genau - wie, bitteschön, sollte es denn auch anders sein, bei einer solch' katasrophalen Stadtführung und -planung?
Ich habe viele Kommunen kennenlernen dürfen - in keiner davon habe ich als leitende Verwaltung ein solches "Flachpfeifenorchester" gesehen. Zumindest darin hält meine Geburtsstadt wohl dauerhaft den Spitzenplatz im Buch der Rekorde - stolz, denke ich, sollte da aber niemand drauf sein.


Jens Bertram | Wilhelmshaven | from Facebook
„Bin ich nun selbst oft lang gefahren - als Radler weiß man echt nicht wo man da fahren soll. Die Straße zu eng und auf dem Gehweg flanieren ja die Leute und man müsste Schlangenlinien fahren. Da reißt man ewig die Straße auf und bekommt am Ende, ein zwar optisch gelungenes, aber wenig nützliches Ergebnis.“

Horst Walzner | Wilhelmshaven
Frau Dr. Gisela Gerdes sieht das alles wieder vollkommen falsch und negativ. Die breiten Fußwege auf der Jadeallee sollen zum Flanieren und Aufhalten anreizen. Das heißt doch, die Radfahrer stören ganz einfach die vielen zukünftigen Menschenmassen, die hier ihren Spaziergang und Plausch auf den Gehwegen halten. Weiterhin kann man wunderbar die kleinen Straßenkämpfe zwischen den Radfahrern und Autos in Ruhe beobachten. Daher gehören noch sehr viele Bänke [mindestens 10 - 15 Stück] zum Verweilen auf die Meile. Es ist jetzt schon so schön zu beobachten, wie die Taxen und die vielen breiten und tiefer gelegten Rennsportwagen dort, ähnlich wie in der "Grünen Hölle" vom Nürburgring ihre Spitzengeschwindigkeiten steigern [habe alles schon mehrfach selber beobachtet]. Daher gehören dort eigentlich gar keine Radfahrer hin, so war es wahrscheinlich auch zur Planung vorgesehen, auch vom Radprofi "Fahrradbeauftragter".
Dieses Stück Straße zeigt uns wieder einmal deutlich was für ein Tollhaus unsere Stadt ist und was man unter "guter , seriöser" Planung versteht. Zur zeit wird ja auch der Bürger von allen Parteien mit ins Boot "gerissen", Slogan: mehr Bürgerbeteiligung, ist ja Wahlkampf.
Einfach nur katastrophal und lächerlich!



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