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Wilhelms wahnsinnige Erben
13|07|2009



Während sich die Auszubildenden mit sittenwidrigen Löhnen zufrieden geben müssen, plant man quasi "über den Wolken" abgehobene Suiten für "vermögende Patienten".

Dies ist die Fortsetzung eines Bestsellers aus dem Jahre 1983. Die Skandale von damals haben sich erledigt, die skandalösen Verhältnisse sind geblieben: Wilhelmshaven ist auch heute noch eine Stadt, die von einer kleinen Clique immer tiefer in den Ruin regiert wird. Am Jadebusen tobt die schärfste Freiluft-Comedy der Bundesrepublik

Aus: Wilhelms wahnsinnige Erben [Dreckiger Sumpf [2]]

Wer hätte das gedacht, dass die Beschreibung eines Bestsellers aus dem Jahre 1996 über Wilhelmshaven Allgemeinzustand eines Tages wieder aktuell wird. Einige unter ihnen werden die oben genannten Zeilen noch kennen, andere sollen sie gar nicht kennen.

Hier in Wilhelmshaven herrschen inzwischen Zustände, wie während der Eickmeier Ära, als eine bestimmte Clique meinte unter Führung des Oberstadtdirektors, die demokratischen Strukturen einfach aushebeln zu können.

Nach der Veröffentlichung des zweiten Teiles vom "Dreckigen Sumpf", dem Bestseller von Günter Handlögten und Henning Venske und dem darauffolgenden Bauernopfer Gerhard Eickmeier [Oberstadtdirektor Wilhelmshaven 1986 -1984], sollte alles für den Bürger geklärt sein.

Was darauf folgte, war die noch perfidere Art, den Wilhelmshavener Bürgern ihr Steuergeld aus den Taschen zu ziehen, um es den selbst Auserwählten mit ihren immer wiederkehrenden Versprechen von den Goldenen Wasserhähnen zuzuspielen.

Das Modell, dass dieses zuläßt, ist die Wilhelmshavener Holding, die schön so bestehen bleiben soll, wie sie konstruiert wurde: völlig unübersichtlich und intransparent und vor allen Dingen abgekoppelt vom Rest des Rates.

"Bonusses are back", kurz: BAB, ist auch das Motto dieser Damen und Herren in den Aufsichtsräten, genau wie das der Banker, die sich gerade in Großbritannien wieder Zusatzzahlungen genehmigen, neuerdings aus Subventionen des Staates, sonst hätten einige dieser Banken die Krise wohl kaum überstanden.

Weswegen erzählen wir ihnen das immer wieder und streben den Vergleich mit der großen weiten Welt an?

Weil beim neuesten I-Tüpfelchen dieser Wilhelmshavener Clique einem schier die Worte fehlen.

Während im Reinhard-Nieter Krankenhaus das Personal mit untertariflichen Bezügen geknechtet wird und sogar noch Bezüge bei Auszubildenden gekürzt werden, wenn diese mehr als 5 Tage fehlen konstruiert man "über den Wolken" Luxuskabinen" für Luxuskranke, die mehr zahlen können, als der "Bürger vulgaris".

Wahrscheinlich soll hier das Burj al Arab des Nordens für zahlungskräftige Kranke entstehen, allerdings müßte dann auch noch an der Fassade des maroden Krankenhauses geschraubt werden, sonst bekommt der im Koma eingelieferte Luxuspatient spätestens bei der Entlassung den Kulturschock mit Herzinfarkt und kann sich gleich nochmals einweisen lassen.

Die Mitverantwortlichen für Lohndumping bei Personal und Auszubildenden, die katastrophale Ärztesituation und damit dem schwindenden Image sitzen im Aufsichtsrat des städtischen Krankenhauses und so manche Pressemitteilung belegt, dass sie sich untereinander gar nicht kennen:

Ratsfrau Ursula Aljets [Vorsitzende] SPD, 1. Bürgermeister Fritz Langen [stellv. Vorsitzender] CDU, Ratsfrau Susanne Bauermeister FDP, Ratsherr Joachim Ender [Grundmandat] BASU, Ratsfrau Ursula Glaser CDU, Ratsherr Johann Janssen [Grundmandat] LAW, Oberbürgermeister Eberhard Menzel SPD, Ratsfrau Astrid Mohr Grüne, Ratsfrau Christine Will SPD.
[Quelle: Mitglieder im Werksausschuss - Aus dem Beteiligungsbericht der Stadt Wilhelmshaven, Seite 134]

Nicht genug, dass die führenden Aufsichtsratsmitglieder für ihre offensichtlichen Fehler nicht zurücktreten, nein, da müssen wir erst aus einer überregionalen Zeitung [Nordwestzeitung] erfahren, dass sie schon die nächste "Prachtidee" in der Hinterhand haben.

Damit soll das Reinhard-Nieter Krankenhaus in Wilhelmshaven gerettet werden?

Hier will man wohl eher die Dumpinglohnsituation kaschieren und versucht abzulenken, vom Weggang verschiedener Ärzte und auch Pflegepersonal, was mit voller Absicht in Kauf genommen wurde.

Für die Führungsköpfe und somit die Hauptverantwortlichen gilt wohl eher:

"Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht."

Charles-Maurice de Talleyrand

Bei allein 24 Posten eines Oberbürgermeisters, dem schon von der CDU der Aufsichtsratsposten im Sparkassenvorstand mit einem Jahres Salert von 7.800,00 Euro "genommen" wurde ist nur allzu verständlich, dass er dafür sorgt, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt.

Deshalb versuchte man unter seiner Federführung noch vor den Sommerferien die neue Lenkungsstruktur der Holding durch den Rat zu peitschen. Dieses ausgewählte Aufsichts - und Führungsgremium bedeutet die endgültige Abkopplung der Holding vom Rat der Stadt. Wegen allzu großer Öffentlichkeit wurde diese Entscheidung zunächst vertagt.

Die Nordwestzeitung berichtet:
Zitat: "Luxus-Suiten sollen Klinik-Kasse füllen...
Mit attraktiven Luxus-Suiten für vermögende Patienten will das städtische Reinhard-Nieter-Krankenhaus in Wilhelmshaven seine Kasse aufbessern. Mehr als ein Stockwerk wird für dieses Vorhaben derzeit umgebaut – und das Pflegepersonal, das dort in speziellen Uniformen arbeiten soll, muss vorher eine spezielle Service-Schulung bei der Lufthansa durchlaufen.
...
Kritiker sehen die Investitionen für das bislang noch nicht öffentlich dargestellte Projekt im eklatanten Widerspruch zu den schlagzeilenträchtigen Zuständen in anderen Bereichen des Hauses.

Mitarbeiter sprechen gegenüber dieser Zeitung von einer verheerenden Stimmung."
[Quelle: Nordwest Zeitung | 11. Juli 2009]

Es wurde doch gerade erst ein Hotel an der zukünftigen "Jadeallee" gebaut, da hätte man doch bloß mit der Direktion ins Gespräch kommen müssen um diesen ausserordentlich überlegten und für Wilhelmshavener Verhältnisse "klassichen Coup" in der obersten Hoteletage verfestigen zu können.

Wahrscheinlich aber liegt dieser Bereich zu nah am Blaualgenparadies Banter See und dem Fäkalienaderlass Banter Sier am Südstrand, der diese Reinhard-Nieter-Strategen mit ihren Luxus Überlegungen zum wohlüberlegten Ausweichstandort Reinhard-Nieter Krankenhaus trieb."

Und während das Reinhard-Nieter Krankenhaus wegen "Sittenwidriger Löhne" für Auszubildende vor Gericht steht und der Nachwuchs schon einmal eingenordet wird, indem man den geringen Lohn nochmals kürzt, wenn man fünf Fehltage im Jahr aufweist, hat man nichts anderes im Sinn, als ein Kontrastprogramm, das seinesgleichen sucht.

Vielleicht schafft sich hier die selbst ernannte Politprominenz auch die Auffangstation für die letzten Tage, damit man unter seinesgleichen ist, wenn der Sensenmann vor der Tür steht. Den Luxus hat man sich schließlich sauer verdient, mit Steuergeldern z. B. aus der Holding und Aufsichtsratstätigkeiten oder Fachausschüssen.

Das Konjunkturprogramm bescherte auch Wilhelmshaven leichte Minderung des gebeutelten Stadtsäckels, die anscheinend dazu führt, dass man zum alten Procedere wechselt, nämlich so weiterzumachen, wie bisher.

Zur Politprominenz Wilhelmshavens passt dieser Größenwahn, zum gesunden Menschenverstand nicht.

Vielleicht wachen die Wilhelmshavener ja doch noch eines Tages auf, so wie die Basis der Wilhelmshavener SPD, die die Grundsätze demokratischen Handelns auch gegen die Viererbande vehement verteidigt und nicht abhebt, um sich in Welten mit Traumdeutungen zu verstricken.

Diese Art von Politprominenz mit Ultrakurzzeitgedächnis braucht kein Mensch, die vergißt, dass sie vor kurzer Zeit an der Zwangsverwaltung durch die Kommunalaufsicht vorbeigeschrammt ist.

Wir werden diesen Anflug von Alzheimer in regelmäßigen Abständen auffrischen, damit auch diese Feierabend-Volksvertreter merken, dass sie dem Wähler und dem Gemeinwohl verpflichtet sind und nicht sich selbst.


Wolf-Dietrich Hufenbach
Dokumentarfilmer | Wilhelmshaven

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17]06|09 Situation im RNK
Fides Gutachten zur Wilhelmshavener Holding
19|01|09 Antizyklisch
Dreckiger Sumpf [Teil 1 und 2]
Das RNK hat ein Ausbildungsvergütungsproblem

Einige Wilhelmshavener Gesellschaften:
[HBG] Hafenbetriebsgesellschaft
[WTF] Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH
[PIZ] Erste City-Parkhaus-Gesellschaft
[GEW] Gas- und E-Werke Wilhelmshaven
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